Kategorie: Naturkompass Frankfurt

Grünes Frankfurt: Sachsenhausen

Eiserner Steg/ Foto: Karola Neder
Eiserner Steg

„Dribbdebach“ („drüben vom Bach“), also auf der Seite südlich des Mains, liegt Sachsenhausen. Der Stadtteil ist verwaltungstechnisch in Sachsenhausen-Nord und Sachsenhausen-Süd eingeteilt. Ein großer Teil des Frankfurter Stadtwaldes ist im Süden von Sachsenhausen verortet, während das Gebiet von Sachsenhausen-Nord städtisch dicht bebaut ist. Als beliebte Shoppingmeile gilt die Schweizer Straße, die sich von der Untermainbrücke bis zur Mörfelder Landstraße erstreckt und neben einer Vielzahl von Geschäften auch von zahlreichen Cafés, Bars und Restaurants durchzogen ist. Auch das Gebiet rund um Alt-Sachsenhausen ist bekannt für seine Gaststätten, Gartenwirtschaften und Apfelweinlokalen, wo vielfach die „Grie Soß“ (Grüne Soße) und das Frankfurter Nationalgetränk „Ebbelwoi“ (Apfelwein) angeboten wird. Entlang des Mains erstreckt sich die Uferpromenade und das Museumsufer mit vielen Freizeit- und Erholungsangeboten. Goetheturm und die sogenannte „Goetheruh“ sind schöne Ausflugsziele in Richtung des Stadtwaldes. Im Stadtwald befindet sich auch das Frankfurter Waldstadion, durch Namenssponsoring offiziell „Deutsche Bank Park“, beinahe 100 Jahre alt, dient es primär als Fußballstadion für die Heimspiele der Frankfurter Eintracht.

Das südliche Mainufer

Das südliche Mainufer umfasst mehrere Teilbereiche. Die Strecke beginnt im Osten mit dem Deutschherrnufer, geht dann über in das Sachsenhäuser Ufer, es folgt der Schaumainkai mit dem Museumsufer, weiter führt der Weg dann zum Theodor-Stern-Kai, und schließlich wechselt die Strecke in den Bereich am Niederräder Mainufer. In seinem Verlauf ändert sich das Erscheinungsbild der Uferbereiche, so verleihen beispielsweise der Promenadenweg entlang des Tiefkais, sowie das Hochkai mit der Museumszone und dem Metzlerpark den Zonen ihren speziellen Charakter. Im Sommer findet auf beiden Seiten des Ufers das Museumsuferfest mit einem vielfältigen kulturellen Programm statt. Die Mainbrücken entlang der Strecke verbinden das südliche Mainufer in Sachsenhausen mit dem nördlichen Ufer auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses, wo sich der Innenstadt- und Altstadtbereich befindet. Deutschherrnbrücke, Flößerbrücke, Ignatz-Bubis-Brücke, Alte Brücke, Eiserner Steg, Untermainbrücke, Holbeinsteg, Friedensbrücke und Main-Neckar-Brücke unterteilen das Mainufer von Osten nach Westen. Im folgenden wird auf die einzelnen Teilbereiche am südlichen Mainufer näher eingegangen.

Das südlicher Mainufer
60594 Frankfurt am Main
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Deutschherrnufer

Am südlichen Mainufer zwischen Flößerbrücke und Deutschherrnbrücke befindet sich das Deutschherrnviertel. Vom Walter-von-Cronberg Platz zu Füßen des Main Plaza gelangt man von hier zum Tiefkai des Mainufers. Grünflächen, Liegewiesen und Sitzbänke säumen die Flusspromenade, unterbrochen von Baumgruppen, Solitärgehölzen und kleinen Rosenbeeten. Der Blick von hier richtet sich auf das gegenüberliegende Mainufer mit der Europäischen Zentralbank im Hintergrund. Nach Osten führt der Weg in Richtung der neuen Osthafenbrücke, während der westliche Streckenverlauf ab der Alten Brücke in den Bereich des Museumsufers mündet. Ab hier schließen das Sachsenhäuser Ufer und der Schaumainkai an. Mit dem Rad, mit Inline-Skatern oder zu Fuß bieten sich hier entlang des Mains viele Ausflugs- und Erholungsmöglichkeiten. In der Nähe der neuen Osthafenbrücke befindet sich der Spielplatz Deutschherrnufer.

Deutschherrnufer
60594 Frankfurt am Main
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Museumsufer

Vom Schaumainkai, wo sich die Museen aneinanderreihen, führen mehrere Treppen und Wege zur tieferliegenden Uferpromenade. Am Tiefkai herrscht bei schönem Wetter Hochbetrieb: Fahrradfahrer, Inline-Skater und Fußgänger teilen sich den Weg am Mainufer. Deshalb ist es gut zu wissen, dass auch am Hochkai zwischen Friedensbrücke und Flößerbrücke ein Fahrradweg verläuft, auf den Radfahrer*innen in stark frequentierten Zeiten ausweichen können. An der Flusspromenade erstrecken sich Bereiche mit großen Liegewiesen, die zu vielfältigen Freizeitmöglichkeiten einladen. Mit Blick auf die Skyline lässt sich hier Sonnenbaden, Lesen, mit Freunden plaudern oder ein Picknick im Grünen machen. Für das leibliche Wohl sorgen auch die naheliegenden Cafés oder das „Dönerboot“. Alle zwei Wochen samstags findet am Schaumainkai der große Frankfurter Flohmarkt statt. 

Museumsufer
60594 Frankfurt am Main
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Theodor-Stern-Kai

Entlang des Uferabschnitts am Theodor-Stern-Kai geht es ruhiger zu. Auf der relativ kurzen Strecke von 800 Metern schafft die Promenade vorbei am Universitätsklinikum die Verbindung zum Niederräder Ufer. Auch hier gibt es langgestreckte Grünflächen und Sitzbänke entlang des Ufers, auf denen man entspannt den Blick auf das gegenüberliegende Wohnquartier am Westhafen und den Westhafen Tower genießen kann.

Theodor-Stern-Kai
60596 Frankfurt am Main
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Metzlerpark

Metzlerpark/ Foto: Karola Neder
Metzlerpark

Nahe des Museumufers befindet sich der Metzlerpark. Der Museumspark verbindet das Museum Angewandte Kunst mit dem Museum der Weltkulturen. Hier findet man Erholung zwischen weitläufigen Wiesenflächen inmitten eines alten Baumbestandes. Im Innenhof des Museums befindet sich ein Brunnen, der den Mittelpunkt des Park bildet. Auf den halbkreisförmigen Mauern, die sich um den Brunnen gruppieren, bieten sich einige Sitzgelegenheiten. Die historische Villa Metzler gehört zum Museum Angewandte Kunst und ist eine der noch erhaltenen klassizistischen Villen am Mainufer mit den Namen der ehemaligen Besitzer.

Metztlerpark
Schaumainkai 15
60594 Frankfurt am Main
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Seehofpark

Spielplatz im Seehofpark © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Grünflächenamt
Spielplatz im Seehofpark © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Grünflächenamt

Der Seehofpark liegt in der Nähe des Waldspielparks am Goetheturm und ist ein Spielparadies für Kinder. Neben einer großen Spielwiese gibt es ein Baumhaus und eine Kletterburg, sowie einige andere Spielgerätschaften wie Wippe, Schaukel, Balancierband oder Sandkasten mit Wasserspiel. Für die älteren Besucher*innen bieten sich Möglichkeiten zum Tischtennis-, Volleyball- oder Fußballspielen. Wer es ruhiger mag, der entspannt sich einfach auf den Liegewiesen im Schatten der alten Bäume.

