Auf gute Nachbarschaft

Auf gute Nachbarschaft

Zum zehnjährigen Jubiläum öffnete sich nebenan.de bundesweit, sodass es allen Menschen in Deutschland möglich ist, sich direkt in ihrer lokalen Umgebung zu registrieren – unabhängig von den bisherigen Zugangsbeschränkungen. Zuvor war es notwendig, dass in einer Nachbarschaft mindestens 100 registrierte Nutzer*innen existierten. Nun ist es auch möglich, dass kleinere Nachbarschaften direkt miteinander vernetzt werden. nebenan.de betrachtet die Öffnung als ein „deutliches gesellschaftliches Signal für mehr Nähe, Miteinander und Teilhabe im Alltag“ und als Maßnahme „Einsamkeit zu reduzieren“, heißt es in einer Mitteilung.

Beginn einer neuen Ära

Wie weit Einsamkeit in der Gesellschaft verbreitet ist, verdeutlicht der aktuelle Wirkungsbericht der Plattform: In Großstädten empfinden demnach 36 Prozent der Frauen, und in Mittelstädten 42 Prozent der Menschen regelmäßig Einsamkeit. Zudem würden regelmäßige Nutzer*innen der Plattform 19 Prozent weniger Einsamkeit im Vergleich zu Neu-Registrierten empfinden. „Daher ist die Öffnung der Nachbarschaftsplattform mehr als ein technischer Schritt: Sie markiert den Beginn einer neuen gesellschaftlichen Ära. nebenan.de wird zur flächendeckenden sozialen Infrastruktur, zum digitalen Rückgrat einer Gesellschaft, die echte Verbindung sucht“, heißt es in einer weiteren Meldung dazu vom Anteilseigner, der Burda AG.

2015 wurde nebenan.de von der Berliner Start-up-Firma Good Hood GmbH ins Leben gerufen. Die Plattform ermöglicht es Privatpersonen, zu teilen, zu tauschen, zu helfen, zu schenken, zu verleihen und sich zu verabreden, so die Werbung des Sozialunternehmens. „Gründer Christian Vollmann hatte die Idee dazu, weil er nach seinem Umzug nach Berlin mehr Leute aus der Nachbarschaft kennenlernen wollte. Die erste kleine Online-Gemeinschaft in der Straße hatte bald so viele Mitglieder, dass er sicher war: das geht auch größer“, berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). Seit sechs Jahren nun gehört das Unternehmen zu 61 Prozent dem Medienkonzern Hubert Burda Media. Die Finanzierung der Plattform erfolgt über drei Säulen: durch freiwillige Beiträge von Nutzer*innen, durch kostenpflichtige sogenannte Gewerbeprofile und durch Werbung.

Von Babysitter bis Pflanzensitter

nebenan.de zählt den eigenen Angaben nach derzeit über Millionen Nutzer*innen in mehr als 15.000 Nachbarschaften. Vorrangiges Ziel der Plattform sei es, Leute zu vereinen, um gemeinschaftliches Handeln in Nachbarschaften zu unterstützen – sei es durch gegenseitige Hilfe, Tauschgeschäfte oder das Verschenken von Gegenständen. So dient nebenan.de kostenlos und lokal als Plattform zum Etablieren und Pflegen nachbarschaftlicher Beziehungen. Wer beispielsweise einen Hundesitter, Babysitter oder Pflanzensitter benötigt, findet in dem Nachbarschaftsnetzwerk Unterstützung. Darüber hinaus sind auf der Plattform allgemeine Informationen zu Flohmärkten, Kuchenbasaren, Kinderfesten oder Senior*innen-Treffen in der direkten Nachbarschaft abrufbar.

