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Der  dörfliche  Charakter des Frankfurter Stadtteils Alt-Heddernheim wird einmal im Jahr durch Fastnachts-Flair bereichert: „Klaa Paris!“.

 

 

 

Heddernheim wurde 1910 von Frankfurt am Main eingemeindet, zählt ca. 17.000 Einwohner und ist vor allem durch seinen Fastnachtszug bekannt.
Dieser, im Volksmund „Klaa Paris“ genannte Fastnachtsumzug, zieht jedes Jahr mehr als 100.000 Besucher an.
Die Gründung des Fastnachumzuges geht auf eine Errungenschaft von 1839 zurück.

 

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Damals wurde Heddernheim eine „Gemaa-Bumb“ –eine öffentliche Gemeindepumpe- geschenkt.
Da es damals in Haushalten kein fließendes Wasser gab, musste es bis dahin beschwerlich aus Ziehbrunnen geholt werden. Um diesen geschichtsträchtigen Moment- „Den Erhalt einer Wasserpumpe“- zu feiern, stellten zwei Handwerker eine Rekonstruktion der Pumpe aus Pappmaché her, die sie unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf einem Wagen durch die Straßen fuhren.
Der Fastnachtszug war geboren und jährte sich 2015 zum 175. Mal.
Bezugnehmend auf den freizügigen Lebensstil der Pariser nannte man das bunte Fastnachtstreiben „Klaa Paris“.
Ausgerichtet wird es von den Vereinen „Heddemer Käwwern“, den „Fidelen Nassauern“ u.a..
Sehenswürdigkeiten außerhalb der „närrischen Zeit“ finden sich im historischen Stadtkern Alt-Heddernheims.
An der Diezer Straße, Ecke Alt-Heddernheim, war die erste Schule der Gemeinde beheimatet. Diese wurde erstmals im Jahr 1726 urkundlich
erwähnt.
In unmittelbahrer Nähe, in Alt-Heddernheim 39, kann die 1899 eingeweihte katholische Kirche St. Peter und Paul besichtigt werden,...IMG 5119 Kopie556

...ebenso eine evangelische Kirche, die 1898 geweihte St. Thomaskirche in der Kirchstraße 5.

 

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In der gleichen Straße, ebenfalls in Alt-Heddernheim, der früheren Langgasse, war die um 1760 erbaute Jüdische Synagoge ansässig. Sie wurde in der Reichskristallnacht 1938 von Nationalsozialisten verwüstet und 1943 abgerissen. Die letzten verbliebenen jüdischen Bewohner Heddernheims im Wohnhaus Alt-Heddernheim 33 wurden deportiert und gelten seither als verschollen. An sie erinnern in den Bürgersteig eingelassene „Stolpersteine“ vor deren einstigem Wohnhaus.
Der Evangelische Verein für Jugendsozialarbeit in der Heddernheimer Landstraße 4 – 6 bietet Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 21 Jahren diverse Jugendhilfsprogramme und Freizeitangebote an.
Über den Kontakt : „Jugendladen Heddernheim“ sind ausführliche Informationen erhältlich.
Entlang der Heddernheimer Landstraße, Ecke Mark-Aurel-Straße liegt der Karl-Perotte-Platz.
Benannt nach einem bekannten Heddernheimer Karnevalisten findet hier jeden Freitag zwischen 8.00- und 19.00 Uhr der Heddernheimer Wochenmarkt statt.
11 Stände versorgen die Besucher mit allem was das Herz, - und vor allem der Magen -, begehrt. ( Stand 2011 )

HeddernheimSiedlung556.IMG 1273CropEin unter Denkmalschutz stehendes Wohnhäuser-Ensemble befindet sich in der ca. 200 Meter östlich gelegenen Hessestraße/Dillenburger Straße.
Die Anfang der 20. Jahre angelegten Häuser wurden öffentlich gefördert und sind charakteristisch für den damaligen Baustil.
Den Abschluss einer kleinen Heddernheim-Erkundung führt zurück zur oben erwähnten Fastnacht.

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Am Bus-Bahnhof Heddernheim, unweit der U-Bahn Haltestelle, befindet sich der Fastnachtsbrunnen.
Zum 150. Jubiläum der Heddernheimer Fastnacht 1989 wurde der Brunnen von der Firma Lurgi, eines Leichtmetallverarbeiteten Betriebes, gespendet.
Bis in das späte 20. Jahrhundert war die verarbeitende Metallindustrie ein wichtiger Industriezweig in Heddernheim.
Die Kupferwerke wurden hier 1853 gegründet, und auch die Vereinigten Deutschen Metallwerke waren hier von 1908 bis zu ihrer Schließung 1982 ansässig.

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