Seehofpark
60599 Frankfurt am Main
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Stadtwald

Stadtwald Frankfurt/ Foto: Karola Neder
Stadtwald Frankfurt

Das Kerngebiet des Frankfurter Stadtwaldes erstreckt sich über die südlichen Gebiete der Stadtteile Schwanheim, Sachsenhausen und Oberrad sowie über den nördlichen Teil des Stadtteils Flughafen. Der Stadtwald ist Teil des Frankfurter GrünGürtels und macht fast die Hälfte von ihm aus. Die Revierförstereien befinden sich in Oberrad, Sachsenhausen, Niederrad, Goldstein, Schwanheim und Fechenheim.

Unterwald, Oberwald und Schwanheimer Wald

Traditionell wird der Wald in drei Teile gegliedert: Unterwald, Oberwald und Schwanheimer Wald. Im Westen befindet sich der Schwanheimer Wald mit den Schwanheimer Wiesen. Südlich davon schließt sich der Unterwald an, abgegrenzt durch die acht Kilometer lange Kelsterbacher Terrasse. Der Unterwald macht den südwestlichen Teil des Stadtwaldes aus. Eichen und Kiefern wachsen hier auf nährstoffarmen, kalkfreien und sandigen Böden. Der mächtigste Baum im ganzen Unterwald ist die sogenannte „Goethebuche“, die angeblich laut Forstbüchern in Goethes Geburtsjahr gepflanzt wurde. Der östlich gelegene Oberwald hat einen kalkhaltigen Boden und ist deutlich feuchter. Vorherrschend wachsen hier Buchen. Besagter Buchenwald ist als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH) ausgewiesen. Annähernd die Grenze zwischen Unter- und Oberwald bildet die Mörfelder Landstraße. Den Unterwald bewirtschaften Förster*innen und Forstwirt*innen aus den drei Revierförstereien Schwanheim, Goldstein und Niederrad.

Wasser, Weiher und Quellen

Insbesondere im Oberwald gibt es neben kleinen Bächen zahlreiche Waldweiher, beispielsweise der Jacobiweiher, Kesselbruchweiher, Maunzenweiher, Försterwiesenweiher, sowie die künstlich angelegte Grastränke und die Teiche am StadtWaldHaus, welche als Lehrgewässer angelegt wurden. Auch die sprudelnde Quelle des Königsbrünnchens an der Oberschweinstiege und der Kuppelbau des denkmalgeschützten Wasserwerks Hinkelstein nahe der Unterschweinstiege im Unterwald sind schöne Ausflugsziele. Mitten im Stadtwald und trotzdem etwas abseits der Hauptwanderwege liegt der Tiroler Weiher. Interessant hierzu ist die Videoreihe der Stadt Frankfurt „Kleine Fluchten“: Tiroler Weiher. Besonders erwähnenswert ist auch das Gebiet rund um den Scherbelino-Weiher nahe am Offenbacher Kreuz. Ursprünglich war der Weiher ein Steinbruch, heute speist er sich mit Grundwasser. Durch seine Lage an der ehemaligen Mülldeponie Monte Scherbelino und durch die Nutzung als Löschteich für die Feuerwehr, war er lange Zeit mit diversen Schadstoffen belastet. Heute bietet das Gelände rund um den Monte Scherbelino die perfekten Voraussetzungen für das Projekt „Städte wagen Wildnis“. Dort wo die Natur sich nun wieder ungestört entwickeln darf, entsteht wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Der Bereich ist nicht öffentlich zugänglich, es werden jedoch Führungen und Workshops angeboten.

Wanderwege

Einige ausgeschilderte Wanderrouten führen durch den Stadtwald. Im Oberwald gibt es den Schäfersteinpfad, den Weilruhpfad, den GrünGürtel Jubiläumsweg und den Rundweg um das Oberforsthaus. Das Oberforsthaus liegt inmitten des Stadtwalds, und hier findet an Pfingsten traditionell der Wäldchestag statt. Im Schwanheimer Wald sorgen der Waldrundweg und der Historische Wanderweg Schwanheim für interessante Eindrücke. Eine weitere schöne Ausflugsmöglichkeit ist ein Spaziergang rund um den Golfplatz in Niederrad. Der „Golfrundweg“ Niederrad führt rund um die gepflegten Rasenflächen der Sportanlage durch bewaldete Dünen. Diese Tour ist nicht ausgeschildert. Generell gilt: Wer den Unterwald erkunden will, ist auf sich selbst gestellt, da es dort keine ausgeschilderten Wanderwege gibt.

Komische Kunst im Stadtwald

Viele Objekte der Komischen Kunst von den Künstlern der Neuen Frankfurter Schule sind im Stadtwald zu bestaunen. Entlang des GrünGürtel-Rundwanderwegs bringen verschiedene Kuriositäten die Besucher*innen zum Schmunzeln: So ist der „Eichhörnchenkönig“ auf dem Gelände am StadtWaldHaus heimisch, am Jacobiweiher zeigt sich die „Eule im Norwegerpullover“, im Schwanheimer Wald treiben die  „Monsterkinder“ ihr Unwesen und „Jupitersäule und Tiroler Schützen“ zieren den Tiroler Weiher. Der „Monsterspecht“ klopft im Oberwald und am Jacobiweiher steht der „Pinkelbaum“, der laut seines Schöpfers F. K. Waechter denkt: „300 Jahre hat man mich angepinkelt – jetzt pinkle ich zurück“ und genau das tut er…

Waldspielparks

Waldspielpark Schwanheim/ Foto: Karola Neder
Waldspielpark Schwanheim

Im Stadtwald gibt es einige Waldspielparks mit vielfältigen Sport- und Spielmöglichkeiten:

  • Waldspielpark Tannenwald mit Rollschuhbahn, Bolzplätzen, Tischtennisplatten und einem Wasserspielplatz, der zwischen Mitte Mai und Mitte September in Betrieb ist
  • Waldspielpark Scheerwald mit Wassersprühfeld, Minigolfanlage, einem Rollschuhfeld, Tischtennisplätzen sowie einem Basketballplatz und zwei Bolzplätzen
  • Waldspielpark Louisa mit einer großen Holzburg, Wassersprühfeld und Klettergeräten
  • Waldspielpark Schwanheim mit grossem integrativen Dino-Spielbereich, Beach-Volleyball-Feld, überdachte Tischtennisfelder, ein Senioren-Fitnessgerät, eine Riesenrutsche, zahlreiche Spiel- und Kombinationsgeräte, Minigolfanlage und ein Bolzplatz
  • Waldspielpark Goetheturm mit einem Spielbereich für Kinder, einer Gaststätte neben dem Goetheturm und als besondere Attraktion ein Irrgarten
  • Carl-von-Weinberg-Park am Waldrand in Niederrad mit Parkcharakter, blühenden Gehölzen und getrenntem Spiel- und Parkbereich

Frankfurter Stadtwald
Schwanheim/Sachsenhausen/Flughafen/Oberrad/Niederrad
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Quartiersplätze

In Sachsenhausen gibt es mehrere sogenannte Quartiersplätze. Diese parkähnlichen Plätze sind kleine grüne Oasen inmitten des Stadtviertels, auf denen man sich trifft und plaudert oder vom Shopping verschnaufen kann. Das soziale Miteinander der Bewohner*innen soll hier im Vordergrund stehen. In diesen Bereichen finden sich meist Grünflächen, Ruhezonen, Sitzbänke, oftmals auch Kinderspielplätze oder ein Freizeitangebot. Unweit von den dicht befahrenen Straßen und inmitten von Straßenverkehr und Trubel bieten die grünen Plätze einen Erholungsraum.

