Frankfurt zum Nulltarif!

Skyline Frankfurt
Mathias Westermann, Pixabay

Von den Grünanlagen bis zu Skater-Events – Erlebnisraum Frankfurt möchte Kindern und Familien die Vielfalt der Stadt Frankfurt am Main näherbringen. Dafür geben wir unseren Lesern 15 Freizeit-Tipps mit auf den Weg, die nichts kosten und trotzdem begeistern. Nach dem Motto: In unserer Stadt ist auch ohne Moos ’ne Menge los.

Blick auf Frankfurt / Grafik: GFFB

Frankfurt hat viel zu bieten: Die Mainmetropole ist weltoffen, kontrastreich und multikulturell. Doch scheint im Zentrum der Börse, der Banken und der vielen schicken Business-Menschen ohne Cash nicht viel möglich zu sein – so der erste Eindruck. Schaut man allerdings abseits vom großen Geld etwas genauer hin, finden Suchende tatsächlich Erlebnisse, Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten, die in Frankfurt kostenfrei angeboten werden. Aus diesem Grund hat das Team von Erlebnisraum-Frankfurt Gratis-Tipps für junge und alte Leute, für ein Wochenende, für Tag und Nacht, bei Sonne und Regen, für morgens, mittags und für den Abend zusammengetragen. Es lohnt sich: Unternehmungslustige erfahren vom Bankenwesen, von Oldtimern, vom leckeren Häppchen-Markt mit Flirt-Faktor, einer einzigartigen Tier- und Literaturwelt und von der ewigen Sehnsucht nach der Ferne. Überall gilt: Kostenlos und Eintritt frei. Hier sehen Kurzentschlossene auf einen Blick, was heute, morgen und übermorgen in Frankfurt los ist. Aber auch Langzeit-Planer*innen kommen mit unseren Null-Euro-Tipps für die nächsten Wochen oder Monate gut über die Runden.

Die Tipps:
01. Deutsche Börse Visitors Center
02. Museumsufer Frankfurt
03. Kleinmarkthalle Frankfurt
04. Skyline Plaza Frankfurt
05. Parkanlagen Frankfurt
06. Freundeskreis liebenswertes Frankfurt
07. Europäische Zentralbank
08. Informationszentrum StadtWald
09. Main-Lastenrad
10. Tuesday Night Skating
11. Bücherschränke in Frankfurt
12. Kobelt-Zoo
13. Sammlung Hochhut/Klassikstadt
14. Besucherterrasse am Flughafen Frankfurt
15. Botanischer Garten Frankfurt

1. Frische Börsenluft

Los geht’s mit dem neuen Besucher*innenzentrum der Frankfurter Wertpapierbörse. Viele interaktive und kostenlose Möglichkeiten bringen finanzaffinen Menschen den Parketthandel näher.

Besucherzentrum Börse
Blick auf den Handelssaal der Frankfurter Börse / Foto: Deutsche Börse AG

Die Frankfurter Wertpapierbörse ist einer der weltweit größten Handelsplätze für Wertpapiere und die größte Börse in Deutschland. Ursprünglich im 16. Jahrhundert gegründet, existiert sie in ihrer heutigen Form mit Sitz in der Innenstadt im Neuen Börsenhaus seit 1879. Ihr Symbol, die Bronzeskulpturen von Bulle und Bär, dürften auch jedem Nicht-Frankfurter bekannt sein. Sie ist einer der wichtigsten internationalen Handelsplätze, und diverse Medien berichten regelmäßig über den im Handelssaal stattfindenden Wertpapierhandel. Interessierte finden hier ein breites Angebot an Wissensformaten zu Themen des Kapitalmarktes. Unter dem Motto „Sehen. Verstehen. Handeln.“ bietet das Deutsche Börse Visitors Center Besucher*innen in einer multimedialen Ausstellung Einblicke in die Welt des Kapitalmarktes. Dort werden an 20 interaktiven Stationen Einblicke in über 400 Jahre Börsengeschichte gewährt. Das Publikum kann den Aktienkauf und -verkauf auf dem Parkett selbst simulieren oder sich führen lassen. Zudem stehen allen Interessierten einmal im Monat, meist am ersten Freitag, ausgewählte Expert*innen für Fragen und Ideen zur Verfügung.

Kontakt:
Deutsche Börse Visitors Center
Börsenplatz 4
60313 Frankfurt am Main
Tel: 069 2110
E-Mail: visitors.center@deutsche-boerse.com
Öffnungszeiten:
Mo bis Fr von 09:00 – 18:00 Uhr

2. Volle Kanne Kultur

Immer am letzten Samstag im Monat ist der Eintritt frei für eine Tour durch die Frankfurter Museumslandschaft. An diesen Tagen können Kinder und Erwachsene gemeinsam massig Kunst bestaunen.

