Gärtnern im Einklang mit der Natur

Urban Gardening

Urban Gardening nach den Prinzipien der Permakultur/ Foto: Karola Neder
Urban Gardening/ Foto: Karola Neder

Nicht zuletzt durch Klimawandel und belastete Lebensmittel ist im Laufe der letzten Jahre bei vielen Stadtbewohner*innen der Wunsch laut geworden, ihren Speiseplan mit selbst angebauten gesunden Nahrungsmitteln zu bereichern. In sogenannten „Urbanen Gärten“ bietet sich die Möglichkeit, Erholung, Selbstversorgung und soziales Miteinander zu vereinen. Zusätzlich stehen solche gemeinschaftlichen Stadtgartenprojekte für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und einen bewußteren Umgang mit unseren Lebensmitteln. Die „grünen“ Experimentierräume sind häufig in sich geschlossene Ökosysteme und entstehen meistens nach den Prinzipien der Permakultur.

Permakultur

Permakultur kann als eine ökologische Philosophie verstanden werden. Das Prinzip beruht unter anderem auf dem Verzicht auf Kunstdünger und Pestizide, das naturnahe Bewirtschaften der Flächen, Anlegen von Mischkulturen und somit eine nachhaltige, dauerhafte Nutzbarkeit der Böden. Der Umgang mit den natürlichen Ressourcen erfolgt dabei mit Bedacht und schont die Umwelt. Auch die Einsparung von Transportkosten und Treibhausgasen trägt zur Klimafreundlichkeit bei. All dies kommt der Förderung und dem Erhalt der Artenvielfalt zugute und somit nicht zuletzt dem Menschen selbst.

Permakultur will mit der Natur arbeiten – und nicht gegen sie.

Drei Grundsätze sind maßgeblich bei der Permakultur:

  • Earth Care – Fürsorge für die Erde
  • People Care – Fürsorge für den Menschen
  • Fair Share – Gerechtes Teilen von überschüssigen Ressourcen

Bei einer Bewirtschaftungsform mit Permakultur sollen die Erträge – bei minimalem Arbeitsaufwand – langfristig in ausreichender Höhe sichergestellt sein. Das Wohl von Mensch, Tier und Pflanze wird berücksichtigt. Nach diesem ganzheitlichen Denken entstehen naturnahe Kreisläufe, die nicht nur ökologische Zusammenhänge berücksichtigen, sondern auch das soziale Miteinander in den Vordergrund stellen. Permakultur-Projekte funktionieren nach ethischem Denken und sind bedacht auf die Begrenzung von Konsum und Wachstum und das Teilen von Überschüssen.

Entstehungsgeschichte

Permakultur wurde in den 1970er Jahren in Australien entwickelt. Bill Mollison und David Holmgren suchten nach einer Möglichkeit, Landwirtschaft im Einklang mit der Natur zu gestalten und entwarfen das Konzept einer dauerhaften und nachhaltigen Anbauweise ohne Bodenbearbeitung, ohne synthetischen Dünger, ohne Unkrautbekämpfung und ohne Abhängigkeit von Chemikalien. Natürlich gewachsene Ökosysteme dienten der Permakultur dabei als Vorbild.

Links zum Thema:
https://www.meine-ernte.de/gartentipps/rund-um-den-gemuesegarten/permakultur/
https://www.permakultur.de/was-ist-permakultur/

Quellen: pflanzenforschung.de, Wikipedia, Meine Ernte, Was ist Permakultur?