k teaserFür kleines Geld begeistert das legendäre Kino der Universität Frankfurt große und kleine „Cineasten“ seit Jahren mit seinem Programm während der Semesterzeit.

 

 


Mitten auf dem alten Campus der Universität in Bockenheim direkt über dem Café „KOZ“ befindet sich die „Pupille“. Ein Kino, das sich seit seiner Neueröffnung Ende der 90er Jahre durch einen ganz speziellen Filmgeschmack auszeichnet. Jenseits von dem, was die großen kommerziellen Kinoketten dominiert, vertritt die Pupille das Prinzip eines Kinos, welches den Horizont erweitert.


Ein inspirierendes kommunales Kino, dieser Geist verbirgt sich hinter den Türen und lädt alle ein. Ob Student oder nicht, ob jung oder alt, für 2,50 Euro pro Person (Kinderkino 2,00 Euro) kann man sich Meisterwerke ansehen, die der Mainstream ignoriert oder Perlen wiederentdecken, die längst vergessen wurden. Von Arthaus zu Modernem, über Weltfilm bis hin zu feinstem Trash, abgerundet mit einem stets hochwertigen Kinderprogramm, die Geschmäcker sind verschieden und so facettenreich präsentiert sich auch das jeweilige Vorführprogramm, welches das Semester über gezeigt wird. Manchmal stehen die Filmschaffenden selbst Rede und Antwort im „Plenum“, nach den Filmen. Nicht selten werden Filme erläuternd vorgestellt und danach inhaltlich aufgearbeitet. Die „Pupille“ ist kein reines „Konsumenten-Kino“, sondern Teil des Ortes an dem sie steht, Teil der universitären Philosophie des Gedankenaustausches und der Diskussion.


Rustikal und Charmant. Diese zwei Adjektive kommen einem sofort in dem Sinn, wenn man in diesem großen Raum sitzt, der an einen Tanzsaal oder eine Aula erinnert, auf Holzstühlen wie zu alten Schulzeiten, zwischen Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch sofort verstummen, wenn die Lichter ausgehen, die „Realität“ den Saal verlässt und die „bewegten Bilder“ ihr Recht auf Entfaltung einfordern und auch bekommen. Inmitten einer immer weiter Richtung Wolken strebenden und bauenden Stadt ist die „Pupille“ konsequent bodenständig und hoffnungslos romantisch, weil in der Fantasie verwurzelt und repräsentiert dadurch das Herz von „Mainhattan“. Ziehen sie los und lauschen sie diesem „Puls“, solange es ihn noch gibt.


Aber Achtung: Gutes Sitzfleisch sollte mitgebracht werden, denn Gesäßmatten sind zwar kostenlos erhältlich, aber auch erwartungsgemäß schnell vergriffen. Zeitig da sein lohnt sich also doppelt.

 

Weitere Informationen: Pupille.org


Text: rad
Foto: © DavidSimpson

 

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