Museum Angewandte Kunst, Foto: Andreas Praefcke

Frankfurt gehört mit seinen knapp 60 Museen zu den wichtigsten Museumsstandorten weltweit. „Neben den Museen in der Altstadt und Innenstadt befinden sich 13 Museen am südlichen Mainufer in Sachsenhausen, dem Museumsufer zwischen Eisernem Steg und Friedensbrücke”, zählt Wikivoyage auf. Nach dem Motto: Kunst und kulturelle Teilhabe für alle, bietet das Programm „Satourday“ eine Möglichkeit, sich einige der Kulturhäuser kostenlos anzusehen. So ist an jedem letzten Samstag im Monat (ausgenommen August; da ist es der vorletzte Samstag) der Eintritt frei für eine Tour durch die teilnehmenden Museen. Dazu gehören zum Beispiel das Deutsche Architekturmuseum, das Archäologische Museum oder das Historische Museum. Eine vollständige Liste findet sich unter folgendem Link. Angeboten werden, je nach Museum, spezielle Themenführungen für Familien und verschiedene praktische Workshops für Kinder und Erwachsene (ausgenommen sind hier der August und Dezember). Es besteht keine Pflicht, daran teilzunehmen. Wer möchte, kann sich auch wie gewohnt die Ausstellungen ansehen. „Zusätzlich setzt Frankfurt ein weiteres Zeichen für mehr kulturelle Teilhabe in der Stadt von klein auf mit dem Kultur- und Freizeitticket”, heißt es von offizieller Seite. Gemeint ist die Anschaffung eines Kultur- und Freizeittickets. Junge Besucher*innen unter 18 Jahren können damit kostenfrei die Frankfurter Museen und den Zoo Frankfurt besuchen. Für Frankfurter Schüler, Kita-Kinder sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren aus Haushalten mit einem Monatseinkommen unter 4.500 Euro netto ist es kostenlos bestellbar. Für alle anderen Familien ist, unabhängig vom Wohnort, ein Ticketpreis von jährlich 29 Euro vorgesehen.

Kontakt:
Museumsufer Frankfurt
Stadt Frankfurt am Main
Der Magistrat Kulturamt Frankfurt am Main
Brückenstraße 3-7
60594 Frankfurt am Main
Tel: 069 21236325
E-Mail: museumsufer.frankfurt@stadt-frankfurt.de

3. Kulinarische Reise

Die Kleinmarkthalle ist mit über 60 Händlern ein großer Schlemmergarten, in dem ausdrücklich zum Probieren eingeladen wird.

Außer Kontrolle geratene Lebensmittel / Grafik: GFFB

Mitten in der Frankfurter Altstadt steht Frankfurts kulinarische Oase, die Kleinmarkthalle. Eigentlich müsste sie „neue Kleinmarkthalle“ heißen, da das ursprüngliche Gebäude 1944 zerstört wurde. An ihrem jetzigen Standort in der Hasengasse ganz in der Nähe der Zeil wurde sie 1954 neu erbaut. Seitdem hat sie sich zu dem kulinarischen Aushängeschild Frankfurts entwickelt. Hier wird auf ca. 1.200 Quadratmetern Fläche von internationalen Köstlichkeiten und regionalen Spezialitäten wie Backwaren, orientalischen Gewürzen, Fleisch und Gemüse alles angeboten, was sich das kulinarische Herz vorstellen kann. Besucher*innen sind im Restaurant, auf der Terrasse und samstags auch im Schlemmergarten ausdrücklich zum Probieren, Genießen und Verweilen eingeladen. Laut Spiegel: „Keine Termine und leicht einen sitzen – hier wird das Wochenende eingeläutet”. Flirtfaktor: Sehr hoch!”

Kontakt:
Interessengemeinschaft Kleinmarkthalle e.V.
Hasengasse 5-7
60311 Frankfurt am Main
Tel: 069 21233696
E-Mail: kleinmarkthalle@hfm-frankfurt.de
Öffnungszeiten:
Mo bis Fr von 08:00 – 18:00 Uhr
Sa von 08:00 – 16:00 Uhr
Sonn- und Feiertags geschlossen

4. Schöne Aussicht

In Frankfurts Europaviertel wurde 2013 das Skyline Plaza eröffnet, ein Einkaufszentrum mit 170 Geschäften und Wellness-Angeboten. Für Sparfüchse ist die Dachanlage des Shopping Centers besonders interessant.

