Ortsschild Sossenheim

Wieder überrascht diese Stadt mit ihrer Vielseitigkeit. Unbekannte Stadtteile kennenlernen lohnt sich und ist auch in diesem Fall multikulturell.

 

 

 

Der Stadtteil liegt im Nordwesten Frankfurts und bildet einen Teil der Nordwest-Grenze der Stadt. Die Nachbar-Stadtteile und -Gemeinden sind Unterliederbach, Höchst, Eschborn, Schwalbach am Taunus und Sulzbach (Taunus), Rödelheim, Griesheim und Nied. Ein Großteil Sossenheims - das Sossenheimer Unterfeld – zählt zum Naturschutzgebiet Frankfurter Grüngürtel.

 

 StadtteilwappenSossenheim KarteFrankfurtCrest 1

   

Sossenheim hat kein historisch gewachsenes Zentrum. Es ist aus einem sogenannten "Straßendorf" entstanden. Das heutige Sossenheim wird durch seine Siedlungsbauten mit einem hohen Ausländeranteil geprägt.

 

Sossenheim ist seit dem 1. April 1928 ein Stadtteil von Frankfurt am Main. Es ist 5,969 km² groß. Diesen Stadtteil bevölkern 16.174 Einwohner (Stand 31.Dez.2015/Quelle: Stadt Frankfurt/ www.Frankfurt.de) – das bedeutet 2710 Einwohner/km². Ungefähr zwei Drittel der Einwohner kommen aus anderen Nationen und davon ca. die Hälfte aus EU-Nationen (Stand Juni 2016/Quelle: Stadt Frankfurt/www.Frankfurt.de).

 

Die Verkehrsanbindung ist unterschiedlich gut (überschaubar). Für Menschen mit Auto besteht guter Anschluss an die Autobahnen 5, 66 und 648. Menschen, die auf den RMV angewiesen sind haben 3-4 Busse zur Verfügung (50, 55, 56, 58). Am Sossenheimer Bahnhof (eingleisige Strecke) hält eine Regionalbahn (Nr.13). Nachts erreicht man Sossenheim mit dem Nachtbus n1.

 

Aufgrund seiner Lage am Fuße des Taunus ist Sossenheim ein Stadtteil mit vielen, zum Teil auch starken, Steigungen und Gefällen. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Mobilität. Wenn man zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, ist körperliche Fitness sehr von Vorteil.

Faulbrunnen

 

Besondere Sehenswürdigkeiten bietet Sossenheim nicht. Den Faulbrunnen kann man noch am ehesten als solche bezeichnen. Der seit dem 19. Jahrhundert bekannte Brunnen wurde 1926 als „Sossenheimer Sprudel“ gefasst. Durch Schwefelwasserstoffe im Wasser riecht das Wasser nach Fäulnis. Trinken mag man das nicht. Als Trinkwasser ist es ungeeignet. Ab und zu wird es aber als Heilwasser getrunken. Im Taunus bestehen viele weitere solcher Heilquellen. Dem Faulbrunnen gegenüber befindet sich das ehemalige Rathaus, ein klassizistischer Sandsteinbau. Heute wird es als Polizeistation genutzt.


Die Infrastruktur des Stadtteils ist ständig im Wandel. Hier schließt ein Laden, dort macht ein Geschäft neu auf oder ein Vorhandenes wechselt die Ausrichtung. Einkaufsmöglichkeiten bieten vier Bäckereien, ein Metzger, drei Apotheken, jeweils eine Filiale von zwei Discountern, ein Supermarkt internationaler Ausrichtung, diverse Kioske und wenige andere kleine Läden. Gastronomisch reicht das Angebot von Italienisch (zahlreich), über Griechisch, Türkisch, Asiatisch, Deutsch, bis Hessisch – eben multikulturell. Manches davon bekommt man auf Wunsch auch geliefert. Es gibt auch ein paar Kneipen in denen man abends in erster Linie etwas trinkt und sich unterhält, sowie ein Café und ein Eissalon. Neu ist ein Fast-Food-Restaurant. Banken stehen nur zwei zur Verfügung (und das in der Stadt der Banken!?). Eine Postfiliale gibt es nicht mehr. Briefkästen sind rar.

Triptichon Sossenheim

Kulturell finden im Jahr einige Veranstaltungen unterschiedlicher Ausrichtungen (Konzert/Schauspiel/Vorträge/…) im Volkshaus statt. Durch viele Vereine und Organisationen unterschiedlichster Art bekommt der Einwohner immer mal etwas anderes geboten: Straßenfeste, Kerb, Tage der offenen Tür, Feste zu besonderen Anlässen, sportliche Veranstaltungen und vieles mehr. Auch die Stadtteilbibliothek bietet regelmäßig Lesungen an und hat diverse spezielle Angebote für Kinder. Für Jugendliche gibt es ein Jugendhaus.

 

Einige Organisationen bieten mehrmals im Jahr Ausflüge oder Kurzreisen an.

 

Bekannte Persönlichkeiten kommen aus Sossenheim: Andreas Möller (Fußball), Kai Hundertmarck + Fabian Wegmann (zumindest sportlich/Verein/ Rad), Robert Lange (Rad), Eberhard Thust (Boxpromoter), Vito Vendetta (Rap), Wilhelm Fay (ehem. Bürgermeister), Chlodwig Poth (Karikaturist/Comiczeichner/ TITANIC) und andere. Die Gruppe „Die Quietschboys“ kommt auch aus Sossenheim.

 

Alles in Allem lässt es sich in Sossenheim durchaus leben. Ein gesundes Maß an Toleranz ist hilfreich. Der Bär tanzt hier aber nicht. Das volle Leben sucht man besser in anderen Teilen der Stadt.

 

Bilder: 

Tryptichon: 

Faulbrunnen: GPS Wanderatlas

 

 

Text: jgr

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