Grünes Frankfurt: Praunheim

Praunheim Nidda/ Foto: Karola Neder
Nidda in Praunheim

Abgesehen von einem schönen alten Dorfkern ist Praunheim geprägt von Siedlungsstrukturen, die sich aufgrund der Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg gebildet hatten. Entlang der Ludwig-Landmann-Straße erstreckt sich beispielsweise die Bauhaussiedlung Westhausen, die Siedlung Praunheim verläuft zwischen Heerstraße und Nidda, vom funktionalen Baustil der 1970er Jahre geprägt ist die Heinrich-Lübke-Siedlung. Das Nordwestkrankenhaus und die Praunheimer Werkstätten befinden sich ebenfalls in dem Stadtteil. Die Werkstätten sind überregional bekannt und bieten Menschen mit Behinderung Arbeitsgelegenheiten und professionelle Begleitung an. Teile des ehemaligen BUGA-Geländes im Volkspark Niddatal sind dem Praunheimer Gebiet zugeordnet, außerdem durchfließt die Nidda den Ort und sorgt für abwechslungsreiche Ausflugsziele im Grünen.

Niddapark

Der Volkspark Niddatal (kurz Niddapark) liegt auf den Gemarkungen von Praunheim, Ginnheim, Bockenheim und Hausen und erstreckt sich somit gleich über mehrere Stadtteile von Frankfurt. Im Norden grenzt er an die Siedlung Römerstadt in Heddernheim. Nach dem Stadtwald ist der Volkspark die zweitgrößte Grünfläche der Mainmetropole. Anläßlich der Bundesgartenschau (BUGA), die 1989 in Frankfurt stattfand, wurde das weitläufige Gelände mitsamt Park neu ausgebaut und gestaltet. Später wurden die aufwändigen Bepflanzungen wieder zurückgebaut und das Gebiet wurde im darauffolgenden Jahr als Volkspark für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Lindenallee und die Sandstein-Bastionen sind noch Überbleibsel aus den Zeiten der Bundesgartenschau. Heute ist das ehemalige BUGA-Gelände Landschaftsschutzgebiet, und ein Teil des Grüngürtel-Radrundweges verläuft durch diese grüne Oase.

Praunheim Niddapark/ Foto: Karola Neder
Niddapark mit Blick auf den Fernsehturm

Im Ursprung ist das Gebiet rund um das Niddaufer eine weitläufig naturnahe Auenlandschaft. Diese Naturnähe in Verbindung mit dem kultivierten Bereich macht das Areal sehr vielschichtig und facettenreich. Blumen- und Kräuterwiesen, Haine und Gebüschzonen, Gehölze und kleine Waldbereiche lassen das Herz von Naturfreund*innen und Spaziergänger*innen höher schlagen. Es gibt großzügige Spielflächen für Kinder, ein Hundeauslaufplatz ohne Leinenzwang für alle Hundeliebhaber*innen, Sportplätze und ein Fitnessparcours für Freizeitsportler*innen. Die weitläufigen Wiesen mit Blick auf den Frankfurter Fernsehturm, Radwege, Gastronomieangebote und Kleingartenanlagen machen den Niddapark für viele Besucher*innen zu einer attraktiven Anlaufstelle. Sehenswert ist auch die Open-Air-Graffiti-Galerie unter einer dunklen Brücke im Park. Die Kunstwerke fertigten internationale Graffiti-Künstler*innen, ein Teil entstand auch in Workshops mit Jugendlichen.

Östlich an der Ginnheimer Seite befindet sich das Ginnheimer Wäldchen, an der Hausen-Praunheimer Seite bildet das Praunheimer Wäldchen die Randzone, während das Nachtigallenwäldchen direkt entlang der Nidda verläuft. Den Abschluss an der Hausener Terrasse bildet ein Spielplatz mit Turn- und Schaukelgeräten. Hier von der erhöhten Aussichtsplattform bietet sich ein Blick über weite Teile des Parks.

Infotafel mit Plan Volkspark Niddatal (PDF 5,63 MB)
(Quelle: www.frankfurt.de)

Niddapark
Ginnheim/Hausen/Praunheim/Bockenheim
Frankfurt am Main
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Niddaufer und Niddawiesen

Rund um den Uferweg an der Nidda bietet sich eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und zur Erholung im Grünen. So erstreckt sich ein Rad- und Spazierweg entlang des Flusses. Liegewiesen und Sitzbänke säumen das Ufer, Kleingartenanlagen, ein Spielplatz und der Grillplatz Praunheimer Hohl  sind beliebte Anlaufstellen für den Aufenthalt im Grünen. In Praunheim befindet sich außerdem ein Altarm der Nidda. Dort nahe der Straße „Am Treutengraben“ erstrecken sich an der Flussaue naturnahe Grünflächen, auf der sich eine natürliche Vegetation mit standortsgemäßen Pflanzen entwickelt hat.

Praunheim
60488 Frankfurt am Main
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Quellen: Website der Stadt Frankfurt, Wikipedia, Eigenerhebung
Fotos (soweit nicht anders angegeben): Karola Neder