Blick aus dem Alex auf die Dachterasse, Foto: ECE

Unter dem Namen Skyline Garden finden sich auf dem Dach der Shopping-Mall Skyline Plaza auf 7.300 Quadratmetern Fläche eine Grünanlage mit kostenlosen Freizeitangeboten und einer Aussichtsplattform, von der aus man einen großen Teil Frankfurts überblicken kann. Den Besucher*innen bietet sich ein spektakulärer Blick auf die Skyline der Finanzmetropole. Für Familien mit Kindern sorgen laut des Betreibers der Gewerbeimmobilie, die ECE Group aus Hamburg, zwei Spielplätze mit Klettergerüsten und einem Sandkasten dafür, dass auch der Nachwuchs in Sichtweite zur Außenterrasse spielen und toben kann. Bei der Gestaltung und Bepflanzung der „fünften Fassade“ des Skyline Plaza sorgten die Landschaftsarchitekt*innen dafür, dass das ganze Jahr über eine ausgewogene Begrünung herrscht. Das „Sahnestück” des Centers, den mit Bäumen bepflanzten Dachgarten neben einem exklusiven Spa-Bereich, betreibt der Gastronomie-Experte Alex auf rund 1.600 qm Innen- und Außenfläche. Während der Centeröffnungszeit ist der Skyline Garden über die Aufzüge frei zugänglich, außerhalb der Öffnungszeiten nur über den Außenaufzug / Nachtzugang am Eingang Kap Europa rechts neben der Apotheke.

Kontakt:
Skyline Plaza Frankfurt
Europa-Allee 6
60327 Frankfurt am Main
Tel: 069 29728700
E-Mail: info@ece.com
Öffnungszeiten:
Mo bis Sa von 10:00 – 20:00 Uhr

5. Für Sportliche

Trainieren wo andere spazieren – Frankfurt bietet mit seinen weitläufigen Parkanlagen und Wiesen vielfältige Möglichkeiten, sich das Geld für ein Fitness-Studio zu sparen.

Fitness-Anlagen für Sportbegeisterte / Grafik: GFFB

Egal ob man Ausdauer, Beweglichkeit oder Kraft trainieren will, fast jeder Park bietet dem Sportwilligen frei nutzbare Fitnessgeräte und Sportplätze an. Eine hervorragende Übersicht der Frankfurter Parks inklusive kurzer Beschreibung ist auf der Homepage der Tiger Fitness (Digital Tigers GmbH) abrufbar. Im Volkspark Niddatal beispielsweise informieren Übersichtstafeln die Nutzer*innen über die richtigen Aufwärmübungen, die effektivste Trainingsabfolge oder die verschiedenen Belastungsstufen für Anfänger und Fortgeschrittene. So können Verletzungen oder falsche Bewegungsabläufe vermieden werden. Speziell auf die Bedürfnisse von Senioren angepasste Fitness-Anlagen stehen in Niederrad, am Hafenpark, in Harheim und am Bornheimer Hang zur Verfügung. Mehr Informationen für diese Zielgruppe finden Sportbegeisterte auf der Homepage der Stadt Frankfurt. Im Hafenpark gibt es große Rasenflächen, Fußball- und Basketballplätze, einen Skatepark und Fitnessgeräte. Ebenfalls ein guter Anlaufpunkt für Fitnessfreaks ist der Volkspark Niddatal zwischen Ginnheim, Bockenheim und Hausen. Dort kann man sich auf der Fitnessanlage gehörig austoben und sich mit Gleichgewichtsübungen, Ausdauer- und Kräftigungsübungen fithalten. Hervorzuheben ist ebenso der Günthersburgpark im Nordend-Ost. Fünf wasserspeiende Steinfiguren, die im Park verteilt sind, sorgen dort für eine kühle Erfrischung vor, während und nach dem Sport. Von Picknicks, über große Spielplätze für Kinder, bis hin zu Bolz- und Streetball- Plätzen: Mit mehr als sieben Hektar Wiesen ist diese Anlage ebenfalls eine angesagte Grünfläche für jegliche Outdoor-Aktivitäten.

Kontakt:
Grünflächenamt
Stadt Frankfurt am Main
Adam-Riese-Straße 25
60327 Frankfurt am Main
Tel: 069 21230991
E-Mail: gruenflaechenamt@stadt-frankfurt.de

6. Null-Euro-Touren

Der Freundeskreis Liebenswertes Frankfurt bietet allen Interessierten gratis eine 2-Stunden-Stadttour auch auf Englisch an. Der Verein finanziere sich zum größten Teil aus Spenden.

