TeaserbildAm 14. Februar 2016 eröffnete im Heinz-Ziemer-Haus der SG Riederwald Abt. Sport & Spiel, das erste Stadtteil-Café. Es ist ein Ort der Begegnung und Unterhaltung für die Bewohner*innen aus der Riederwaldsiedlung.

 

  

Riederwaldistbunt2Die Initiative Stadtteiltreff (IST) hatte sich im letzten Jahr aus dem Riederwald-Fo­rum gegründet. Das Team hatte nach ge­eigneten Räumlichkeiten im Umfeld des Stadtteils gesucht, um den Bewohner­*innen einen Treffpunkt für jung und alt zu ermöglichen. Es gibt in der Siedlung kaum Möglichkeiten, bei der sich Nachbarn und Freunde an einem schönen Ort treffen können. Deshalb entstand die Idee daraus ein Café zu gründen. Unterstützt wird das Projekt des Stadteilcafés durch die DRIN-Initiative der evangelischen Kirche Hes­sen-Nassau, dem Frankfurter Programm „Aktive Nachbarschaft“, der Diakonie Frankfurt und der evangelischen Phili­ppus-Gemeinde im Riederwald. Anfangs vor der eigentlichen Eröffnung wurden im Riederwald 2500 Flyer verteilt, um die Bekanntmachung des Cafés an die Bewohner zu bringen. Nach Absprache und Über­einstimmung mit dem Vorsitzenden von Sport & Spiel,  Michael Radowski, war das Heinz-Ziemer-Haus dazu am besten geeignet. Es bietet alles was für ein Café benötigt wird.

 

1329671 m3w605h320q75v11873 ffo stadteilcaf 010216 4cDer große Aufenthaltsraum hat eine Bar, einen Kaffeeautomaten der Anfangs ge­least und später gekauft wurde, Kühl­schrank für die Torten, eine Spüle und einen Geschirrschrank. In der Küche stehen Herd und Spülmaschine. Der Raum wird jeden Sonntag von 15-17:30 Uhr angemietet. Das Team, das aus ehrenamtlichen Helfern besteht, organisiert Kuchen, Kaffee und verschiedene Getränke. Vor Eröffnungsbeginn werden Tische und Stühle aufgebaut und die Heizung angestellt. Im Sommer kann man sich draußen vor dem Vereinsheim aufhalten. Das Angebot ist reichlich und abwechslungsreich. Auch die Verkaufspreise sind für den kleinen Geldbeutel moderat. Zunächst war das Café noch recht zahlreich besucht, ließ aber im Laufe des Jahres immer mehr nach. Das lag zum einen daran, dass der Weg zum Café gerade für ältere Besucher sehr schwer begehbar ist, da er unbedingt saniert werden müsste. Zum anderen haben sich einige Besucher über den muffigen Geruch des Cafés negativ geäußert. Deshalb ist es wichtig, in den wärmeren Monaten alle Fenster zu öffnen, damit die warme Luft den Raum austrocknet.

 

BILD0685Acht ehrenamtliche Helfer haben sich abwechselnd jeden Sonntag die Aufgaben des Cafés aufgeteilt, um den Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. In den Schulferien oder an Feier­tagen hatte das Café geschlossen, damit die Mitstreiter mit ihren Familien und Kindern auch anderen Interessen nach­gehen konnten. Anfangs waren auch Gäste, die zur musikalischen Unterhaltung beitrugen, eingeladen. Das war aber den Gästen teilweise zu laut gewesen, weil man sich nicht unterhalten konnte. Und so kam es, dass immer weniger Besucher das Café besuchten. Die Stammgäste die sich fast jeden Sonntag hier trafen, kannten sich sowieso schon. Andere Bewohner hatten entweder kein Interesse oder die Gesellschaft war nicht jedem recht. Deshalb musste sich in dem Café etwas gravierendes ändern, sonst drohte das Aus und alle Bemühungen wären umsonst gewesen.


1788191 m3w605h320q75v43980 fff Riederwald MENZEL 6 4cIm Januar 2017 trafen sich die Rieder­wälder erneut zusammen, um die Zukunft des Stadtteilcafés zu sichern. Die Diskuss­ionsleitung übernahm der neue Quartiers­managementleiter Sebastian Wolff. Am wichtigsten war das Thema: Warum sind die Besucherzahlen rückläufig geworden? Finden sich noch weitere ehrenamtliche Mitstreiter die sich jeden Sonntag um die Gäste kümmern? Gibt es jenseits des Betriebes das Bedürfnis nach weiteren Angeboten und einem Stadtteiltreff? Die Riederwälder diskutierten über die Fragen und notierten ihre Gedanken auf Karteikarten. Etliche Vorschläge wurden gesammelt und ausdiskutiert. Am Ende der Runde fanden sich doch noch Mitstreiter die sich zum Dienst zur Verfügung stellten, sodass sich die Liste derjenigen, die sich für das Projekt einbringen möchten, füllte. Jetzt stand der Plan: Im Februar macht das Stadtteilcafé Pause. Die Zeit soll für die Organisation und die Einarbeitung der Neuen im Team genutzt werden.

 

BILD0297Ab März geht es weiter. Es soll erst einmal alles so weiterlaufen wie bisher. Der Quartiersmanager selbst hat auch einen Auftrag bekommen. Er werde Gruppen und Vereine im Stadtteil ansprechen, ob sie Interesse und Kapazitäten haben, sich mit Beiträgen für ein zusätzliches, kulturelles Angebot einzubringen.


Text: Pet

Fotos: Pet, Quartiersmanagement, FNP

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