Grünes Frankfurt: Hausen

Nidda in Hausen/ Foto: Karola Neder
Nutrias an der Nidda in Hausen

Eine naturnahe Lage und die Nähe zur Nidda zeichnet das ehemalige Mühlendorf Hausen aus. Die Grünflächen des Niddaparks erstrecken sich über ein weites Gebiet des Stadtteils. Am Niddaufer liegt auch das Freibad Hausen mit beheiztem Schwimmbecken, großer Liegewiese sowie Spiel- und Sportflächen. An einem Altarm der Nidda befindet sich das Vogelschutzgehölz Hausener Auwald mit einer großen Artenvielfalt.

Niddapark

Niddapark/ Foto: Karola Neder

Der Volkspark Niddatal (kurz Niddapark) liegt auf den Gemarkungen von Praunheim, Ginnheim, Bockenheim und Hausen und erstreckt sich somit gleich über mehrere Stadtteile von Frankfurt. Im Norden grenzt er an die Siedlung Römerstadt in Heddernheim. Nach dem Stadtwald ist der Volkspark die zweitgrößte Grünfläche der Mainmetropole. Anläßlich der Bundesgartenschau (BUGA), die 1989 in Frankfurt stattfand, wurde das weitläufige Gelände mitsamt Park neu ausgebaut und gestaltet. Später wurden die aufwändigen Bepflanzungen wieder zurückgebaut und das Gebiet wurde im darauffolgenden Jahr als Volkspark für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Lindenallee und die Sandstein-Bastionen sind noch Überbleibsel aus den Zeiten der Bundesgartenschau. Heute ist das ehemalige BUGA-Gelände Landschaftsschutzgebiet, und ein Teil des Grüngürtel-Radrundweges verläuft durch diese grüne Oase.

Im Ursprung ist das Gebiet rund um das Niddaufer eine weitläufig naturnahe Auenlandschaft. Diese Naturnähe in Verbindung mit dem kultivierten Bereich macht das Areal sehr vielschichtig und facettenreich. Blumen- und Kräuterwiesen, Haine und Gebüschzonen, Gehölze und kleine Waldbereiche lassen das Herz von Naturfreund*innen und Spaziergänger*innen höher schlagen. Es gibt großzügige Spielflächen für Kinder, ein Hundeauslaufplatz ohne Leinenzwang für alle Hundeliebhaber, Sportplätze und ein Fitnessparcours für Freizeitsportler*innen. Die weitläufigen Wiesen mit Blick auf den Frankfurter Fernsehturm, Radwege, Gastronomieangebote und Kleingartenanlagen machen den Niddapark für viele Besucher*innen zu einer attraktiven Anlaufstelle. Sehenswert ist auch die Open-Air-Graffiti-Galerie unter einer dunklen Brücke im Park. Die Kunstwerke fertigten internationale Graffiti-Künstler*innen, ein Teil entstand auch in Workshops mit Jugendlichen.

Niddapark/ Foto: Karola Neder
Volkspark Niddatal

Östlich an der Ginnheimer Seite befindet sich das Ginnheimer Wäldchen, an der Hausen-Praunheimer Seite bildet das Praunheimer Wäldchen die Randzone, während das Nachtigallenwäldchen direkt entlang der Nidda verläuft. Den Abschluss an der Hausener Terrasse bildet ein Spielplatz mit Turn- und Schaukelgeräten. Hier von der erhöhten Aussichtsplattform bietet sich ein Blick über weite Teile des Parks.

Infotafel mit Plan Volkspark Niddatal (PDF 5,63 MB)
(Quelle: www.frankfurt.de)

Niddapark
Ginnheim/Hausen/Praunheim/Bockenheim
Frankfurt am Main
Google Maps

Vogelschutzgehölz Hausener Auwald

Hausen Vogelschutzgebiet/ Foto: Karola Neder
Hausen Vogelschutzgebiet

Das Vogelschutzgebiet befindet sich an einem Altarm der Nidda nahe am Hausener Wehr und ist ein naturbelassener Wald mit altem Baumbestand. Unter anderem findet man dort eine etwa 250 Jahre alte Eiche und einen ungefähr 100 Jahre alten Weißdorn. Baumläufer, Meisen und Kleiber haben ihre Brutplätze im Gehölz, und auch der Eisvogel und der seltene Mittelspecht sind hier zuhause. Viele Insekten und andere Tiere finden hier im Totholz einen naturbelassenen Lebensraum. Das Gelände ist eingezäunt und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Gebiet gehört zum Frankfurter Grüngürtel.

Vogelschutzgehölz Hausener Auwald
60488 Frankfurt am Main
Google Maps

Quellen: Website der Stadt Frankfurt, Wikipedia, Eigenerhebung
Fotos (soweit nicht anders angegeben): Karola Neder