Römer
Frankfurter Römer / Foto: 6493990, Pixabay

„Wir bummeln mit Ihnen in einem ca. zweistündigen Spaziergang durch unsere Stadt, plaudern mit Ihnen nicht nur über die am Wege liegenden Sehenswürdigkeiten, sondern möchten Sie davon überzeugen, dass unser Frankfurt am Main durchaus sehr liebenswerte Seiten aufzuweisen hat”, heißt es zur Einleitung auf der Homepage des „Freundeskreises liebenswertes Frankfurt”. Die kostenlosen und mehrsprachigen Stadtführungen müssen über das Internet reserviert werden. Sie finden an 365 Tagen im Jahr statt und sind für Kinder und Erwachsene jeden Alters geeignet. Sie nehmen circa zwei Stunden in Anspruch, die Dauer ist jedoch auch von dem Guide und der Gruppendynamik abhängig. Finanziert wird das Ganze ausschließlich mit Trinkgeldern, da die Guides weder von einer Firma noch der Stadt bezahlt werden. Schwerpunkte sind die Neue Altstadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus Römer auf dem Römerberg und der Dom. Ebenfalls nicht verpassen sollte man den Poelzig-Bau der Universität Frankfurt auf dem Campus Westend. Das monumentale Gebäude liegt inmitten einer weitläufigen Parkanlage und kann außen und innen kostenlos erkundet werden. Der Freundeskreis veranstaltet auch Bildervorträge zu Frankfurter Themen, die meist im Saalbau Bornheim stattfinden. Auch diese Vorträge sind öffentlich und kostenlos. Bemerkenswert: Um Senior*innen ein Stück Frankfurt nach Hause zu bringen, besuchen die Guides auch Senioreneinrichtungen, um auch dort Ihre Expertise unter Beweis zu stellen.

Kontakt:
Freundeskreis liebenswertes Frankfurt e.V.
Bernhard-Mannfeld-Weg 24
60599 Frankfurt am Main
Tel: 069 684765
E-Mail: info@frankfurt-liebenswert.de

7. Besuch im Hauptquartier des Euro

Eine der mächtigsten Institutionen der Welt hat ihren Sitz in Frankfurt: Die Europäische Zentralbank (EZB). Wer einen tieferen Blick in die Aufgaben der EZB werfen möchte, kann im Besucherzentrum an Führungen und Fachvorträgen für lau teilnehmen.

Banker
Banker im Hintergrund / Grafik: Clker-Free-Vector-Images, Pixabay

Vor neun Jahren rollten auffällig viele Laster durch die Stadt. Der Grund: Die Europäische Zentralbank startete den Umzug in ihr neues Hauptquartier im Ostend und dabei gab es viel zu schleppen: „Rund 20.000 Kisten”, berichtete Spiegel Online seinerzeit. Heute präsentiert sich die wichtigste Finanzbehörde der EU gut sortiert. Ob Finanzkrise, Staatsschuldenkrise oder Corona-Pandemie: Die Krisenfeuerwehr EZB zeigte sich schon in der Vergangenheit immer sehr kreativ im Einsatz der Gegenmittel. So tüftelten die Währungshüter diverse Anleihekaufprogramme, versorgten Banken mit Billigkrediten, senkten den Leitzins auf das Rekordtief von null Prozent und sorgten mit Negativzinsen auf Einlagen dafür, dass Banken über Strafzinsen klagten. Ganz oben auf der To-Do-Liste der Währungshüter steht nun der Kampf gegen die hohe Inflation. Der Ort des Geschehens besteht aus zwei schlanken Türmen aus Glas und Beton, die durch ein Atrium miteinander verbunden sind. Rund 2.300 Arbeitsplätze bietet das Hochhaus, das insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro gekostet hat. Dafür sind die 90-minütigen Führungen immerhin gratis, bei denen das Publikum vor Ort mehr über Rolle und Aufgaben der EZB erfahren kann. Zusätzlich bietet das mächtige Bankenhaus auch verschiedene Online-Präsentationen, Fachvorträge sowie einen virtuellen Rundgang an, wobei Themen wie Geldpolitik, Euro und die Bankenaufsicht erörtert werden.

Kontakt:
Europäische Zentralbank
Sonnemannstraße 22
60314 Frankfurt am Main
Tel: 069 13441300
E-Mail: info@ecb.europa.eu
Öffnungszeiten:
Mo bis Fr von 8:30 – 17:30 Uhr
Sa, So und an Feiertagen geschlossen

8. Natur pur!

Was 1954 im Stadtwald als Fasanerie begann, wurde 41 Jahre später zum Stadtwaldhaus – heute das Informationszentrum StadtWaldHaus & Fasanerie, in dem man sich über Wald, Forst, Natur, Klima und einheimische Tier- und Pflanzenarten informieren kann.