In Sachsenhausen gibt es die folgenden Quartiersplätze:

  • Affentorplatz mit alten Bäumen, großzügiger Rasenfläche und Staudenbeet in unmittelbarer Nähe zum Ausgeh- und Partyviertel
  • Otto-Hahn-Platz mit einer ovalen Rasenfläche im Mittelpunkt, eingefasst von weißen Parkbänken, Rhododendren, Rosen und Stauden
  • Oppenheimer Platz mit einer weiten Rasenfläche, Kinderspielplatz sowie ein Bereich mit Bolzplatz und Tischtennisplatten
Affentorplatz Brunnen © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Grünflächenamt
Affentorplatz Brunnen © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Grünflächenamt
Otto-Hahn-Platz , Weg © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Grünflächenamt
Otto-Hahn-Platz , Weg © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Grünflächenamt
Blick auf den Oppenheimer Platz © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Grünflächenamt
Blick auf den Oppenheimer Platz © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Grünflächenamt

Quellen: Website der Stadt Frankfurt, Wikipedia, Eigenerhebung
Fotos (soweit nicht anders angegeben): Karola Neder

Grünes Frankfurt: Rödelheim

Direkt an der Nidda nahe dem alten Ortskern von Rödelheim verlaufen großflächig zwei Grünanlagen. Brentanopark und Solmspark sind nicht nur schön anzusehen, sondern erzählen auch Frankfurter Stadtgeschichte.

Brentanopark

Brentanopark/ Foto: Karola Neder

Die Grünanlage am Ufer der Nidda wurde ursprünglich 1770 angelegt. Die Geschichte des Parks ist eng verknüpft mit dem Frankfurter Geschäftsmann Georg Brentano. Er erwarb das Gelände mit Landhaus und Garten im Jahr 1808, erweiterte die Gartenanlage und gestaltete die Fläche zu einen romantischen Landschaftspark. Badehaus und Küchenhaus sind bis heute erhalten geblieben, das Landhaus selbst existiert jedoch nicht mehr. Ebenfalls ein Überbleibsel aus der damaligen Zeit ist das Petrihäuschen auf der anderen Seite der Nidda. Es wurde nach dem Bäckermeister Petri benannt, welcher das Haus an Brentano verkaufte. 1720 als Fachwerkhaus errichtet, hat Georg Brentano das Gebäude in ein klassizistisches Schweizerhaus umgebaut. Im Obergeschoss des Hauses ist heute ein Brentanomuseum eingerichtet, das Erdgeschoss wird für Veranstaltungen genutzt. Neben dem Haus steht ein Gingko-Baum, der mit seinen über 250 Jahren ebenfalls ein Zeitzeuge der Parkgeschichte ist. Er soll Goethe zu dem Gedicht „Gingko Biloba“ inspiriert haben und wird deshalb auch „Goethe-Ginkgo“ genannt. Der schöne alte Baumbestand erinnert gleich an mehreren Stellen an die Entwicklungszeit der Gartenanlage, beispielsweise gibt es eine Stieleiche mit einem Umfang von gigantischen 6,84 Meter. 1926 erwarb die Stadt Frankfurt den Park und gestaltete ihn als Bürgerpark. Es folgten weitere Veränderungen: aus einem Altarm der Nidda entstand im nördlichen Teil des Parks das Brentanobad und ein Pavillon mit Rosengarten wurde 1931 im Bauhausstil erbaut. Weitere Sehenswürdigkeiten im Park sind das Kriegsopferdenkmal und das Denkmal für die 1938 zerstörte Rödelheimer Synagoge. Ausgedehnte Spazierwege, Liegewiesen und weite Grünflächen mit Ausblicken auf die Nidda machen den Brentanopark heutzutage zum perfekten Erholungsort. Der Radweg des Frankfurter GrünGürtels verbindet den Brentanopark mit dem benachbarten Solmspark. Seit 1986 steht der Park unter Denkmalschutz.

Brentanopark
Rödelheimer Parkweg
60489 Frankfurt am Main
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Solmspark

Solmspark/ Foto: Karola Neder
Miniaturmodell Burg Rödelheim

Der Solmspark ist neben dem Brentanopark einer der beiden großen Parks im Frankfurter Stadtteil Rödelheim. Er schließt sich fast nahtlos an den Brentanopark an. Überquert man die Rödelheimer Landstraße, steht man bereits in der benachbarten Parkanlage. Der Solmspark wird umflossen von der Nidda und deren Seitenarm Mühlgraben. Am südlichen Ende der Grünanlage führt der „Blaue Steg“ über die Nidda. Die schmale stählerne Brücke erhielt diesen Namen aufgrund der Farbe ihres Geländers. Der Park erstreckt sich auf dem Gelände der Burg Rödelheim, ehemals ein mittelalterliches Wasserschloss, welche im Besitz der Grafen von Solms war. Die Anlage ist 1944 bei den Luftangriffen zerstört worden und heute fast vollständig verschwunden. Ein Miniaturmodell aus Bronze in der Mitte des Parks zeigt eine Nachbildung der Burg und lässt deren Ausmaße erahnen. Der örtliche Geschichtsverein veranlasste außerdem einen Nachbau der Schlossmauern, welche heute im Park sichtbar sind. Ein alter Baumbestand erinnert an die weit zurückreichende Geschichte der Gartenanlage. Heute finden Naturfreund*innen, Spaziergänger*innen und Familien mit Kindern im Solmspark viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und Erholung. Auf Parkbänken lässt sich der Blick ins Grüne genießen, ausgedehnte Wiesenflächen laden zum Entspannen ein und die Uferwege können zum Spazieren und Radfahren genutzt werden. Für Kinder gibt es einen Spielplatz und Spielwiesen. Der Park ist Teil des Frankfurter GrünGürtels und steht seit 1986 unter Denkmalschutz.

Solmspark
Auf der Insel
60489 Frankfurt am Main
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Quellen: Website der Stadt Frankfurt, Wikipedia, Eigenerhebung
Fotos (soweit nicht anders angegeben): Karola Neder

Grünes Frankfurt: Seckbach

Seckbach Sausee/ Foto: Karola Neder
Sausee in Seckbach

Im Seckbacher Ortskern herrscht dörfliches Flair. Traditionelle Apfelweinlokale und Fachwerkhäuser prägen den Stadtteil, aber auch eine Reihe moderner Bauten wie die Atzelbergsiedlung. Grüne Naherholung findet man im Huthpark und auf dem Lohrberg. Am Lohrberg entspringt auch der Mühlbach, der ins Seckbacher Ried fließt. Ebenfalls in Seckbach: Der Beginn des Quellenwanderweges und das Biotop rund um den Sausee, der als Naturdenkmal ausgewiesen ist. 

Lohrpark

Der Lohrpark liegt auf dem Lohrberg, der Bestandteil der Hügelkette des Berger Rückens ist. Lohrberg und Lohrpark sind Teile des Frankfurter GrünGürtels und dienen der Stadt als wichtiges Kalt- und Frischluft-Gebiet. Der Park ist daher ein wertvoller Baustein für den Natur- und Klimaschutz. Entsprechend seiner hohen Lage bietet sich von hier oben ein sehr schöner Panoramablick auf die Frankfurter Skyline, sowie auf die angrenzenden Regionen der Mainebene und des Taunus. Hier am Lohrberger Hang befindet sich auch der einzige Weinberg von Frankfurt. Ein größerer Teil des Geländes rund um den Lohrberg ist als Kleingartenkolonie ausgewiesen, und auch im Umfeld finden sich etliche oftmals private Gärten.

Lohrberg Skyline/ Foto: Karola Neder
Blick auf die Frankfurter Skyline vom Lohrberger Hang

Weitläufige Grünflächen und Spazierwege durchziehen das Gebiet und sorgen für viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Die großen Spiel- und Liegewiesen bieten Raum für Sport und Entspannung, und auch das Grillen ist auf einer dafür ausgewiesenen Wiese erlaubt. Über den gesamten Park verteilt finden sich Sitzbänke zum Verweilen. Fahrrad- und Wanderwege des Frankfurter GrünGürtels führen entlang des Gebiets und laden zu ausgedehnten Spaziergängen und Ausflügen ein. Während in den wärmeren Monaten eher Picknick und Sonnenbad angesagt ist, bietet der Lohrberg im Herbst ideale Voraussetzungen, um Drachen steigen zu lassen, und im Winter eignet er sich perfekt als Rodelbahn.

