Teaser BürostadtAnfang der 1960er Jahre konnten die Kinder noch mit den Lämmern der jeweiligen Schafsherde um die Wet­te laufen: Wiesen direkt am An­schluss des Stadt­wald­randes gelegen und eine fast ländliche Umgebung.

 

 

Die Umgebung um Niederrad war für Alt und Jung ein Paradies zum Austoben und Frischeluftschnappen.

 

Als in den 1950er Jahren der östliche Teil der Siedlung Goldstein fast unbebaut war beschloß man, das Ganze als Gewerbegebiet aufzubauen. Zum Ausgleich für den verlorenen Naturraum versprach man eine Hochhausbauweise umgeben von einem parkartigen Ambiente. Die Nähe zum Flughafen und der Abstand zur verkehrsbelasteten Innenstadt sollten firmenmäßige Mieter anlocken.

 

Bis in die 1970er Jahre entstand eine Dichte von Hochhaustürmen, in die aktuell täglich etwa 25.000 Pendler kommen.

 

1975 wurde die Straßenbahnstrecke der Linie 15 nach Schwanheim durch die Bürostadt verlegt. Ältere Bauten aus den 1960er Jahren wurden abgerissen und durch neue Häuser ersetzt.

 

Der Plan der Hochhausbauten - mit zu vielem Büroraum als in der Vergangenheit genutzt – wurde Anfang des neuen Jahrhunderts zum Desaster. Fehlendes Grün ohne Vernetzung, fehlende Wohnbauten, wenige Einkaufsmöglichkeiten und viel zu wenig Gastronomie. Dieses Monostrukturkonzept gilt heute als veraltet.

 

Seit Juli 2013 wird die neue Autobahnausfahrt genutzt und der Umweg über das Frankfurter Kreuz fällt weg. Diese gute Verkehrsanbindung und die Nähe zur S-Bahn sowie zur Straßenbahnlinie 15 machen das Areal attraktiv für neuen Wohnungsbau.

 

Um den Büroleerstand von 30% ab Anfang 2009 abzufangen, wurden Mitte 2010 durch Umbau eines entkernten Bürohochhauses die ersten Wohnungen geschaffen. Geplant ist ein Wohnviertel in Mischung zwischen Bürohochbauten, dem größten Klärwerk Deutschlands, Eigentums- und Mietwohnungen sowie Grünflächen und den (schon vorhandenen) Einkaufsmöglichkeiten der Großmärkte REWE, ALDI und LIDL.

 

Das Konzept, neuen Frankfurter Wohnraum zu schaffen ist generell zu begrüßen.

 

Bleibt die Frage offen, ob dieser Wohnraum innerhalb des vor allem am Wochenende „anonymen“ Umfeldes positiv ankommt. Kritisch zu sehen ist die Planung, dass die seit Jahrzehnten angesiedelte Kleingartenanlage zwischen Goldstein und Niederrad dem Bau neuer Wohngebäude weichen muss.

 

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