Stadtwald
Baumkronen des Frankfurter Stadtwalds / Grafik: Gordon Johnson, Pixabay

Das StadtWaldHaus ist die zentrale Anlaufstelle für die Umweltbildung in Frankfurt am Main und gehört zur Abteilung StadtForst im Grünflächenamt. In seiner heutigen Gestalt existiert es seit 1995 und befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Fasanerie nahe der Oberschweinstiege. Auf rund 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche, mit drei Erlebnis- und Lehrpfaden sowie Gehegen für rund 20 Wildtierarten informiert es über das Ökosystem Wald. Hinzu kommt ein kleiner Teich, in dem ein Bullaugenfenster den Blick auf das Leben unter der Wasseroberfläche zulässt. Nach dem Prinzip „Fühlen, Sehen, Hören“ gibt es für alle Sinne etwas zu entdecken. Auf dem Außengelände befindet sich die Fasanerie mit verschiedenen Wildgehegen und Volieren, in denen unterschiedliche in Deutschland vorkommende Wildtierarten beobachtet werden können. Die Wildschweine, Hirsche, Greifvögel und Fasane dienen dazu, den Besucher*innen die heimischen Waldtiere näherzubringen. Zusätzlich gibt es eine Auffangstation für verunfallte Wildtiere. Dort beherbergt das StadtWaldHaus Tiere, die nach Genesung wieder ausgewildert werden (z.B. Igel, Eichhörnchen und verschiedene Vögel). Das schöne dabei: Der Eintritt in das Informationszentrum StadtWaldHaus und der Fasanerie ist frei.

Kontakt:
StadtWaldhaus
Grünflächenamt, Abteilung StadtForst
Adam-Riese-Straße 25
60327 Frankfurt am Main
Tel: 069 683239
E-Mail: stadtwaldhaus@stadt-frankfurt.de
Öffnungszeiten:
Mo bis Do von 09:00 – 16:00 Uhr
Sa von 12:00 – 18:00 Uhr
So von 10:00 – 18:00 Uhr
(November bis Ende Februar am Wochenende bis 16:00 Uhr)

9. Call a Bike

Seit 2018 bietet der Verkehrsclub Deutschland (VCD) an mehreren Stationen innerhalb Frankfurts die Möglichkeit, sich Lastenräder verschiedenster Typen kostenfrei auszuleihen.

Elektrisches Lastenfahrrad / Grafik: GFFB

Seit Juni 2018 gibt es in verschiedenen Stadtteilen Frankfurts eine relativ einfache Möglichkeit, Einkäufe und andere schwere oder sperrige Gegenstände autofrei zu transportieren. „Main-Lastenrad“ heißt das Projekt des Verkehrsclubs Deutschland Landesverband Hessen, kurz VCD Hessen, dass das kostenlose Ausleihen von Transporträdern in der Mainmetropole ermöglicht. Der Vorteil eines solchen Gerätes ist unübersehbar: Es bietet genügend Platz für Wasserkisten oder sogar für kleine Möbelstücke. Gefördert wird das gemeinnützige Projekt vom Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main, das 2017 einen Ideenwettbewerb zum Klimaschutz ausgeschrieben hatte. In diesen Stadtteilen stehen die Lastenräder aktuell mit und ohne Elektromotor zur Abholung bereit. Die Stationen sind nicht für den Zustand der Lastenräder verant­wortlich und kontrollieren diese auch nicht. Heißt: Die Initiative übernimmt keine Gewährleistung für die Verkehrstauglichkeit der Lastenräder, was auch heißt, dass immer vor Fahrtbeginn die Verkehrstauglichkeit geprüft werden sollte. Dazu gehört obligatorisch ein Test der Bremsen sowie die Überprüfung des Lichts. Wer also Bedarf an einem Lastenrad hat, kann sich unter „main-lastenrad.de“ registrieren und die Lastenräder dort über einen Buchungskalender ausleihen. Die Ausleihdauer beträgt höchstens zwei aufeinander folgende Werktage und höchstens dreimal in einem Kalendermonat. Alle Buchungen sind maximal sechs Wochen im Voraus möglich.

Kontakt:
Main-Lastenrad
Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Hessen e.V.
Wilhelmsstraße 2
34117 Kassel
Tel: 0561 108310
E-Mail: post@main-lastenrad.de

10. Sie rollen wieder

Tuesday Night Skating (TNS) heißt das Programm, das jedes Jahr Ende März bis Oktober viele Skater*innen abends auf den grauen Asphalt der Bankenstadt lockt, natürlich gratis.

