Das Offene Haus der Kulturen e.V.

Offenes Haus der Kulturen – Foto von Dirk R. Durchgraf

Das Offene Haus der Kulturen ist ein besonderer Ort, wo sich Menschen aus vielen unterschiedlichen Kulturen und verschiedenen Nationen begegnen können und kein Rassismus geduldet wird.

Der Verein, das Offene Haus der Kulturen, welcher sich im Studierendenhaus auf dem Bockenheimer Campus an der Mertonstraße befindet und 2009 gegründet wurde, ist ein Mittelpunkt des kulturellen und politischen Austauschs in der Stadt Frankfurt am Main.

Im Studierendenhaus auf dem Campus in Bockenheim befinden sich aktuell außerdem noch die Räume des „Allgemeinen Studierendenauschusses“ der Universität Frankfurt (AStA), das Café KoZ, das Uni-Kino „Pupille“ und ein Studierenden-Wohnheim. Seit 1971 beherbergt das Haus ebenfalls die Uni-Kita.

Rückseite KoZ aus Perspektive der Uni-Kita – Foto von Dirk R. Durchgraf

Der Architekt Otto Apel, leitender Architekt in der Frankfurter Aufbau AG in der Nachkriegszeit, hat das Studierendenhaus 1952 geplant und entworfen.

Die Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding hat das Studierendenhaus im Jahr 2011 gekauft. Ziel ist, dass letzteres durch das Offene Haus der Kulturen e.V. übernommen wird. Diesbezügliche Verhandlungen mit der Stadt Frankfurt am Main laufen noch.

Café KoZ – Foto von Dirk R. Durchgraf

Im Offenen Haus der Kulturen fanden früher zahlreiche Veranstaltungen statt. Außerdem gab es im Kommunikationszentrum „Café KoZ“ das sogenannte „Sonntagscafé“. Dort konnten unter Anleitung von Ehrenamtlichen Geflüchtete ihre PC-Kenntnisse weiterentwickeln. Ebenso wurden für Kinder Freizeitaktivitäten, wie Besuche der Lochmühle oder Filmvorführungen, organisiert. Entstanden war das „Sonntagscafé“ auf Initiative der Mitarbeiter*innen des Vereins. Das Offene Haus der Kulturen startete im Jahr 2015 eine Kooperation mit den Johannitern. Damals wurde die ehemalige Mensa „Labsaal“ zu einer von den Johannitern betreuten Geflüchtetenunterkunft umfunktioniert.

Labsaal (Mensa) – Foto von Dirk R. Durchgraf

Namhafte Künstler*innen haben über die Jahre im Offenen Haus der Kulturen e. V. gastiert.

Heinz Ratz 2012, mit seiner Tour „Hundert Brücken“, das internationale Ensemble Modern, im Rahmen des Theaterfestivals „Politik im Freien Theater“ und das Performance-Label „profikollektion“ anlässlich des 70. Jubiläums der Grundsteinlegung des Studierendenhauses mit ihrer Veranstaltung HORKHEIMERS GEIST 3.0. Professor Max Horkheimer war ein Frankfurter Sozialphilosoph, der im Institut für Sozialforschung lehrte und dieses auch leitete. Er beeinflusste die Frankfurter Schule maßgeblich.

Das Offene Haus heute

Plakette 2010 – Foto von Dirk R. Durchgraf

Im Offenen Haus der Kulturen findet jetzt jeden letzten Sonntag im Monat um 16:00 Uhr ein offenes Treffen statt. Veranstaltungen werden unter anderem genutzt, um die Arbeit des Vereins zu präsentieren und neue Mitglieder zu werben. Des weiteren finden regelmäßig verschiedenste interessante Vorträge und Podiumsdiskussionen statt. Zum Beispiel wurde hier eine Bosnien-Konferenz abgehalten unter dem Motto „Bosnien und Herzegowina – zwischen Dayton und Brüssel“ zur aktuellen Lage in Bosnien.

Quellen: Universität Frankfurt am Main, Uni-Kita Frankfurt, Café KoZ, Journal Frankfurt, Offenes Haus der Kulturen e.V., Heinz Ratz, Ensemble Modern, profikollektion, Institut für Sozialforschung, Wikipedia, frankfurter info

Text von Rainer S.