Weitere Abwechslung im Ausflugsprogramm bieten ein Besuch in dem Lokal der „Lohrberg-Schänke“ oder des MainÄppelhauses, ein Informations- und Naturerlebnisgarten mit angegliedertem Hofladen, der Bio-Produkte aus eigener Erzeugung anbietet. Hier gibt es unter anderem auch Umweltbildungsveranstaltungen, Führungen und Beratung rund um das Thema „Obst- und Gemüseanbau“. Bildung speziell für Kinder und Schulklassen ermöglicht eine Lernstation im Rahmen des Programms „Entdecken, Forschen, Lernen im GrünGürtel“.

Vom alten Ortskern in Seckbach führen steile Spazierwege auf den Lohrberg herauf. Einfacher geht es mit dem Auto: motorisiert erreicht man sein Ziel von der Friedberger Landstraße aus über den Berger Weg. Parkplätze sind vorhanden und führen von dort auf ebenen Wegen in Richtung des Parks.

Lohrpark
60389 Frankfurt am Main
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Huthpark

Café Bergstation im Huthpark © Stadt Frankfurt am Main
Café Bergstation © Stadt Frankfurt am Main

Der Huthpark ist in den Jahren von 1910 bis 1912 entstanden und gehört heute zum GrünGürtel von Frankfurt. Der Zustand des Parks entspricht nach Angaben der Stadt Frankfurt weitgehend dem Originalzustand. Dementsprechend findet sich hier noch ein alter Baumbestand mit großen ausladenden Blutbuchen, Kastanien und Pappeln. Alleen aus Linden, Buchen und Eichen säumen die Wiesen, weitläufige Grünflächen und breite Wege bieten die Möglichkeit für Spaziergänge in der Natur. Besonderer Service für Hundebesitzer*innen ist die Wiese mit Hundefreilauf. Weitere Abwechslung bieten eine Fitnessanlage, zwei Spielplätze und ein Bolzplatz. Wer es ruhiger mag, der kann auf den Liegewiesen entspannen. Im Park befindet sich ein denkmalgeschütztes Rondell, welches 1929 von der Stadt im Stil der Klassischen Moderne errichtet wurde. Heute befindet sich dort ein Café mit Sommerterrasse. Zugang zu dieser Oase im Grünen erfolgt entweder von der Friedberger Landstraße, oder alternativ führt ein Spazierweg von Seckbacher Ortskern in den Park.

Huthpark
60320 Frankfurt am Main
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Seckbacher Ried

Das Naturschutzgebiet Seckbacher Ried ist der verlandete Rest eines Altarm des Mains. Es handelt sich hierbei um ein Feuchtgebiet. Die Landschaft ist geprägt von einem Naturwald mit Silberweiden, Röhricht und Feuchtwiesen. Durch das Seckbacher Ried fließt der Entenbach und der Mühlbach, letzterer mündet dort auch. Die Bäche sorgen für die nötige Feuchte des Areals. Das Naturschutzgebiet selbst ist eingezäunt und darf nicht betreten werden, jedoch führen schöne schattige Wege rund um das Gelände. Auf einem Spaziergang rund um das Ried können Naturfreund*innen dem Gezwitscher der Vögel lauschen und sich von der besonderen Atmosphäre verzaubern lassen, die hier herrscht. Von einer Beobachtungsplattform aus können Besucher*innen die Flora und Fauna von außen betrachten.

Seckbacher Ried
60388 Frankfurt am Main
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Heiligenstock

Weiträumige Magerrasen und zahlreiche Obstwiesen prägen die Landschaft rund um den Heiligenstock. Der namensgebende Bildstock steht an der Friedberger Landstraße neben der Gaststätte „Altes Zollhaus“. Die Obstbäume werden von der Reha-Werkstatt Niederrad gepflegt und geerntet. Gemeinsam mit dem benachbarten Lohrberg wird auf dem Gebiet des Heiligenstocks eine Lernstation des Bildungsprogramms „Entdecken, Forschen, Lernen im GrünGürtel“ betrieben. Im Umfeld befindet sich auch der Parkfriedhof Heiligenstock und die Ruinen des alten Radiosenders Heiligenstock, der eine Sendeeinrichtung für den Mittelwellenrundfunk des Hessischen Rundfunks war.

Heiligenstock
Friedberger Landstraße
60389 Frankfurt am Main
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Quellen: Website der Stadt Frankfurt, Wikipedia, Eigenerhebung
Fotos (soweit nicht anders angegeben): Karola Neder

Grünes Frankfurt: Nied

Der Stadtteil Nied liegt im Westen von Frankfurt zwischen den zwei Flüssen Nidda und Main. Beliebte Ausflugsziele im Grünen findet man dementsprechend rund um die Uferstrecken und im Mündungsdreieck von Main und Nidda. Der Niedwald und das angrenzende Nidda-Ufer laden zu einem Spaziergang in schöner Naturlandschaft ein.

Niedwald

Der Niedwald liegt im Westen der Stadt im Stadtteil Nied. In nördlicher Richtung öffnet sich der Wald zum Ufer der Nidda, weiter südlich wird der Wald in seinem Verlauf durch die Oeserstraße in zwei Teilstücke getrennt. Bemerkenswert: Die Oeserstraße ist Teil der historischen Handelsstraße Via Regia, welche die mittelalterlichen Messestädte Frankfurt und Leipzig miteinander verband. Der seit dem 13. Jahrhundert urkundlich belegte Wald in Nied entstand durch natürlichen Bewuchs sowie durch Aufforstung der ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen an der Nidda. Durch die Flussbegradigung der Nidda in den 1920er Jahren sind die Altarme Waldspitze und Grill’scher Altarm entstanden, die an den Wald angrenzen. Dort findet sich mittlerweile eine artenreiche Flora und Fauna ein. Der Grill’sche Altarm ist der größte Altarm der Nidda.

Auch wenn Hochwasser und Überschwemmungen seit der Flussbegradigung nicht mehr das vorherrschende Thema sind, handelt es sich beim Niedwald nach wie vor um einen Hartholz-Auwald, das heißt hier etablieren sich Gehölze, die den Wechsel zwischen Überschwemmungen und Trockenheit tolerieren können. Vorherrschende Baumarten sind Hainbuche, Wildkirsche, Esche und Ahorn sowie vereinzelte dominante Eichen, die zum Teil 250 Jahre alt sind. Im Frühjahr wächst hier der Bärlauch im Unterholz und verströmt seinen unverkennbaren Duft. Die Wanderwege im Niedwald sind vorwiegend unbefestigt und ebenerdig, außerdem führt ein Reitweg durch den Wald. Im südlichen Teil des Waldstücks befindet sich das ehemalige Wasserwerk Griesheim. Heute engagiert sich der Verein „Waldwerk e.V.“ dort für diverse Umweltschutzprojekte rund um Griesheim, unter anderem der weiträumigen Abzäunung der Oeserstraße während der jährlichen Krötenwanderung. Im Nordwesten des Niedwaldes stößt man auf den Selzerbrunnen. Das Wasser des 38 Meter tiefen Mineralwasser-Brunnens weist einen hohen Härtegrad auf und ist chlorid- und eisenhaltig, aber ansonsten trinkbar. Der Niedwald gehört zum Gebiet des Frankfurter Grüngürtels. Interessant hierzu ist auch die Videoreihe der Stadt Frankfurt „Kleine Fluchten“: Niedwald und Sossenheimer Unterfeld.

