Teaser KleinSchmale postmodern gestaltete Wohnhäuser stehen in der Saalgasse. In den Achtziger Jahren wurde die Häuserzeile von mehreren Architekten entworfen. Allen Architektur­liebhabern ist der Besuch zu empfehlen.

 

 

 

14 Saalgasse

Die Saalgasse, die sich in der Altstadt von Frankfurt befindet, wurde 1944 durch Bombenangriffe vollständig zerstört. Vom Spätmittelalter bis in die Vorkriegszeit war die Straße mit Fachwerkhäusern bebaut. Das Gebiet bekam sein neues Aussehen erst Jahrzehnte später in den Achtzigern. Es wurden mehrere Architekten nach einem Wettbewerb beauftragt – darunter auch zwei nicht deutsche Architekten Adolfo Natalini und Charles Moore – zur Südseite hin an der Saalgasse eine Reihe von Stadthäusern zu entwerfen. Angelehnt an die Bebauung der Häuser die hier vor der Kriegszerstörung zu finden gewesen waren, sollten sich die Vorschläge richten.

 

Charles Moore kleinDie Parzellen für die Stadthäuser betrugen in der Breite meistens 7,50 Meter und die einheitliche Tiefe war mit 10 Metern vorgegeben. Eine Ausnahme ist das etwas breitere Stadthaus von Charles Moore. Sein Haus von 1984 wirkt wie zwei Gebäude. Es lenkt den Blick auf die Treppe in der Mitte, die beide Haushälften miteinander verbindet. Die Fassaden der Haushälften sind unter­schiedlich gestaltet und es ist in der Mitte geöffnet. Man bezeichnet es auch als das „aufgeklappte Haus“.

 

Jedes Haus in der Reihe der Stadthäuser hat vier Stockwerke und die Dächer sind mit Schiefer oder Zink gedeckt. Die verschieden­artigen postmoderne Häuser mit ihren bunten Fassaden lenken sofort den Blick der Passanten auf sich. Die Postmoderne als Stilrichtung der Architektur wendet sich gegen die Moderne mit ihrer funktionalisierten Alltagsarchitektur. Sie imitiert oft spielerisch historische Bauformen. Es werden leuchtende Farben bunt kombiniert. Die Häuser in der Saalgasse mit ihren abwechslungsreichen Fassaden gelten heute als Musterbeispiel der Postmoderne.

 

54 Saalgasse kleinAllen Frankfurtern und Touristen ist der Bummel durch die Saalgasse zu empfehlen. Am besten mit einem Fotoapparat ausgerüstet.

 

 

 

 

 Text und Bilder: huh

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