Heddernheim


Zu den zentralen Stadtteilen des Nordens gehört Heddernheim. Ein Stadtteil, der nicht nur wegen seines Karnevals bekannt ist. Viele schöne Nischen finden sich im Grünen und laden zur Erholung ein. Ein kleiner Spaziergang in diesem Artikel lädt dazu ein.


Erreichbarkeit:

Der Frankfurter Stadtteil Heddernheim ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der VGF zu erreichen. Vom Südbahnhof ausgehend, durch die Innenstadt (Hauptwache) kommt man alle paar Minuten mit der U1, U2, U3 und der U8 bis nach Heddernheim. Einige Buslinien (vom Nord-West-Zentrum kommend) ergänzen die Möglichkeiten, den Stadtteil Heddernheim näher kennenzulernen.

U-Bahn-Station Heddernheim (Mit Bus-Linien-Anschluß)

Gemütlichkeit:
Unser Bericht beginnt entlang der Nassauer Straße (Einmündung von der Dillenburger Straße), vorbei an der Thomaskirche. Schon hier lädt der Altstadt-Flair zum Verweilen ein. Im “Ristorante Messina“ gibt es ein schönes Gartenlokal, ganz im Stil vergangener Tage. Dort kann man sich ein Bierchen des „Schlappeseppl“ ebenso bestellen, wie eine italienische Pizza. Die Wohnhäuser gegenüber verfügen über Hinterhof-Gärten, die liebevoll gepflegt werden und deren Schönheit man schon im Innenhof einsehen kann. Für kleinere Köstlichkeiten steht ein Stückchen weiter die alte Frankfurter Traditionsbäckerei „Schaan“, die nicht nur in Heddernheim ihre Filiale hat. Das sehr schöne und einladende kleine Haus mit dem „Stehcafé“ bietet auch italienische Spezialitäten an, wie es draußen am Schaufenster angepriesen wird.

Thomaskirche
Gartenlokal Messina
Bäckerei Schaan


Architektur und Erholung:

Auffallend schön zeigt sich die harmonische Gestaltung der Altbauten und der Nachkriegsbauten der 1950er/60er Jahre. So ist der Blick an der Ecke Severusstraße in die Habelstraße ebenso ein Beleg dafür, wie der Blick auf das Gebäude der “Turnerschaft 1860 Ffm. -Heddernheim e. V.“ und der umliegenden Bauten. Die Verkehrslage ist zudem ruhig und der Weg in die nahegelegenen Erholungsgebiete und Wege kann gut zu Fuß erreicht werden. Selbst die Nebenstraßen der Neubaugebiete sprechen für sich. Ein Haus schöner als das andere und sogar die Vorgärten seiner Bewohner können sich sehen lassen.

Turnerschaft 1860 Ffm. – Heddernheim
Einsicht in die Habelstraße
Gartenidylle (Hinterhof)

Wohnstift und Fahrschule:
Für ältere Menschen gibt es zudem das “St. Katharinen-Wohnstift“ in der Severusstraße 47.
Diese wertvollen Menschen (Zeitzeugen) müssen so ihre gewohnte Umgebung nicht unbedingt verlassen, sondern können in diesem Stadtteil weiter leben und sind somit auch für ihre Angehörigen besuchbar und gut zu erreichen. Wer lieber mit dem Auto kommen möchte, jedoch bei seinen Fahrkünsten erhebliche Mängel aufweist, der darf sich gerne mit mehreren Fahrstunden bei der „Fahrschule Zweifel“ in der Severusstraße 31a anmelden. Wie man sieht, ist fast alles um die Ecke.

St. Katharinen-Wohnstift
Fahrschule Zweifel
St. Katharinen-Wohnstift

Idyllischer Ort und Ausflugsziel:
Die Straße “In der Römerstadt“ führt uns in einem Seitenweg auf der linken Seite zur U-Bahn-Station „Römerstadt“ hin, in die Kleingartenkolonie und an die „Nidda“. Ein Blick auf die Skyline Frankfurts ist ebenso drin, wie die Möglichkeit am Nidda-Fluss auf Parkbänken die Atmosphäre zu genießen. Besonders im Sommer bietet sie Spaziergängern, Kindern, Familien und Radfahrern ein ideales Ausflugsziel.

Seitenweg zur Nidda
Auf dem Weg zum Flußufer
Blühende Kleingärten
Parkbänke an der Nidda
Blaue Aussichten am Niddaufer
Besinnliche Wege am Flußufer

Ein eingemauerter Friedhof:
Schlendert man unabhängig davon den Weg weiter gerade aus entlang, so kommt man direkt zur U-Bahn-Station „Römerstadt“, die von den Linien U1 und U9 angefahren wird. Ganz in der Nähe befindet sich an der „Rosa-Luxemburg-Straße“ und den angrenzenden Wohnhäusern ein komplett eingemauerter Friedhof, der offenbar nicht für Besucher zugänglich ist. Nur wer groß genug ist, kann über diese Mauern den Friedhof mit den uralten Grabsteinen einsehen. Die Fläche ist komplett mit gemähtem Gras übersät und hat keine Gehwege. Den Inschriften nach zu urteilen, handelt es sich vermutlich um einen jüdischen Friedhof aus der Vorkriegszeit, den man vor Grabschändungen oder Vandalismus schützen will. Es ist aber auch möglich, dass er als unbegehbarer Teil zu dem nahe gelegenen „Friedhof Heddernheim“ gehört.

Geheimnisvoller Friedhof an der Rosa-Luxemburg-Straße in Heddernheim

Empfehlung:
Abschließend sei noch der Besuch im Nord-West-Zentrum zu empfehlen, den man von verschiedenen Seiten der Heddernheimer Wohnungsanlagen erreichen kann. Ein Einkaufsort, der sich seit kurzer Zeit auch einer Flächenerweiterung erfreut und zu neuen Einkaufserlebnissen einlädt. Wem das noch nicht reicht, der darf sich gerne in den „Titus-Thermen“ aufhalten oder sich an den ausgestellten Trachten in den Glas-Vitrinen des Karnevalsvereins erfreuen.

Text: rsi
Fotos: rus und rsi
Juli 2021

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