teaser landwirtschaft

Eine Abwechslung zum typischen Großstadtleben ist ein Ausflug in landwirtschaftlich genutzte Areale. Das ist auch in Frankfurt ganz leicht möglich.

 

Großstädte verfügen meist dann über landwirtschaftliche Anbauflächen, wenn sie bäuerlich geprägte Orte eingemeindet haben. Zu den landwirtschaftlich genutzten Flächen zählen neben dem Pflanzenanbau und der Viehwirtschaft auch Feldgehölze und Streuobstwiesen sowie Gartenbaubetriebe mit Obst oder Zierpflanzen. Außerdem rechnet man Weinanbau, Fischzucht und nachwachsende (Energie-) Rohstoffe dazu.

In Frankfurt gibt es ca. 4000 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche, das sind etwa 15% des Stadtgebiets (auf der Erdoberfläche liegt der Durchschnitt bei 9,6 %). Das günstige Klima und der fruchtbare Boden sind der Grund, dass 90 % der Frankfurter Anbauflächen auch genutzt werden. Viehhaltung und Weiden sind eher selten. Dafür existieren als Besonderheit Feldgehölze und Streuobstwiesen, z.B. in Sossenheim oder Seckbach.

Es gibt ca. 90 landwirtschaftliche Betriebe in Frankfurt: wenige Großbetriebe, die vor allem Getreide und Zuckerrüben anbauen, kleinere Mischbetriebe, die traditionell arbeiten und Nischennutzer, wie die ballungsraumtypischen Pensionspferdehaltungen. Für die regionale oder lokale Versorgung der Bevölkerung existieren einige Hofläden (bzw. Ab-Hof-Verkäufe) und zahlreiche Wochenmärkte, auf denen auch Frankfurter Bauernhöfe ihre Produkte verkaufen. Außerdem bietet ein Hof die Möglichkeit zur Selbsternte.

Der Großteil der Betriebe befindet sich in den nördlichen Stadtteilen. Die Höfe und Hofläden sind verzeichnet auf http://www.land-partie.de/de/hof-suche.aspx. Teilweise werden spezielle Veranstaltungen für Kinder angeboten, um das Landleben und die Bauernhofwelt kennenlernen zu können.

Seit 1991 gibt es eine städtische Arbeitsgruppe, die die „Entwicklung einer umweltgerechten Landwirtschaft in Frankfurt am Main“ fördert, um eine nachhaltige Entwicklung der Frankfurter Landwirtschaft zu erreichen, indem zu sozialem, wirtschaftlichem und ökologischem Arbeiten angeregt wird.

Wer selbst Landwirtschaft im kleinen Maßstab betreiben will, kann das in seinem Kleingarten tun. Dort ist der Anbau zur Selbstversorgung erlaubt, kleinere Überschüsse werden aber oft an ein Laufpublikum verkauft. In Frankfurt gibt es etwa 15.000 Kleinparzellen in 112 organisierten Kleingartenvereinen mit ca. 16.000 Mitgliedern. Die Vereine oder der Dachverband (http://www.Stadtgruppe-Frankfurt.de) bieten auch zu diesen Themen Führungen, Auskünfte und Feste an.

Bei Spaziergängen durch die Felder erlebt man die Landwirtschaft hauptsächlich im ruhenden, wachsenden, reifenden Zustand, da trotz Intensivbewirtschaftung der zeitliche Aufwand für sichtbare Arbeit auf den Feldern nicht so groß ist. Im Norden Frankfurts, z.B. bei Kalbach, Nieder-Erlenbach oder Harheim/Bonames liegen die meisten augenfälligen Flächen landwirtschaftlicher Nutzung. Die innenstadtnächsten Flächen befinden sich in nördlich/nordwestlich von Oberrad (hinter der Gerbermühle). Hier wird vor allem Gartenbau (Schnittlauch) betrieben.

Viele alte Anbauflächen wurden im Lauf der Zeit umgewidmet, entweder als Bauland (z.B. Frankfurter Bogen) oder Erholungsfläche (z.B. Niddapark/Gartenschaugelände).

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