01 Teaser klein

Mit viel Liebe zum Detail entstehen 35 Altstadthäuser auf dem Areal zwischen Dom und Römer. Bis zur Eröffnung im Herbst 2018 werden 15 Rekonstruktionen und 20 Neu­bauten fertiggestellt.

 


05 Häuserreihe kleinBauten aus den verschiedensten Epochen wie zum Beispiel Gotik, Renaissance, Barock und Klassizismus prägten vor dem zweiten Weltkrieg das Stadtbild der Altstadt. Im Krieg wurde die historische Altstadt im Jahr 1944 durch Luftangriffe zerstört. Der gesamte Stadtteil mit seinen Straßen besteht heute überwiegend aus den Gebäuden der Wiederaufbauzeit nach dem Krieg. Es wurden jedoch viele markante Gebäude und wichtige Stadtplätze wiederhergestellt oder rekonstruiert.


003 RebstockDas Technische Rathaus wurde aufgrund seiner Architektur und seines Standorts im historischen Kernbereich der Altstadt von 2010 bis 2012 abgerissen. Durch seine grauen Waschbetonmauern galt es als Betonbausünde aus den 70er Jahren. Durch den Abriss ist ein 7.000m² großes Areal entstanden, auf dem das Dom-Römer-Projekt realisiert werden soll. Die städtische DomRömer GmbH wurde mit der Umsetzung beauftragt. Im Juni 2016 wurde das Stadthaus am Markt als erstes fertiggestellt. Geplant sind 80 Wohnungen für ca. 200 Menschen und 30 Erdgeschoßgeschäfte für Gastronomie und Einzelhandel. Es werden auch Museen in die Altstadthäuser einziehen. Eine typische Bürgerwohnung des 17. Jahrhunderts mit Original-Mobiliar zeigt das Historische Museum in der „Goldenen Waage“ die sich am Markt 5 befindet. Hier wird auch das Stoltze-Museum einziehen. Friedrich Stoltze (1816-1891) war ein Frankfurter Mundart-Dichter, Satiriker und Demokrat. Sein Frankfurt-Gedicht mit dem ersten Vers: „Es is kaa Stadt uff der weite Welt, die so merr wie mei Frankfort gefällt, un es will merr net in mein Kopp enei, wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!“ ist sein bekanntestes Gedicht. Es ist auch als Fassadengestaltung an einem Haus im Westend (Wolfgangsstraße/Reuterweg) zu sehen. Auch das Struwwelpeter-Museum, eine Attraktion für Kinder, kann in Zukunft im Norden des Hühnermarktes, in der Gasse Hinter dem Lämmchen 2 und 4 besucht werden.


004 RestaurierungIn die neue Altstadt werden auch Prominente einziehen, wie die ehemalige Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth. Im Haus „Klein Nürnberg“ in der Gasse „Hinter dem Lämmchen“ hat sie sich eine 70m² große Zwei-Zimmer-Wohnung gekauft.


Der historische Stolze-Brunnen, der im Krieg nicht zerstört wurde, findet im Herzen der Altstadt, dem Hühnermarkt seinen Platz. Der Krönungsweg zwischen Dom und Römer ist für die Identität und Bedeutung der Stadt entscheidend. Mit ihm sind viele Geschichten verbunden. Ab 1562 wurden in Frankfurt Könige und Kaiser gekrönt, die nach der Zeremonie im Dom über den Krönungsweg zum Römer schritten. Der Krönungsweg ist sozusagen die Hauptstraße der Altstadt. Sie führt die Besucher vom Römerberg kommend direkt zum Hühnermarkt.

   

06 Krönungsweg kleinHeute im Jahr 2017 ist die neue Altstadt mit ihren historischen Straßen, Plätzen und Gebäuden fast wiederaufgebaut und hergestellt. Bis zur Eröffnung im Jahr 2018 bleibt sie aber immer noch eine Baustelle, die von Bauzäunen umgeben ist. Der interessierte Bürger bekommt aber immer mehr Einblick in die Altstadt, weil die meisten Gerüste an den Häuserfassaden abgebaut sind. Über die Bauzäune hinweg können schon heute schöne Fotografien von den Häusern gemacht werden. Viele Menschen werden in der neuen Altstadt leben, wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen. Diese Frankfurter Sehens- würdigkeit wird viele Besucher anziehen und es werden zukünftig Stadtführungen angeboten. Da es in der Altstadt keine Bordsteine aus Gründen der Barrierefreiheit gibt, können sich auch Rollstuhlfahrer ungehindert fortbewegen.

 

 

Mehr Informationen unter:

Faltplan DomRömer-Quartier 2017

 

 

Text und Bilder: huh

 

 

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok