MG 2044 TeaserFechenheim ist ein ehemaliges Fischerdorf, das gegenüber von Offenbach-Bürgel in der Mainschleife liegt und trotz der Industrialisierung in einigen Straßennamen seine Fischereitradition bewahren konnte.

 

 

«Am Fischwehr» etwa heißt eine Straße, und seit 1978 feiern die örtlichen Vereine im südlichen Ortskern gemeinsam ein Fischerfest. Im Dorfwappen ist die jahrhundertelange Haupteinnahmequelle der Fechenheimer Bürger verewigt. Der Stadtteil mit über 16 000 Einwohnern unterteilt sich in zwei Ortsbezirke: Fechenheim-Nord und Fechenheim-Süd. Mit der Industrialisierung wuchs Fechenheim im Norden und Westen über sich hinaus, die «Frankfurter Anilinfabrik von Gans und Leonhard» (Cassella-Farbwerke) wurde zum größten Arbeitgeber. Mit der wachsenden Industrialisierung endete die Berufsfischerei. Eingemeindet in Frankfurt wurde der Ort 1926.

 

Hauptverkehrsader Fechenheims ist die Hanauer Landstraße mit ihren Gewerbe­treibenden. Dazu zählen Auto- und Möbelhäuser, ein Baumarkt und Fast-Food-Läden. Die vielbefahrene und von Staus geprägte „Hanauer“ zerschneidet Fechenheim in einen nördlichen und einen südlichen Teil.

Der Fechenheimer Norden bietet den Fechenheimer Wald als Teil des Frankfurter Grüngürtels und den Waldspielplatz „Heinrich-Kraft-Park“. In der Bürgerinitative Bildungsnetzwerk Fechenheim-Nord haben sich die Konrad-Haenisch-Schule (KHS) und andere Bildungs- und Betreuungsinstitutionen zusammengeschlossen. Sie setzen sich für einen Bürgertreff, die Aufwertung der Spielplätze und Verkehrsberuhigung ein.

 

Auf dem Gelände der ehemaligen Mayfahrtschen Landmaschinenfabrik an der Orber Straße eröffnete 2010 ein Oldtimermuseum – „die Klassikstadt“. Klassikstadt Regelmäßig kommen Fans alter Autos von weit her und präsentieren ihre Schätze im Innenhof. Manche der Wagen stehen in großen Glasboxen, die ihre Besitzer angemietet haben. Auf dem Gelände haben sich auch Unternehmen angesiedelt, die sich auf die Pflege alter Fahrzeuge spezialisiert haben.

 

2011 2012 Ginkgo Kevin GoelzDie Orber Straße ist auch Adresse des GFFB-Kooperationspartners „protagon“. Der Kulturverein leitet das bekannte Straßen­theater „Antagon“,bietet ein öffentliches Tanztraining­ und organisiert jährlich zwei große Theater-Festivals – die „Sommer­werft“ an der Weseler Werft unweit der EZB, und die „Winterwerft“ in der eigenen Theaterhalle. 2018 fand außerdem zum zweiten Mal ein internationales "Frauen*Theater-Festival" statt: Ein Kulturprogramm, welches Künstler/-innen rund um das Thema „Körper als politischer Raum“ gestalten, mit zeitgenössischen und multimedialen Theaterproduktionen. Performances, ein Forum (das „Gender Identity Labyrinth“) als interaktive Installation und ein „Unter-uns-Raum“ in der mongolischen Jurte gehören zum Programm auf dem Protagon-Gelände.

 

 

Text: rub

Bilder: Pet, Klassikstadt.de und antagon.de

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