Niedwald
65934 Frankfurt am Main
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Wörthspitze

An der Gemarkungsgrenze zwischen den Frankfurter Stadtteilen Höchst und Nied mündet die Nidda in den Main. Hier kurz vor der Mündung bildet sich die langgestreckte Halbinsel Wörthspitze zwischen Nidda und Main. Abgesehen von dem Blick auf die Niddamündung und den Main bietet der Park an der Wörthspitze große Rasenflächen, einen öffentlichen Hundeauslauf, Liegewiesen und Spielflächen. Äußerst beliebt ist der Park auch bei Radfahrern, die vom Niddaradweg kommen und hier stranden. Von der Mainzer Landstraße in Nied führen kleine Parkwege zur Wörthspitze, von dort führt eine Fußgängerbrücke über die Nidda zum Höchster Mainufer. Der Park an der Wörthspitze ist Ausgangspunkt des Frankfurter Grüngürtels.

Wörthspitze
Mainzer Landstraße
65934 Frankfurt am Main
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Quellen: Website der Stadt Frankfurt, Wikipedia, Eigenerhebung
Fotos (soweit nicht anders angegeben): Karola Neder

Grünes Frankfurt: Ostend

Ostend Ruhrorter Werft/ Foto: Karola Neder
Ruhrorter Werft am Osthafen

Der Osthafen und die Großmarkthalle prägten den Stadtteil lange Zeit als Arbeiterviertel. In der Gegenwart hat sich indessen der Wandel vom ehemaligen Gewerbegebiet mit dem Industrie- und Hafenleben zu einem modernen facettenreichen Stadtteil vollzogen. Heute befindet sich der Hochhausturm der Europäischen Zentralbank auf dem Gelände der früheren Großmarkthalle und die Hanauer Landstraße lockt die Besucher*innen mit vielen Geschäften, aber auch mit Clubs und Bars. Der Osthafen hat sich zu einem Quartier mit schicken Miet- und Eigentumswohnungen gemausert. Die Uferpromenade erstreckt sich mit vielen Grünflächen und Ausflugsmöglichkeiten entlang des Mains und lädt zu Spaziergängen, zum Radfahren oder zu Sportaktivitäten ein. Namentlich ist der Frankfurter Osthafen in mehrere Abschnitte unterteilt: die „Weseler Werft“ mit dem beliebten Kulturfestival im Sommer, angrenzend die „Ruhrorter Werft“ mit einem neu geschaffenen grünen Erholungsbereich und schließlich der „Hafenpark“ mit dem großen Sport- und Freizeitgelände. Die direkte Nähe zu Hafen und Fluss sorgen hier für eine besondere Atmosphäre. Der Zoo Frankfurt und der Ostpark befinden sich ebenfalls im Stadtteil.

Ostpark

Der Ostpark wurde in den 1920er Jahren als einer der ersten Volksparks in Deutschland angelegt. Die Grünanlage im Osten von Frankfurt verfügt über einen schönen alten Baumbestand, weitflächige Wiesen und den großen Ostparkweiher. In der Uferzone säumen zahlreiche Erlen, Pappeln und Weiden das Gewässer und bieten Schutz und wertvollen Lebensraum für zahlreiche Wasservögel. Graugänse, Nilgänse, Kanadagänse, Schwäne und Enten gehören zu den Dauergästen im Park und sind scharenweise im Uferbereich anzutreffen. Um den Weiher führt ein Rundweg. Weitere Wege verteilen sich über die Grünanlage und laden zu ausgedehnten Spaziergängen oder zum Joggen ein. Große Rasenflächen, Sportplätze mit der Möglichkeit zum Fußball- oder Basketballspiel und ein Grillplatz sorgen für Erholung und Zerstreuung. Sitzbänke sind ebenso vorhanden wie ein Kiosk und öffentliche Toiletten. Zugänge zum Park gibt es sowohl vom Ratsweg aus als auch von der Ostparkstraße. Der Ostpark steht unter Denkmalschutz und ist Teil des Frankfurter Grüngürtels.

Bürgergarten im Ostpark

Der angegliederte Bürgergarten im Ostpark ist eine Gartenanlage mit einem künstlich gespeisten Bach, kleinen Teichen, sowie Schaubeeten mit Blumen, Stauden, Kräutern und botanischenen Seltenheiten. Unter anderem finden sich hier viele heimische Pflanzen, aber auch interessante Gehölze aus Nordamerika und anderen Teilen der Welt. Die idylische Anlage ist ehemals als Schulgarten entstanden. Der Ernährungsrat Frankfurt hat diesen Gedanken wieder aufgegriffen und das Bildungssrojekt „Wiederbelebung des Schulgartens“ initiiert.

Ostpark
Ostparkstraße
60314 Frankfurt am Main
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Weseler Werft

Im Frankfurter Osten direkt am Ufer des Mains befindet sich die Weseler Werft. In dem ehemaligen Industriegebiet wurde früher Handel getrieben, Schiffe wurden be- und entladen. Ein denkmalgeschützter Hafenkran und die alten Gleise der Hafenbahn sind noch Überbleibsel aus der damaligen Zeit. Mittlerweile hat sich das Gelände zu einer beliebten Freizeitfläche, Grünanlage und Flaniermeile entwickelt. Nicht nur ein neues Wohnviertel ist hier entstanden, auch gibt es am Flussufer große Wiesen, Spazierwege und einen Spielplatz mit Klettergeräten. Der Uferweg gibt den Blick auf den Turm der Europäischen Zentralbank frei und auf der gegenüberliegenden Uferseite auf den MainPlazaTower. Im Sommer findet auf dem Gelände das mehrtägige Performance-, Tanz- und Theaterfestival der „Sommerwerft“ statt. Mit Theaterzelt, Musikbühne, Kinderprogramm, Flohmarkt und Kopfhörer-Kino sorgt das Kulturfestival für Zerstreuung bei Jung und Alt.

Weseler Werft
Eckhardtstraße
60314 Frankfurt am Main
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Ruhrorter Werft

Ein weiterer Abschnitt im Frankfurter Osthafen ist die Ruhrorter Werft, die sich an die Weseler Werft anschließt und dann weiter bis zum Hafenpark verläuft. Der Bereich mit der Uferpromenade erstreckt sich hier weiter, verschlungene Fußwege und grüne Inseln mit blühenden Rabatten an der Deutschherrnbrücke schmücken das Landschaftsbild der Ruhrorter Werft. Die ausrangierten Güterwagons und Lastkräne an der Werft stammen noch aus der Gründungszeit des Osthafens um 1911. Auch in der Ruhrorter Werft ist der Wechsel von der ehemaligen Industrie- und Hafenatmosphäre zu einem modernen Sport-, Freizeit- und Erholungsbereich gelungen. Für das leibliche Wohl sorgt ein Hafenlokal mit Ganztagsgastronomie, Aussichtsterrasse und Biergarten.

Ruhrorter Werft
Eyssenstraße
60314 Frankfurt am Main
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Hafenpark

Der Hafenpark am Main ist ein Sport- und Freizeitgelände und liegt im Frankfurter Ostend an der Mainuferpromenade. Das Gelände ist im Rahmen des Neubaus der Europäischen Zentralbank entstanden und bietet viele Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen. Zu Füßen des Bankhochhauses herrscht ein reges Treiben. Hier gibt es Felder zum Fußball-, Volleyball-, Basketball und Badmintonspielen, Spiel- und Sportgeräte wie „Kletterkugeln“, bodengleiche Trampolins und „Himmelsschaukeln“ sorgen für Spaß und Abwechslung, zwei Fitnessparcours runden das Sportangebot ab. Eine Skate- und BMX-Anlage machen den Platz am Mainufer zu einem beliebten Treffpunkt für Jugendliche. Für die kleineren Gäste gibt es einen Spielplatz mit Matschbereich und für Senior*innen gibt es eine Fitnessanlage im Hafenpark, die speziell auf die Bedürfnisse von älteren Menschen zugeschnitten ist. Ein Abschnitt des Grüngürtel-Rundwanderwegs führt entlang des Hafenparks.

