IMG 6854In der Frankenallee 166-168 im Gallus ist ein Stadtteilbüro als ein wichtiger Informations- und Beratungspunkt für die Bürger aktiv.

 

 

 

Als ein Instrument der Stadtteilentwicklung sind unter der Regie des Sozialdezernats der Stadt Frankfurt in der Kooperation mit verschiedenen Trägern der freien Wohlfahrtspflege, die für die konkrete Ausgestaltung der Projekte direkt vor Ort verantwortlich sind, zahlreiche Quartiersmanage-ment-Büros in den einzelnen Stadtteilen entstanden.

 

Das Gallusviertel –  zwischen dem ehemaligen Güterbahnhofareal und dem Hauptbahnhofgleisfeld im Süden gelegen – blickt auf eine lebhafte Industrie- und Sozialgeschichte zurück. Es schien besonders geeignet zu sein, ein Ansiedlungsgebiet für zahlreiche Industrie- und Handwerksbetriebe zu werden. Daneben entstanden auch relativ dicht bebaute und enge Arbeiterwohnquartiere mit wenig Grün- und Spielflächen, was zu niedriger Wohnqualität im Allgemeinen führte. Erst durch die – für die damalige Zeit modernen - Bauprojekte zwischen den 20er und 50er Jahren wurde die Struktur der Bebauung etwas aufgelockert. Allerdings sind sie mittlerweile in die Jahre gekommen, und lange Zeit galt das Gallus als wenig attraktiv zum Leben und Wohnen. Mit den jüngsten Bebauungsprojekten im Europaviertel hat das Quartier eine Aufwertung erfahren. Ein weiterer Modernisierungsschub und damit einhergehender sozialer und kultureller Wandel wird zu erwarten sein. Diesen Wandlungsprozessen wird durch verschiedene Begleitungs-, Beratungs- und Informationsprojekte zu begegnen sein, um das Zusammenwachsen der alteingesessenen Bevölkerung mit den Hinzugezogenen zu fördern.


Der verantwortliche Träger der Aktivitäten im Quartiersmanagement Gallus ist der katholische Caritas Verband e.V. In einem ökumenischen Projekt „Rat & Tat“ übernehmen kompetente ehrenamtliche Mitarbeiter vielfältige Beratungsaufgaben. Im Stadtteilbüro „Soziale Stadt Gallusviertel“ in der Frankenallee 166-168 gibt es beispielsweise Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen, bei beruflichen und privaten Problemen oder in Lebenskrisen.


Ein weiterer wichtiger Baustein des Quartiersmanagements ist die Stadtteilzeitung „MainGallus“, die über verschiedene kulturelle Aktivitäten und Feste im Stadtteil berichtet. Eine Broschüre informiert über einen Rundgang durch das Gallus.


Die Geschichtswerkstatt – ein Zusammenschluss von geschichtsinteressierten Stadtteilhistorikern – recherchiert zu den vielfältigen Aspekten der Industrie-, Sozial- und Sportgeschichte des Stadtteils. Als Ergebnis des wissenschaftlich unterstützten Projekts sind bereits mehrere Publikationen erschienen, die im Büro bestellt werden können. In regelmäßigen Abständen erscheinen im Internet (zum Herunterladen) Berichte zu verschiedenen Themen der Entwicklung des Gallusviertels. Seit einigen Jahren wird pünktlich zum Stadtteilfest Gallus im September ein Historischer Kalender herausgebracht, der interessante Fotos von bekannten und weniger bekannten Sehenswürdigkeiten des Quartiers enthält.


Im Rahmen des Frankfurter Programms „Aktive Nachbarschaft“ ist durch die Aktivierung der Bevölkerung und Stärkung des Bürgerengagements eine Verbesserung der Lebensbedingungen in den Stadtteilen beabsichtigt. Durch Aufbau von Informations- und Hilfsnetzwerken sollen die Förderung und der Ausbau des sozialen und kulturellen Lebens im Quartier erreicht werden. Durch die Einbindung zahlreicher Akteure wie Vereine und Bürgerinitiativen ist es bereits gelungen, bestimmte Programme durch gezielte Unterstützung in einige in Eigenregie geführte Projekte zu überführen. Dies alles stärkt die Zusammenarbeit der Bürger untereinander, ermuntert sie zu weiterem Engagement in Ehrenämtern und sichert langfristig den sozialen Frieden in den betreuten Quartieren.

 

Adresse: Frankenallee 166 - 168, 60326 Frankfurt am Main

 

Öffnungszeiten:
Donnerstag 14:00–16:00
Freitag 10:00–12:00
Samstag geschlossen
Sonntag geschlossen
Montag geschlossen
Dienstag geschlossen
Mittwoch 10:00–13:00


Telefon: 069 - 97329970

 

Text und Bilder: pis

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok