teaser.somSie sind ein passionierter Parkbesucher? Und, natürlich, Sie kennen den Güntersburgpark, den Grüneburgpark und, selbstredend, den Bethmannpark. Aber kennen sie auch den Sommerhoffpark?

 

 

 

Der Sommerhoffpark gilt als ein wenig bekannter Park in Frankfurt. Das kommt nicht von ungefähr: Der Park ist von außen nicht einsehbar und liegt zudem noch hinter einem Altenwohnheim der Arbeiterwohlfahrt. Niemand würde hier ein ca. 2, 47 Hektar großes Parkgelände mit üppigem Pflanzen- und Baumbewuchs vermuten, dass darüber hinaus auch noch an den Main angrenzt, mit Sicht auf das gegenüberliegende Licht- und Luftbad Niederrad.
PromUrsprünglich war das Gelände Teil des Landsitzes von Johann Noe Gogol, einem Frankfurter Bankier. Er ließ auf dem ehemals freien Areal im Jahre 1803 eine herrschaftliche Villa samt Anbauten und einer Parkanlage errichten.
Den Namen „Sommerhoffpark“ verdankt der Park allerdings dem Kaufmann Louis Sommerhoff, der das Anwesen 1883 erwarb.
Erreicht werden kann der Park ausschließlich über die Gutleutstraße, ein ca. 80 Meter langer Weg führt zum Parkgelände. Trotz seiner, im Vergleich zu anderen Parks, recht übersichtlichen Größe beeindruckt das Areal. Der Park lädt zum Flanieren ein und an den Nachwuchs wird auch gedacht: Ein Spielplatz wird gerade vom Grünflächenamt gereinigt und in Stand gesetzt. “Das ist mein Lieblingspark“, so einer der Arbeiter, “hier ist's recht ruhig und man kann prima Mittagspause machen!“, sagt er und deutet in Richtung Main. Und richtig, am Main angekommen kann man dem Mann nur Recht geben. Hier an der von Bäumen gesäumten Promenade stehen Holzbänke mit Blick auf den Main, auf denen es sich vortrefflich verweilen lässt. Auch die Außenbegrenzung zum Main hin, ein schmiedeeisernes Geländer des ehemaligen Landsitzes, ist noch vorhanden und erinnert an alte Zeiten. Folgt man der Uferpromenade in östlicher Richtung bekommt man auch einen Teil der einstigen Mauerumfriedung des Anwesens zu sehen. Als die Stadt Frankfurt das Grundstück 1928 übernahm und diese allgemein zugängliche Grünfläche nach sozialen Aspekten des „Neuen Frankfurt“ anlegte, gab es hier vielfältige Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche. Neben Erholungsmöglichkeiten und Spielplätzen konnte man damals auch in eingegrenzten Schwimmbassins im Main baden.

bild 01Der Baumbestand des Parks wird vor allem von großgewachsenen Platanen bestimmt, aber auch Nadelbäume und Ziergewächse sind darunter. Eine Besonderheit treffen wir inmitten des Parks an: eine Küstensequoia in imposanter Größe. Dieser Nadelbaum stammt ursprünglich aus Kalifornien, kann bis zu 2500 Jahre alt- und 130 Meter hoch werden. Welcher der beiden Vorbesitzer sie hier anpflanzen ließ, ist leider nicht bekannt. Weiter entlang des Wegs in nordöstlicher Richtung begegnen wir wieder dem bereits erwähnten Altenheim, das 1952 erbaut wurde. Bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1944 befand sich hier der bereits erwähnte Landsitz, eine im klassizistischen Stil erbaute Villa. Auf dem Weg zurück zur Gutleutstraße ist man um eine positive Erfahrung reicher: dieser Park ist jedenfalls kein Unbekannter mehr.

 

 

Text: sey

Fotos: kvr

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