Hafenpark
Mayfarthstraße
60314 Frankfurt am Main
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Quellen: Website der Stadt Frankfurt, Wikipedia, Eigenerhebung
Fotos (soweit nicht anders angegeben): Karola Neder

Grünes Frankfurt: Schwanheim

Schwanheimer Ufer/ Foto: Karola Neder
Hessischer Radfernweg R3 am Schwanheimer Ufer

Der Stadtteil im Frankfurter Westen hat einiges an Grünräumen zu bieten. Als Teil des Frankfurter Stadtwaldes bietet der Schwanheimer Wald mit dem angrenzendem Waldspielpark Abwechslung und Erholung. Beliebtes Ausflugsziel und Naherholungsgebiet am Main sind die Schwanheimer Dünen. Das Naturschutzgebiet beherbergt viele seltene Pflanzen- und Tierarten und ein Besuch lohnt sich allemal. In der Stadtrandsiedlung Goldstein lädt der Goldsteinpark zum Aufenthalt im Grünen ein.

Schwanheimer Dünen

Das Naturschutzgebiet „Schwanheimer Düne“ befindet sich auf der südlichen Mainseite im Frankfurter Stadtteil Schwanheim. Die Landschaft der Schwanheimer Düne ist eine der wenigen Binnendünen Europas und Lebensraum von vielen seltenen, zum Teil vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Das trockene Klima und der nährstoffarme Boden liefern ideale Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere, die speziell an diese Standorte angepasst sind. Typische Pflanzen auf den lückenhaft bewachsenen Sandböden sind Silbergras, Sand-Grasnelke und verschiedene Flechten. Diese Silbergrasflur ist außerordentlich selten und ökologisch wertvoll. In den äußeren Bereichen ist die Schwanheimer Düne von Magerrasen bedeckt. Des Weiteren gibt es Hecken zum Vogelschutz, Kieferngehölze, Streuobstwiesen und Teiche.

Das Kiefernwäldchen der Schwanheimer Düne erinnert an typische Meerküstengebiete. Auf dem Sandboden wachsen die Nadelbäume buschartig klein und mit tiefhängenden Ästen, wie man es sonst eher von der Meeresküste kennt. Die Hälfte des Schutzgebiets nehmen die Streuobstwiesen ein. Es gibt mehrere Teiche und Gruben, die durch den Abbau von Kies und Sand entstanden sind. Die „Schmitt’sche Grube“ ist der größte See im Naturschutzgebiet. Dieser Bereich ist wichtiger Rückzugsort für seltene Vogel- und Amphibienarten und trägt zum Arterhalt seltener Algen bei. Die Teiche sind eingezäunt und für den öffentlichen Zugang gesperrt. Auch Fledermäuse, Eidechsen, sowie zahlreiche an diesen Lebensraum angepasste Insekten finden ihr Zuhause in den Schwanheimer Dünen. Eine vielfältige und zum Teil seltene Vogelwelt ist im Schutzgebiet beheimatet, beispielsweise Neuntöter, Grauspecht, Pirol und der seltene Eisvogel. Auch der Steinkauz, der als die kleinste Eule Deutschlands gilt, findet hier seinen Unterschlupf. Lange Rohre in den alten Obstbäumen weisen auf dessen Brutplätze hin.

In den Schwanheimer Dünen setzt man auf natürliche Landschaftspflege: Um das Gebiet vor einer übermäßigen Krautschicht und unerwünschtem Bewuchs von Brombeeren zu schützen, ist hier regelmäßig eine Schafherde unterwegs, sozusagen ein „lebendiger Rasenmäher“. Ein Bohlensteg aus Edelkastanienholz führt durch das Schutzgebiet, um die Landschaft mit den empfindlichen Pflanzen zu schützen. Sogenannte Landschafts-Lotsen geben interessierten Besuchern Auskunft über die Besonderheiten der empfindlichen Flora und Fauna und informieren über die Regeln, die zum Schutz der Natur erforderlich sind. Hunde müssen hier an die Leine und auf dem Holz-Bohlenweg müssen Fahrräder geschoben werden. Wissenswertes rund um das Schutzgebiet vermitteln auch die Erläuterungstafeln entlang des Pfades. Seit 1984 ist die Schwanheimer Düne Naturschutzgebiet.

Schwanheimer Düne
Höchster Weg 70
60529 Frankfurt am Main
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Schwanheimer Wald

Mit der Eingemeindung Schwanheims in die Stadt Frankfurt im Jahr 1928 wurde der Schwanheimer Wald Teil des Frankfurter Stadtwalds. Als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH) ist dieser Wald besonders geschützt. Er erstreckt sich über den nordwestlichen Teil des Stadtwaldes. Hier führt ein etwa 5 ½ Kilometer langer Rundwanderweg und Lehrpfad durch den Wald. Entlang des Weges stehen kleine Tafeln mit Informationen zum Wald und zu den Baumarten. Interessante Einblicke gibt es auch auf dem sogenannten Historischen Wanderweg Schwanheim. Auf rund 11 Kilometern erfährt man viel Wissenswertes über archäologische, botanische und geologische Hintergründe. Besonders bemerkenswert sind die über 500 Jahre alten Schwanheimer Alteichen. Die Strecke kreuzt den Grüngürtel-Rundwanderweg.

Ausflugsziele in der Umgebung sind der Waldspielpark Schwanheim mit Grillplatz und großer Liegewiese, die Schwanheimer Wiesen und der ehrenamtlich geführte Kobelt-Zoo. Westlich der Schwanheimer Wiese liegt der Rohsee, der aus einem ehemaligen Altarm des Mains natürlich entstanden ist. Lohnenswert ist auch ein Abstecher in den Agendawald. Als ein Projekt für mehr Nachhaltigkeit wurde der Wald in den Jahren 1997/98 im Rahmen der Lokalen Agenda 21 (PDF 104 KB) von Frankfurter Bürger*innen angelegt. Einst war auf dem Gelände, wo jetzt der Wald steht, die US-Armee stationiert. Im Gebiet von Schwanheimer Wald und Schwanheimer Wiese sind außerdem Objekte der Komischen Kunst zu bestaunen, beispielsweise die Eiche mit Monsterkindern und der Struwwelpeter-Baum. Erschaffen wurden diese lustigen Gesellen von den Künstlern der Neuen Frankfurter Schule.

Schwanheimer Wald
60529 Frankfurt am Main
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Mainufer Schwanheim

Ein Abschnitt des Hessischen Fernradwegs R3 verläuft entlang des Schwanheimer Mainufers. Auf asphaltierten Wegen lässt sich die schöne Landschaft jedoch nicht nur mit dem Fahrrad, sondern auch bei einem ausgedehnten Spaziergang erkunden. Die Strecke am südlichen Mainufer führt unter anderem vorbei an der Staustufe Griesheim und die Untermainschleusen. Die Schleuseninsel um die Staustufe ist Teil des Europäischen Vogelschutzgebietes. Die Videoreihe „Kleine Fluchten“ auf der Frankfurter Stadtseite vermittelt schöne Eindrücke über das Schwanheimer Mainufer und die Schwanheimer Wiesen.

Mainuferweg Schwanheim
60529 Frankfurt am Main
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Goldsteinpark

Inmitten der Siedlung Goldstein zwischen Niederrad und Schwanheim liegt der Goldsteinpark. Die Gestaltung und Fertigstellung des Parks erfolgte 1846 durch den Gartenarchitekten Heinrich Siesmeyer. Entlang der weiten Parklandschaft mit Wiesen und schönen alten Bäumen fließt der Schwarzbach. Für das kulinarische Angebot sorgt das naheliegende „Bürgerhaus Goldstein“. Weitere Abwechslung bietet ein Kinderspielplatz mit Klettergeräten und Sitzbänken. Der Park steht unter Denkmalschutz.

