DSC03516 KopieDer Urselbach schlängelt sich durch diesen kleinen Stadtteil Niederursel, der so gar nicht zu Frankfurt zu gehören scheint.

 

 

 

 

Entgegen dem großstädtischem Treiben in der Frankfurter City, mutet das kleine Niederursel eher dörflich an. Es gibt 15.281 Niederurseler auf einem eher ländlichen Areal von 7.217km².

Niederursel liegt im Nordwesten Frankfurts. Es ist am 1. April 1910 eingemeindet worden. Doch hat es sich seinen Charme eines kleinen Taunusdorfes bewahrt.

 

Im Folgenden geht es auf einen kleinen Rundgang durch Niederursel:

 

Mit der U-Bahn U3 kann man bequem von der Station Hauptwache nach Niederursel fahren.

Angekommen an der Bahn-Station befindet sich direkt gegenüber ein barockes Fachwerkhaus. Dieses wird seit 1807 als Gasthaus „Zum Lahmen Esel“ bewirtschaftet.

Daneben weist eine Tafel auf die Bonifatiusroute und den Mühlenwanderweg hin, die beide am Lauf des Urselbachs entlangführen. Gerade bei schönem Wetter eine herrliche Wanderung.

 

Unser Weg führt entlang der U-Bahngleise zu zwei jüdischen Friedhöfen. Diese wurden während der Nazizeit verwüstet und die Grabsteine möglicherweise für den Bau der Urselbachtalbrücke verwendet. Um 1810 war ein Drittel der Niederurseler Bevölkerung jüdisch. 1857 lebten noch 84 Juden in Niederursel. 1865 löste sich die jüdische Gemeinde mangels Mitglieder auf.

 

Friedhof

 

Danach geht es seitlich des Urselbachs in den alten Ortskern von Niederursel. Dort befindet sich die Gustav-Adolf-Kirche von 1927. Diese wurde vom Architekten Martin Elsaesser, ein Mitarbeiter des bekannten Frankfurter Städteplaners Ernst May, erbaut.

 

Kirche

 

An der Kirche ist ein großer Gedenkstein, der an die "Gefallenen Helden" des ersten Weltkriegs 1914-1918 erinnert.

 

Gedenkstein

 

Im malerischen Ortskern findet man das ehemalige Frankfurter Rathaus von 1716, ein barockes Gebäude mit Zierfachwerk.

Ein paar Meter weiter kommen wir an das ehemalige Solms-Rödelheimsche Rathaus von 1718. Dieses ist ebenfalls im barocken Stil errichtet worden.

 

Rathaus

 

Ein Kuriosum ist der sogenannte "Gehorsam". An der immer noch vorhandenen Prangerkette wurden Verbrecher tagsüber zum Gespött der Bewohner angekettet. Nachts wurden sie wieder in das "dunkle Loch" gesperrt. Das Verlies hinter dicken Mauern.

Was im ersten Augenblick zum Schmunzeln verleitet, hat einen ernsten Hintergrund. In Ungnade gefallene Bürger waren nach der Behandlung am Pranger physisch wie psychisch nicht mehr dieselben und gesellschaftlich geächtet.

 

Pranger

 

Abschließend wäre noch "Der Hof" zu erwähnen. Dort sind mannigfaltige Einrichtungen zu finden.

Wenn Sie hierüber mehr erfahren wollen, klicken Sie bitte hier:

 

der hof

 

Nun sind wir am Ende des Rundgangs.

Wer möchte, kann den Ausflug im Gasthaus "Zum Lahmen Esel" bei einem Bembel Apfelwein und einem Handkäs‘ mit Musik ausklingen lassen. Auch sehr schön zum Draußensitzen ist das Cafe Mutz im Ortskern. Dort gibt es Kaffee und Kuchen und kleine mediterrane Speisen.

(m.u.)

 

 

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