Rollschuhe, Inline-Skater
Rollerskates aus den 1990er / Grafik: InspiredImages, Pixabay

Zuerst einmal gebührt den vielen Frankfurter Autofahrer*innen, die immer wieder dem langen Zug der Night-Skater mit ihren bunten Helmen und Knieschonern an den Kreuzungen in Frankfurt die Vorfahrt gewähren, viel Applaus. Glücklicherweise sind gemütliche Schleichfahrten verpönt, auch offiziell: „Die Touren werden zügig gefahren. Sichere Fahr- und Bremstechniken werden von allen Teilnehmenden erwartet, die komplette Schutzausrüstung inklusive Helm sowie reflektierende Warnblinklichter sind unverzichtbar“, so die Stadt Frankfurt auf ihrer Homepage. TNS beginnt und endet jeden Dienstag zur Sommerzeit am Hafenpark. Der Start ist um 20:30 Uhr. Nach etwa 28 bis 35 Kilometern endet die rauschende Fahrt, die kein Cent kostet. So ist in der Regel gegen 23 Uhr Schluss. Bereits Anfang der 90er Jahre, als hierzulande noch gewöhnliche Rollschuhe den Markt dominierten, stand der Organisator der Veranstaltung, Dirk May, erstmals im New York Central Park auf geliehenen Inline Skates. Mit einigen Freund*innen am Main unterwegs verteilte May im Sommer 1997 bei seinen Ausfahrten Flyer für eine privat organisierte Schnitzeljagd auf Rollen. Dieses Treffen gilt als Geburtsstunde des Frankfurter TNS. Bald wuchs die Gruppe allein durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf über 100 Teilnehmer*innen an. Nach wenigen Wochen waren an einigen Dienstagen schon bis zu 1.000 Inline-Skater*innen in der Frankfurter Innenstadt unterwegs – Tendenz anhaltend.

Kontakt:
Tuesday Night Skating Frankfurt
Dirk May
Marbachweg 73
60435 Frankfurt am Main
Tel: 069 622703
E-Mail: infomail@t-n-s.de

11. Bestseller zum Nulltarif

In der Mainmetropole stehen mehr als 70 “offene Bücherschränke”, über die man Lesestoff in gedruckter Form ausleihen und tauschen kann. Freie Bildung also satt!

Bücherschrank im Freien / Grafik: GFFB

Der Unterschied zu den “offenen Bücherschränken” und den öffentlichen Bibliotheken, aus denen man mit dem Frankfurt-Pass ebenfalls kostenfrei Bücher ausleihen kann, liegt darin, dass Interessenten jedes Buch behalten dürfen. Genauso kann man Bücher, die Kinder und Erwachsene nicht mehr haben möchten, einfach in den Schrank stellen. Auf diese Weise bleiben die Schränke gefüllt, und neue Leser*innen freuen sich. Der erste “Offene Bücherschrank” steht seit November 2009 am Merianplatz im Stadteil Nordend. “Er war Teil des Projekts Vernetzte Spiel- und Begegnungsräume, das mit Bundesmitteln gefördert wurde. In zahlreichen Stadtvierteln sind seitdem weitere Offene Bücherschränke hinzugekommen”, weiß die Stadt Frankfurt online zu berichten. Den bisher größten “Offenen Bücherschrank” hatte nebenbei gesagt die gemeinnützige GFFB im Jahr 2018 gestiftet. Versteckt in einem Hinterhof im Stadtteil Gallus ist dieser Schrank seitdem bis an die Decke voll mit Belletristik und Sachbüchern aus aller Welt und mit einer reichen Anzahl an Kinder- und Jugendbüchern ausgestattet. Sitzinseln laden dort zum Schmökern ein, gerne beim Genuss eines heißen Kaffees und eines frisch gebackenen Stück Kuchens vom benachbarten „World Café“, das im selben hellen und geräumigen Ambiente seinen Sitz hat. Tipp: Eine Auflistung aller Bücherschränke mit ihren Standorten in Frankfurt finden Interessierte auf der Homepage der Stadt.

Kontakt:
Offene Bücherschränke
Amt für Straßenbau und Erschließung der Stadt Frankfurt
Adam-Riese-Straße 25
60327 Frankfurt am Main
Tel: 069 21233641
E-Mail: amt_fuer_strassenbau_und_erschliessung@stadt-frankfurt.de

12. Ziemlich beste Freunde

Tierliebhaber denken bei einem Besuch in Frankfurt sofort an den bekannten Frankfurter Zoo. Wer aber kein Geld ausgeben und trotzdem einen Blick auf einheimische und exotische Tiere werfen will, der ist im Kobelt Zoo genau richtig.

Tierische Liebe / Grafik: GFFB

Jedes Wochenende von Mai bis September stehen im Stadtteil Schwanheim auf 17.000 qm rund 300 Tiere für eine Gratis-Besichtigung zur Stelle. Da die Tiere im Kobelt Zoo vornehmlich aus Tierrettungen und Tierschutz stammen, gilt es, einige Regeln zu beachten, die man zusammen mit anderen Informationen auf der Homepage nachlesen kann. Inhaber des Zoos ist der Verein Gesellschaft Prof. Dr. Wilhelm Kobelt e.V., und geführt wird er von ehrenamtlichen Helfern, die sich über Spenden freuen. Damit der Eintritt frei bleibt, werden finanzielle Unterstützungen jederzeit gerne gesehen – entweder bar über die Spendenbox am Haupteingang, oder per Überweisung. Neben dem Tiergehege warten auf kleine und große Besucher*innen ein Spielplatz, ein Grill- und Cocktailstand und ein Kaffeehäuschen. Seit Juli vergangenen Jahres sind gleich drei neue Waschbären in das Gehege eingezogen. Seitdem verlangen die flauschigen Promis mit den schwarzen Augenmasken ihre tägliche Aufmerksamkeit des Publikums. Die meisten Tiere, darunter Affen, Ponys, Eichhörnchen und Papageien kommen oft über den Tierschutz, Tierheime, über die Tierrettung oder das Veterinäramt rein. Krank, verletzt oder fehlernährt werden sie vom Zoo aufgenommen und versorgt. „Ein Highlight dürfte das weiße Eichhörnchen sein, welches friedlich mit griechischen Landschildkröten ein Gehege teilt und einen ganzen Parcours zum Austoben hat. Noch mehr Exotik bietet das Schlangenhaus mit Python, Anakonda und Bartagamen“, heißt es abschließend in einem Erlebnisraum-Frankfurt-Beitrag.

Kontakt:
Kobelt-Zoo
Schrimpegasse 9
60529 Frankfurt am Main
Tel: 069 35353047
E-Mail: kobelt-zoo@web.de

13. Golden Oldies

Autobegeisterten sei ein Besuch der Technischen Sammlung Hochhut und der Klassikstadt ans Herz gelegt. Objekte der Begierde sind diverse Oldtimer, vom alten Dampfwagen bis hin zum Citroën C4 CV Torpedo oder dem Jaguar E-Type V12.

Jaguar E-Type
Autofahren mit Stil: Jaguar E-Type V12 / Grafik: Freddy, Pixabay

Der “Bockenheimer Bub” Fritz Hochhut (1921-2001) wuchs schon immer mit Maschinen auf, sie sollten der Inhalt seines Lebens werden. Aus seinem privaten Hobby entstand eine gewaltige Sammlung von Fahrzeugen, Motoren und Dampfmaschinen, die 1998 allesamt in eine gemeinnützige Stiftung umgewandelt wurden. Nun steht seine beachtliche Kollektion motorbetriebener Exponate mitten im Stadtteil Gallus, die ihresgleichen sucht. Ein Citroën C4 CV Torpedo von 1922 beispielsweise, oder ein Daimler Reitwagen aus dem Jahr 1886 ziehen ebenso die Blicke auf sich, wie die neueste Errungenschaft: Ein Jaguar E-Type V12, Baujahr 1973. Die Besichtigung der gesamten Sammlung ist kostenfrei, erfordert aber eine vorherige Anmeldung und ist mit einer Führung verbunden. Wer danach noch nicht genug von Oldtimern und Autos im Allgemeinen bekommen kann, sei herzlich auch in die Klassikstadt in Frankfurt Fechenheim eingeladen. Auf einem über 16.000 Quadratmeter großen denkmalgeschützten Fabrikareal werden dort Automobile aller Art ausgestellt, repariert, ausgeliehen und verkauft. Bei freiem Eintritt kann man „automobile Kultur erleben”, heißt es auf der hauseigenen Website der Klassikstadt. Ein Highlight ist dabei die Boxengasse im zweiten Obergeschoss, in der verglaste Einstellboxen für Oldtimer und Liebhaberfahrzeuge beheimatet sind. Seit 2010 haben sich auf dem gesamten Areal über 40 Unternehmen angesiedelt, darunter viele Fachwerkstätten und ein hauseigener TÜV-Prüfstützpunkt.

Kontakt:
Stiftung Technische Sammlung Hochhut
Hattersheimer Straße 2-6
60326 Frankfurt am Main
Tel: 069 7392796
E-Mail: info@hochhut-stiftung.de
Öffnungszeit:
Mi von 10.00 – 16.00 Uhr

Klassikstadt GmbH
Orber Straße 4a
D-60386 Frankfurt am Main
Tel.: 069 4089698-0
Fax: 069 4089698-0
E-Mail: info@klassikstadt.de
Öffnungszeiten:
Mo bis Sa von 10:00 – 20:00 Uhr
So von 10:00 – 18:00 Uhr

14. Aussicht mit Fernblick

Wie wäre es mal mit einem Ausflug zu einem Flughafen? Die Besucherterrasse am Terminal 2 des Frankfurter Airports bietet einen tollen Logenplatz mit Blick auf Starts und Landungen von Fliegern aus aller Welt.