Goldsteinpark
Am Wiesenhof
60529 Frankfurt am Main
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Quellen: Website der Stadt Frankfurt, Wikipedia, www.radfahren-ffm.de, Eigenerhebung
Fotos (soweit nicht anders angegeben): Karola Neder

Grünes Frankfurt: Praunheim

Praunheim Nidda/ Foto: Karola Neder
Nidda in Praunheim

Abgesehen von einem schönen alten Dorfkern ist Praunheim geprägt von Siedlungsstrukturen, die sich aufgrund der Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg gebildet hatten. Entlang der Ludwig-Landmann-Straße erstreckt sich beispielsweise die Bauhaussiedlung Westhausen, die Siedlung Praunheim verläuft zwischen Heerstraße und Nidda, vom funktionalen Baustil der 1970er Jahre geprägt ist die Heinrich-Lübke-Siedlung. Das Nordwestkrankenhaus und die Praunheimer Werkstätten befinden sich ebenfalls in dem Stadtteil. Die Werkstätten sind überregional bekannt und bieten Menschen mit Behinderung Arbeitsgelegenheiten und professionelle Begleitung an. Teile des ehemaligen BUGA-Geländes im Volkspark Niddatal sind dem Praunheimer Gebiet zugeordnet, außerdem durchfließt die Nidda den Ort und sorgt für abwechslungsreiche Ausflugsziele im Grünen.

Niddapark

Der Volkspark Niddatal (kurz Niddapark) liegt auf den Gemarkungen von Praunheim, Ginnheim, Bockenheim und Hausen und erstreckt sich somit gleich über mehrere Stadtteile von Frankfurt. Im Norden grenzt er an die Siedlung Römerstadt in Heddernheim. Nach dem Stadtwald ist der Volkspark die zweitgrößte Grünfläche der Mainmetropole. Anläßlich der Bundesgartenschau (BUGA), die 1989 in Frankfurt stattfand, wurde das weitläufige Gelände mitsamt Park neu ausgebaut und gestaltet. Später wurden die aufwändigen Bepflanzungen wieder zurückgebaut und das Gebiet wurde im darauffolgenden Jahr als Volkspark für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Lindenallee und die Sandstein-Bastionen sind noch Überbleibsel aus den Zeiten der Bundesgartenschau. Heute ist das ehemalige BUGA-Gelände Landschaftsschutzgebiet, und ein Teil des Grüngürtel-Radrundweges verläuft durch diese grüne Oase.

Praunheim Niddapark/ Foto: Karola Neder
Niddapark mit Blick auf den Fernsehturm

Im Ursprung ist das Gebiet rund um das Niddaufer eine weitläufig naturnahe Auenlandschaft. Diese Naturnähe in Verbindung mit dem kultivierten Bereich macht das Areal sehr vielschichtig und facettenreich. Blumen- und Kräuterwiesen, Haine und Gebüschzonen, Gehölze und kleine Waldbereiche lassen das Herz von Naturfreund*innen und Spaziergänger*innen höher schlagen. Es gibt großzügige Spielflächen für Kinder, ein Hundeauslaufplatz ohne Leinenzwang für alle Hundeliebhaber*innen, Sportplätze und ein Fitnessparcours für Freizeitsportler*innen. Die weitläufigen Wiesen mit Blick auf den Frankfurter Fernsehturm, Radwege, Gastronomieangebote und Kleingartenanlagen machen den Niddapark für viele Besucher*innen zu einer attraktiven Anlaufstelle. Sehenswert ist auch die Open-Air-Graffiti-Galerie unter einer dunklen Brücke im Park. Die Kunstwerke fertigten internationale Graffiti-Künstler*innen, ein Teil entstand auch in Workshops mit Jugendlichen.

Östlich an der Ginnheimer Seite befindet sich das Ginnheimer Wäldchen, an der Hausen-Praunheimer Seite bildet das Praunheimer Wäldchen die Randzone, während das Nachtigallenwäldchen direkt entlang der Nidda verläuft. Den Abschluss an der Hausener Terrasse bildet ein Spielplatz mit Turn- und Schaukelgeräten. Hier von der erhöhten Aussichtsplattform bietet sich ein Blick über weite Teile des Parks.

Infotafel mit Plan Volkspark Niddatal (PDF 5,63 MB)
(Quelle: www.frankfurt.de)

Niddapark
Ginnheim/Hausen/Praunheim/Bockenheim
Frankfurt am Main
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Niddaufer und Niddawiesen

Rund um den Uferweg an der Nidda bietet sich eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und zur Erholung im Grünen. So erstreckt sich ein Rad- und Spazierweg entlang des Flusses. Liegewiesen und Sitzbänke säumen das Ufer, Kleingartenanlagen, ein Spielplatz und der Grillplatz Praunheimer Hohl  sind beliebte Anlaufstellen für den Aufenthalt im Grünen. In Praunheim befindet sich außerdem ein Altarm der Nidda. Dort nahe der Straße „Am Treutengraben“ erstrecken sich an der Flussaue naturnahe Grünflächen, auf der sich eine natürliche Vegetation mit standortsgemäßen Pflanzen entwickelt hat.

Praunheim
60488 Frankfurt am Main
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Quellen: Website der Stadt Frankfurt, Wikipedia, Eigenerhebung
Fotos (soweit nicht anders angegeben): Karola Neder

Grünes Frankfurt: Hausen

Nidda in Hausen/ Foto: Karola Neder
Nutrias an der Nidda in Hausen

Eine naturnahe Lage und die Nähe zur Nidda zeichnet das ehemalige Mühlendorf Hausen aus. Die Grünflächen des Niddaparks erstrecken sich über ein weites Gebiet des Stadtteils. Am Niddaufer liegt auch das Freibad Hausen mit beheiztem Schwimmbecken, großer Liegewiese sowie Spiel- und Sportflächen. An einem Altarm der Nidda befindet sich das Vogelschutzgehölz Hausener Auwald mit einer großen Artenvielfalt.

Niddapark

Niddapark/ Foto: Karola Neder

Der Volkspark Niddatal (kurz Niddapark) liegt auf den Gemarkungen von Praunheim, Ginnheim, Bockenheim und Hausen und erstreckt sich somit gleich über mehrere Stadtteile von Frankfurt. Im Norden grenzt er an die Siedlung Römerstadt in Heddernheim. Nach dem Stadtwald ist der Volkspark die zweitgrößte Grünfläche der Mainmetropole. Anläßlich der Bundesgartenschau (BUGA), die 1989 in Frankfurt stattfand, wurde das weitläufige Gelände mitsamt Park neu ausgebaut und gestaltet. Später wurden die aufwändigen Bepflanzungen wieder zurückgebaut und das Gebiet wurde im darauffolgenden Jahr als Volkspark für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Lindenallee und die Sandstein-Bastionen sind noch Überbleibsel aus den Zeiten der Bundesgartenschau. Heute ist das ehemalige BUGA-Gelände Landschaftsschutzgebiet, und ein Teil des Grüngürtel-Radrundweges verläuft durch diese grüne Oase.

Im Ursprung ist das Gebiet rund um das Niddaufer eine weitläufig naturnahe Auenlandschaft. Diese Naturnähe in Verbindung mit dem kultivierten Bereich macht das Areal sehr vielschichtig und facettenreich. Blumen- und Kräuterwiesen, Haine und Gebüschzonen, Gehölze und kleine Waldbereiche lassen das Herz von Naturfreund*innen und Spaziergänger*innen höher schlagen. Es gibt großzügige Spielflächen für Kinder, ein Hundeauslaufplatz ohne Leinenzwang für alle Hundeliebhaber, Sportplätze und ein Fitnessparcours für Freizeitsportler*innen. Die weitläufigen Wiesen mit Blick auf den Frankfurter Fernsehturm, Radwege, Gastronomieangebote und Kleingartenanlagen machen den Niddapark für viele Besucher*innen zu einer attraktiven Anlaufstelle. Sehenswert ist auch die Open-Air-Graffiti-Galerie unter einer dunklen Brücke im Park. Die Kunstwerke fertigten internationale Graffiti-Künstler*innen, ein Teil entstand auch in Workshops mit Jugendlichen.