Zur Registrierung

Um sich auf der Plattform zu registrieren, benötigen interessierte Personen lediglich eine E-Mail-Adresse für die kostenlose Registrierung. Das geht auch über die App für das Smartphone. nebenan.de erklärt online, dass ein echter Name für respektvollen Umgang und vertrauensvolle Kommunikation notwendig sei. Zudem seien Klarnamen erforderlich, um sicherzustellen, dass nur echte Anwohner*innen einer Nachbarschaft registriert sind. „Mit Klarnamenpflicht, klaren Regeln gegen Hassrede und dem Verzicht auf algorithmische Manipulation setzt nebenan.de bewusst auf Transparenz und Authentizität – für eine digitale Plattform, die reale Gemeinschaft stärkt“, wird Philipp Witzmann, Chief Executive Officer (CEO) von nebenan.de ergänzend in einer Burda-Mitteilung zitiert. Die Plattform benötigt zudem die vollständige Adresse, um neu registrierten User*innen der korrekten Nachbarschaft zuordnen zu können. Um die Adresse erfolgreich zu verifizieren, wie etwa für den Versand einer Postkarte, sei auch die Angabe der Hausnummer erforderlich.

Was Facebook, Instagram und Co. für die globale Netzwerk-Community ist, soll nebenan.de für lokale Nachbarschaftsgemeinschaften sein. Der unmittelbare, persönliche und soziale Kontakt ist hier entscheidend. Die Leserschaft kann im ganzen Stadtgebiet oder in einem bestimmten Stadtteil nach ihren individuellen Interessen suchen. Laut den Statistiken der Gesellschaft zählt nebenan.de für Frankfurt am Main über 105.000 Nutzer*innen (Stand Juni 2025), wodurch die Stadt zu einer der aktivsten gehört. In dieser Disziplin liegt nur die Hauptstadt Berlin mit 610.618 Nutzer*innen weiter vorne, gefolgt von München (276.626 Nutzer*innen), Hamburg (262.741 Nutzer*innen) und Köln (158.770 Nutzer*innen).

Kontakt:
Good Hood GmbH / nebenan.de
Köpenicker Straße 154
10997 Berlin
E-Mail: kontakt@nebenan.de
Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft
Arabellastraße 23
81925 München
Tel: 089 / 9250-0
E-Mail: info@hubert-burda-media.com

Nachbarschaft in Frankfurt

Begegnungsorte, die das nachbarschaftliche Miteinander, die soziale Integration und den Austausch zwischen den Generationen fördern, bieten zum Beispiel Mehrgenerationenhäuser, Begegnungszentren, Stadtteiltreffen und vergleichbare Einrichtungen in Frankfurt. Sie dienen als Anlaufstellen für Menschen jeder Herkunft und jeden Alters. Hier erhalten interessierte Leser*innen detailliertere Informationen dazu. Diese Mehrgenerationenhäuser vereinen unterschiedliche Angebote an einem Ort und dienen als Treffpunkt für Menschen aller Altersklassen. Sie stellen einen Ort für Gemeinschaft, soziale Betätigung und wechselseitige Hilfe bereit, an dem sich Menschen aller Altersgruppen begegnen können. Damit sind sie für alle zugänglich und bieten Begegnungen, Beratungen und Aktivitäten für Menschen jeden Alters an. Im Einzelnen heißt das: Hausaufgabenhilfen, Senior*innen-Sport, Lesekreise, Ausstellungen und interkulturelle Projekte. Generell stehen die Nachbarschaft, Teilhabe und der Austausch im Fokus. Aktuell gibt es in Frankfurt am Main drei staatlich geförderte Einrichtungen, die offiziell am Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) teilnehmen. Weitere Informationen dazu stehen hier in PDF-Form (Download / 940 KB) zur Verfügung. Die drei Häuser im Einzelnen:


Das kommunale Programm Aktive Nachbarschaft bietet eine weitere Möglichkeit in der Mainmetropole. Ziel ist es, die Selbsthilfemöglichkeiten und das Potenzial der Anwohner*innen konkret zu fördern. Dabei kommen verschiedene Programmbausteine zum Einsatz: Die Aktivierung der Anwohner*innen, die Stärkung der lokalen Wirtschaft und die Verbesserung der sozialen und kulturellen Aktivitäten sowie der Wohn- und Lebensbedingungen.

Ergo: Das Vernetzungsangebot in Frankfurt bietet eine sehr große Gelegenheit, die Nachbarschaft kennenzulernen. Die Entscheidung, welche der Nutzungsmöglichkeit in Anspruch genommen werden soll, ist je nach persönlicher Präferenz sehr individuell. Auf gute Nachbarschaft!

Titel-Foto: Mehrgenerationenhaus-Gallus; DN / GFFB

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