Besucherterasse am Flughafen / Grafik: GFFB

Der Flughafen Frankfurt ist der größte Airport Deutschlands und gehört zu den internationalen Drehkreuzen im Flugverkehr. In der Regel besucht man den Flughafen nur, wenn man in die Ferne reisen will – doch in Frankfurt ist der Besuch des Flughafens mit seinen startenden und landenden Flugzeugen möglich, ohne einen Cent zu bezahlen, wie Erlebnisraum Frankfurt bereits berichtete. So fährt man mit dem Skytrain umsonst von Terminal 1 zu Terminal 2 und kann sich vor die riesige Glasfront stellen, oder aber der Interessierte macht sich ein paar schöne Stunden auf der kostenfreien Besucherterrasse, die gemeinhin als „schönster Balkon Frankfurts“ bezeichnet wird. Neben den vielen Starts und Landungen können die Besucher*innen dort auch das Airport-Business mit seinen vielen kleinen und großen Prozessen entdecken, die rundherum während der Abfertigung stattfinden. Dank eines Überwurfschutzes, der mit Aussparungen für Fotoaufnahmen versehen ist, kann die Terrasse ohne Sicherheitskontrolle betreten werden. „Hier können Sie Fernweh schnuppern, Ihre Gedanken mit den startenden Flugzeugen auf Reisen schicken oder einfach auf einer der zahlreichen Sitzgelegenheiten entspannen”, schwört der Betreiber, die Fraport AG, alle Besucher*innen ein.

Kontakt:
Besucherterrasse am Flughafen Frankfurt
Frankfurt Airport Services Worldwide
60547 Frankfurt am Main
Tel: 069 6900
E-Mail: info@fraport.de
Öffnungszeiten:
Mo bis So von 10:00 – 18:00 Uhr
Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung

15. Da blüht Ihnen was!

Seit über 200 Jahren existiert in der Mainmetropole ein Botanischer Garten. Er befindet sich zwischen dem Palmengarten und dem Grüneburgpark im Frankfurter Westend. Heute ein Ort der puren Erholung.

Gras Blumen Bienen
Blumenwiese / Grafik: Clker-Free-Vector-Images, Pixabay

Grün, grün, grün: Der Botanische Garten in Frankfurt ist immer einen Blick wert. Wenn sich die Sonne im Westend hinter den Bäumen zeigt, präsentiert sich diese Wohlfühloase besonders einladend. Dann strecken in den Beeten die ersten Blumen ihre Köpfe ans Licht. Hier findet das Publikum im Gegensatz zum Palmengarten keine exotischen Pflanzen aus weit entfernten Ländern. Vielmehr liegt der Schwerpunkt auf einheimischen Heilpflanzen, wie sie von Ärzt*innen und Apotheker*innen genutzt wurden. Eingeteilt ist der Garten in unterschiedliche Biotope wie etwa Hochgebirge, Teiche oder verschiedene Wälder. Aber nicht nur Pflanzen gibt es dort zu bestaunen. Die grüne Oase leitet viele Projekte, die dem Erhalt der Natur dienen. So wurden drei verschiedene Moore angelegt, in denen zum Beispiel Amphibien wie Unken leben. Zusätzlich wurde ein vulkanisches Areal mit einem Basaltbach gänzlich umgestaltet. Im Areal lebt übrigens auch eine der ältesten und natürlichsten Formen der Imkerei wieder auf: die Zeidlerei. Vor sieben Jahren wurde in luftiger Höhe an einem fünf Meter hohen gekappten Stamm einer abgestorbenen Rot-Buche (Fagus sylvatica) eine sogenannte Klotzbeute angebracht. Später dann zog ein Bienenschwarm ein, um ihn mit Waben auszufüllen. Heute kann man das rege Treiben der Bienen um und im Bienenhaus verfolgen. Zusätzlich zum Botanischen Garten finden weitere, meist kostenlose Veranstaltungen statt, die im Gartenprogramm nachgelesen werden können. Der Eintritt ist frei. Er ist vom März bis Oktober täglich geöffnet, und vom November bis Februar geschlossen. (DE/RHD/2023)

Kontakt:
Botanischer Garten der Stadt Frankfurt am Main
Siesmayerstraße 72
60323 Frankfurt am Main
Tel: 069 21239058
E-Mail: info@botanischergarten-frankfurt.de

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