Niddapark/ Foto: Karola Neder
Volkspark Niddatal

Östlich an der Ginnheimer Seite befindet sich das Ginnheimer Wäldchen, an der Hausen-Praunheimer Seite bildet das Praunheimer Wäldchen die Randzone, während das Nachtigallenwäldchen direkt entlang der Nidda verläuft. Den Abschluss an der Hausener Terrasse bildet ein Spielplatz mit Turn- und Schaukelgeräten. Hier von der erhöhten Aussichtsplattform bietet sich ein Blick über weite Teile des Parks.

Infotafel mit Plan Volkspark Niddatal (PDF 5,63 MB)
(Quelle: www.frankfurt.de)

Niddapark
Ginnheim/Hausen/Praunheim/Bockenheim
Frankfurt am Main
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Vogelschutzgehölz Hausener Auwald

Hausen Vogelschutzgebiet/ Foto: Karola Neder
Hausen Vogelschutzgebiet

Das Vogelschutzgebiet befindet sich an einem Altarm der Nidda nahe am Hausener Wehr und ist ein naturbelassener Wald mit altem Baumbestand. Unter anderem findet man dort eine etwa 250 Jahre alte Eiche und einen ungefähr 100 Jahre alten Weißdorn. Baumläufer, Meisen und Kleiber haben ihre Brutplätze im Gehölz, und auch der Eisvogel und der seltene Mittelspecht sind hier zuhause. Viele Insekten und andere Tiere finden hier im Totholz einen naturbelassenen Lebensraum. Das Gelände ist eingezäunt und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Gebiet gehört zum Frankfurter Grüngürtel.

Vogelschutzgehölz Hausener Auwald
60488 Frankfurt am Main
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Quellen: Website der Stadt Frankfurt, Wikipedia, Eigenerhebung
Fotos (soweit nicht anders angegeben): Karola Neder

Grünes Frankfurt: Griesheim

Staustufe Griesheim/ Foto: Karola Neder
Staustufe Griesheim

Der Stadtteil im Frankfurter Westen ist zunächst einmal durch das große Gewerbegebiet und den Industriepark Griesheim geprägt, glücklicherweise liegt der Ort aber auch direkt am Main. Nicht zuletzt durch diese Lage in Flussnähe ergeben sich hier einige Erholungsorte im Grünen, allem voran das Griesheimer Mainufer. Die Uferbereiche und die Schleuseninsel um die Staustufe Griesheim sind sogar Teil des Europäischen Vogelschutzgebietes. Noch zu erwähnen wären die „Griesheimer Alpen“: Sie sind nicht etwa eine Gebirgslandschaft für Naturfreunde – wie der Name vermuten lässt – sondern eine riesige Anhäufung von Chemieabfällen und Industrieschlamm. Der 40 Meter hohe und mittlerweile begrünte Abfallberg im Industriepark ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Griesheimer Mainufer

Entlang des Main erstreckt sich – umsäumt von Weiden und Erlen – das Griesheimer Mainufer. Ausgedehnte Wege verlaufen entlang des Ufers und laden zum Flanieren ein. Sitzbänke im Grünen geben den Blick auf die Mainpromenade frei. Schaukelnde Boote im Wasser und der Yachthafen vermitteln typische Hafenatmosphäre. Auch das Freizeitangebot ist groß: Neben der Möglichkeit zum Fahrradfahren und Spazierengehen gibt es hier auch eine Gaststätte im Ruderclub, mehrere Spielplätze, ein Beachvolleyballfeld, eine Skate- und Rollsportanlage und den Grillplatz Mainvorland. Ein Besuch des Griesheimer Mainufers lohnt sich allemal.

Griesheimer Mainufer
65933 Frankfurt am Main
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Bürgermeister-Schubert-Park

Benno Schubert war der letzte Bürgermeister des ehemals selbstständigen Griesheim und Wegbereiter der Eingemeindung nach Frankfurt im Jahr 1928. Der kleine Park am Griesheimer Mainufer wurde nach ihm benannt. Ein Spaziergang entlang der Mainpromenade führt direkt in die Grünanlage und verspricht Entspannung und Erholung mit einer schönen Aussicht auf den Fluss. Die Grünfläche liegt am Fuße der Europabrücke, die zwischen den Frankfurter Stadtteilen Griesheim und Schwanheim den Main überspannt. Ein an die Brücke angesetzter Steg für Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen verbindet Griesheim mit der Siedlung Goldstein.

Bürgermeister-Schubert-Park
65933 Frankfurt am Main
Geoportal Frankfurt

Quellen: Website der Stadt Frankfurt, Wikipedia, Website Freizeitmonster, Eigenerhebung
Fotos (soweit nicht anders angegeben): Karola Neder

Grünes Frankfurt: Niederursel

Niederursel liegt am Unterlauf des Urselbachs, einem rechten Zufluss der Nidda. Ehemals als „Stadt der Mühlen“ bezeichnet, gibt es im alten Ortskern noch viele Mühlengebäude und schöne alte Fachwerkhäuser. Das moderne Büro- und Wohnquartier Mertonviertel zeichnet den Osten des Stadtteils aus, weit ausgedehnte Ackerbauflächen erstrecken sich in westlicher Richtung. Mitten im Wohngebiet zwischen Hammarskjöldring und Praunheimer Weg sorgt der Martin-Luther-King-Park für Erholung und Freizeitgestaltung.

Martin-Luther-King-Park

Diese Grünanlage liegt nördlich der Siedlung Frankfurt-Nordweststadt und wurde benannt nach dem 1968 ermordeten Bürgerrechtler und Nobelpreisträger Martin Luther King. Die Entstehung des Parks ist den US-amerikanische Soldaten zu verdanken, die hier in Frankfurt stationiert waren. Eine großzügige Rasenfläche rund um den großen, naturnah gestalteten Teich im Park lädt zum Verweilen ein. Es gibt mehrere Liegewiesen, Spazierwege und eine Hundeauslauffläche. Außerdem findet sich hier für Jung und Alt ein abwechslungsreiches Angebot. Für Kinder und Jugendliche gibt es einen Abenteuerspielplatz, einen Bolzplatz, ein Streetball- und Basketballfeld, für die älteren Menschen sorgt eine Senioren-Fitnessanlage für Abwechslung. Auch für Konzerte, Feste und Vereinsveranstaltungen wird der Park gerne genutzt.

Martin-Luther-King-Park
Praunheimer Weg 82
60439 Frankfurt am Main
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Naturschutzgebiet Riedwiesen

Naturschutzgebiet Riedwiesen/ Foto: Karola Neder

Die Riedwiesen sind ein Naturschutzgebiet im Frankfurter Grüngürtel. Das Gebiet im Stadtteil Niederursel / Mertonviertel verläuft südöstlich entlang der Nidda und grenzt im Nordosten an die Bundesautobahn 661. Die Wiesen sind Teil der ursprünglichen Nidda-Auen und weisen eine Pflanzen- und Tierwelt auf, die für diese Feuchtbiotope typisch ist. Tümpel, Teiche und Gräben durchziehen das Gebiet, und viele Amphibienarten und Kleinsäugetiere finden hier einen naturbelassenen Lebensraum. Als Teil des weitverzweigten Grabensystems beginnt der Rohrborngraben seinen Lauf in dem natürlichen Auenbereich bis er nach einer Fließstrecke von ca. 1 km bei Niederursel in die Nidda mündet. Das Gebiet der Riedwiesen war früher wesentlich größer und erstreckte sich über weite Flächen zwischen Niederursel und Heddernheim, mittlerweile sind die Grünflächen durch Autobahn und Industriegelände erheblich in ihrer Ausdehnung beschnitten. Die Wiesen sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Riedwiesen
Olof-Palme-Straße
60439 Frankfurt am Main
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Quellen: Website der Stadt Frankfurt, Wikipedia, Eigenerhebung
Fotos (soweit nicht anders angegeben): Karola Neder