Inspirierende Klippenformationen an einem beliebten Seebad hinterließen einen tiefen Eindruck bei Maler*innen und Schriftsteller*innen zugleich. Dieser künstlerische Austausch wurde zu einem Teil der Keimzellen für die Entstehung des Impressionismus im späten 19. Jahrhundert.
Mit rund 170 Werken aus französischen, deutschen und anderen Museen gibt das Städel in dieser Ausstellung eine Überblick. Es werden Gemälde, Zeichnungen und Fotografien, sowie historische Dokumente gezeigt. Darunter 24 Arbeiten von Claude Monet und anderen Größen wie Gustave Courbet und Eugène Delacroix.
Daneben sind auch Werke des Henri Matisse zu sehen, sowie Arbeiten vom sozial engagierten Maler Camille Corot.
Des weiteren werden Werke des Kunstsammlers und Mäzen Gustave Caillebotte, der Landschaftsmaler Johann Wilhelm Schirme und Eugène Lepoittevin, sowie dem kontemporären Landschaftsfotografen Elger Esser präsentiert.

Das Verholen eines Bootes. Erinnerungen an den Strand von Étretat, 1856
Öl auf Leinwand, 70,1 x 116,4 cm, Privatsammlung
Foto © Ader, Paris

Öl auf Leinwand, 65,6 x 92,4 cm
Städel Museum, Frankfurt am Main,
Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.

C-Print, gerahmtes DiaSec Face, Auflage 7/7, 129,3 x 183 cm, Privatsammlung
Foto © VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Étretat
Das ehemalige Fischerdorf an der französischen Küste wurde durch die Vielzahl von Kunstschaffenden vor Ort, welche darüber schrieben oder dessen Landschaft malten, bekannt.
Literarisch bekannt wurde der Ort durch den fiktiven Meisterdieb Arsène Lupin, der hier mit seinen Schätzen beheimatet war. Auch die bekannten Wellenbilder von Courbet entstanden hier.
Die berühmte Steilküste des Ortes ist heute durch 150 Jahre Tourismus und durch den Klimawandel bedroht. Mit der zeitlichen Spanne zwischen den unterschiedlichen Kunstwerken lassen sich die Veränderungen und die Fragilität solcher Orte erkunden.
Der Impressionismus
Zur klassischen Malerei gilt der Impressionismus als Gegenpol der Kunstschaffenden im 19. Jahrhundert. In dieser Epoche passt man sich unter dem Einfluss des Lichts wechselnden Farbgebungen in der jeweiligen Umgebung an.
Es geht also um Eindrücke, die primäre Gestaltung von Farben zu erfassen, und nicht um eine konstruierte Darstellung wie in der Klassik.
Ein weiterer Unterschied besteht auch darin, dass üblicherweise en plein air (unter freiem Himmel) gemalt wurde.
Einer der Einflüsse des Impressionismus war die Kunstrichtung des Realismus, welche die Realität ohne Stilisierung oder Idealisierung abzubilden versuchte – im Gegensatz zur Klassik oder Romantik.

Öl auf Leinwand; 65 x 81 cm
Foto © Hasso Plattner Collection

Öl auf Leinwand, 60 x 73,7 cm
National Gallery of Canada, Ottawa, Foto © MBAC

Clark Art Institute, Williamstown, acquired by Sterling und Francine Clark, 1933, Foto © The Clark Art Institute
Städel Museum
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main
Di – So: 10.00–18.00 Uhr
Do: 10.00–21.00 Uhr
Montag geschlossen
Dauer: 19.03. – 05.07.2026
Eintrittspreise
Erwachsene: 19 € (ermäßigt 17 € siehe Ticketinfo)
Frankfurt-Pass / Kulturpass: 1 €
Jugendliche mit obigem: 0,50 €
Kinder unter 12 Jahre: frei
Dienstags, 15:00 – 18:00 Uhr: 10 €
Barrierefreiheit: ja für Bewegungseingeschränkte
(außer Dach)
Korrektur gelesen von Daniela Roßband am 12.01.2026.



