Grünes Frankfurt: Nied

Der Stadtteil Nied liegt im Westen von Frankfurt zwischen den zwei Flüssen Nidda und Main. Beliebte Ausflugsziele im Grünen findet man dementsprechend rund um die Uferstrecken und im Mündungsdreieck von Main und Nidda. Der Niedwald und das angrenzende Nidda-Ufer laden zu einem Spaziergang in schöner Naturlandschaft ein.

Niedwald

Der Niedwald liegt im Westen der Stadt im Stadtteil Nied. In nördlicher Richtung öffnet sich der Wald zum Ufer der Nidda, weiter südlich wird der Wald in seinem Verlauf durch die Oeserstraße in zwei Teilstücke getrennt. Bemerkenswert: Die Oeserstraße ist Teil der historischen Handelsstraße Via Regia, welche die mittelalterlichen Messestädte Frankfurt und Leipzig miteinander verband. Der seit dem 13. Jahrhundert urkundlich belegte Wald in Nied entstand durch natürlichen Bewuchs sowie durch Aufforstung der ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen an der Nidda. Durch die Flussbegradigung der Nidda in den 1920er Jahren sind die Altarme Waldspitze und Grill’scher Altarm entstanden, die an den Wald angrenzen. Dort findet sich mittlerweile eine artenreiche Flora und Fauna ein. Der Grill’sche Altarm ist der größte Altarm der Nidda.

Auch wenn Hochwasser und Überschwemmungen seit der Flussbegradigung nicht mehr das vorherrschende Thema sind, handelt es sich beim Niedwald nach wie vor um einen Hartholz-Auwald, das heißt hier etablieren sich Gehölze, die den Wechsel zwischen Überschwemmungen und Trockenheit tolerieren können. Vorherrschende Baumarten sind Hainbuche, Wildkirsche, Esche und Ahorn sowie vereinzelte dominante Eichen, die zum Teil 250 Jahre alt sind. Im Frühjahr wächst hier der Bärlauch im Unterholz und verströmt seinen unverkennbaren Duft. Die Wanderwege im Niedwald sind vorwiegend unbefestigt und ebenerdig, außerdem führt ein Reitweg durch den Wald. Im südlichen Teil des Waldstücks befindet sich das ehemalige Wasserwerk Griesheim. Heute engagiert sich der Verein „Waldwerk e.V.“ dort für diverse Umweltschutzprojekte rund um Griesheim, unter anderem der weiträumigen Abzäunung der Oeserstraße während der jährlichen Krötenwanderung. Im Nordwesten des Niedwaldes stößt man auf den Selzerbrunnen. Das Wasser des 38 Meter tiefen Mineralwasser-Brunnens weist einen hohen Härtegrad auf und ist chlorid- und eisenhaltig, aber ansonsten trinkbar. Der Niedwald gehört zum Gebiet des Frankfurter Grüngürtels. Interessant hierzu ist auch die Videoreihe der Stadt Frankfurt „Kleine Fluchten“: Niedwald und Sossenheimer Unterfeld.

Niedwald
65934 Frankfurt am Main
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Wörthspitze

An der Gemarkungsgrenze zwischen den Frankfurter Stadtteilen Höchst und Nied mündet die Nidda in den Main. Hier kurz vor der Mündung bildet sich die langgestreckte Halbinsel Wörthspitze zwischen Nidda und Main. Abgesehen von dem Blick auf die Niddamündung und den Main bietet der Park an der Wörthspitze große Rasenflächen, einen öffentlichen Hundeauslauf, Liegewiesen und Spielflächen. Äußerst beliebt ist der Park auch bei Radfahrern, die vom Niddaradweg kommen und hier stranden. Von der Mainzer Landstraße in Nied führen kleine Parkwege zur Wörthspitze, von dort führt eine Fußgängerbrücke über die Nidda zum Höchster Mainufer. Der Park an der Wörthspitze ist Ausgangspunkt des Frankfurter Grüngürtels.

Wörthspitze
Mainzer Landstraße
65934 Frankfurt am Main
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Quellen: Website der Stadt Frankfurt, Wikipedia, Eigenerhebung
Fotos (soweit nicht anders angegeben): Karola Neder