DSC03753Der Stadtteil Frankfurt-Sindlingen hat eine Fläche von 3,35km². Er liegt an der westlichen Stadtgrenze Frankfurts.

Die Einwohnerzahl beträgt 9097.

 

 

 

Eingemeindet wurde Sindlingen am 1.April 1928. Es ist zweifelhaft, ob es sich dabei um einen Aprilscherz handelte. Man geht davon aus, dass der Name Sindlingen auf eine alemannische Siedlung zurück geht.

Von dem Hauptbahnhof Frankfurt erreicht man Sindlingen mit der S-Bahn S1.

Angekommen an der S-Bahn Station Sindlingen ist es nicht weit zur Ferdinand-Hoffmann-Straße. Dort kann man die Ferdinand-Hofmann-Siedlung besichtigen. Sie besteht aus mehreren Häuserblocks aus verschiedenen Bauepochen. Baubeginn dieser recht neuen Siedlung war 1920. Die Arbeiterhäuser sind meistens zweistöckig und im Stile des Neu-Klassizismus erbaut.

 

Siedlung Home

 

Etwas weiter an der Sindlinger Bahnstraße steht das Haus Sindlingen.

 

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Grundsteinlegung war 1961. Ehemals als Bürgerhaus eröffnet, diente das Haus als Verhandlungsort 1974 gegen die RAF. Dann war das 18. Polizeirevier dort ansässig. Ab 1990 war es geschlossen. Aber seit 2006 dient es den Einwohnern wieder als Begegnungsstätte. Es finden Veranstaltungen aller Art statt. Von Jazz über Rock bis Pop. Aber auch interkulturelle Events.

Interessant für alle Leseratten: Im Inneren ist eine Niederlassung der Stadtbibliothek ist zu finden.

Das Haus wurde vom Frankfurter Architekten Günter Bock entworfen und steht als Kulturdenkmal der 60er Jahre unter Schutz. Ob dieser Klotz wirklich erhaltenswert ist, bleibt jedem selbst überlassen.

Zurzeit wird das Haus Sindlingen neu organisiert.

 

 

Wenn man hinüber auf die andere Seite läuft, kommt man zum Richard-Weidlich-Platz.

Dort befindet sich ein Entenbrunnen aus dem Jahr 1921.

 

Entenbrunnen

 

Außerdem gibt es eine Ladenzeile mit einem Eiscafé und einem Obst und Gemüselädchen. In diesem netten Geschäftchen gibt es auch Brot, Brötchen und Kuchen. Und an manchen Tagen auch frische Wurst.

 

Ladenzeile

 

Entlang der Sindlinger Bahnstraße kommen wir in den alten Ortskern. Sehenswert ist die evangelische Kirche aus dem Jahr 1907.

 

EvKirche

 

So schön sie von außen anmutet, so entsetzlich ist das Ereignis was sich am Heiligabend 1996 im Inneren zugetragen hatte. Eine psychisch kranke Frau sprengte sich während der Christmette in die Luft. Zwei weitere Kirchenbesucher starben.

 

Von der Farbenstraße kommt man direkt hinunter zur Mainaue Sindlingen.

Dort unten am Mainufer hat man einen wunderbaren Blick auf die Werksbrücke West.

 

Werksbrücke I

 

Die Mainaue Sindlingen lädt zu einem schönen Spaziergang ein. Es gibt Sitzgelegenheiten und schöne Ausblicke entlang des Mains. Bei sonnigem Wetter kann man lange Licht und Sonne tanken.

 

Mainaue

 

Aufpassen sollte man lediglich auf der großen Hundewiese. Da ist man schnell einmal in einen Scheißhaufen getreten, der von den Hundehaltern nicht beseitigt worden ist.

 

 Hundewiese

 

Ein paar Meter weiter geht es über die Zehnthofgasse zum Zehnthof. In ihm befindet sich eine Altenwohnanlage. Dort steht auch ein Pumpenbrunnen aus dem 19. Jahrhundert. Direkt nebenan ist die katholische Kirche. Sie gehört zur St. Dionysius Kirchengemeinde.

 

Sehr sehenswert sind die Villa Meister und der dazugehörige Meisterpark.

 

Villa Meister

 

Durch einen Eingang in der Allesinastraße kann man den Meisterpark betreten. Es gibt allerhand zu sehen. Viele Skulpturen und angelegte Beete verzieren den Park.

 

Skulptur

 

Es gibt Stallungen zu besichtigen und einen schönen Weg zum Phönix Haus. Das ist der Name der Villa, in dem die Fachklinik zur Drogenentwöhnung sich befindet.

Das Rehabilitationszentrum beschäftigt sich mit der sozialen Integration ehemaliger Drogenabhängiger. Die Bewohner der Reha betreiben das Café & Bistro Orangerie. Es ist alkoholfrei und drogenfrei geführt.

Täglich von 10-19 Uhr lädt es zu Kaffee und Kuchen ein.

 

Von der Bus Station Farbenstraße kann man bequem mit dem 54 Bus zurück zum Bahnhof Sindlingen fahren. Mit der S-Bahn geht es zum Ausgangspunkt Hauptbahnhof.

(m.u.)

 

 

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