0 Uni TeaserAbseits vom hektischen Treiben der Stadt lädt der Campus Westend die Besucher vor allem am Wochenende ein, das schöne und großflächige Gelände mit seinen Bauwerken, Plätzen und Grünanlagen zu besuchen.

 

 

 

01 8615Der Campus besteht zum einen aus dem Gelände, das sich um das IG-Farben-Haus erstreckt und zum anderen um das Neubaugelände hinter dem alten Casino mit dem zentral liegenden Theodor-W-Adorno-Platz. Diese zwei Areale sind sehr unterschiedlich in ihrer Landschafts- gestaltung. Um diesen Unterschied zu erleben, kann der Campus von der Fürstenbergerstraße ausgehend über den Norbert-Wollheim-Platz in Richtung des Haupteinganges des IG-Farben-Hauses besucht werden. Dabei richtet sich der Blick auf das große und monumentale Bauwerk, das von dem Architekt Hans Poelzig entworfen, und in der Zeit von 1928 bis 1932 gebaut wurde. 15 Jahre hat es die I.G. Farbenindustrie AG genutzt. Nach dem Ende des Krieges blieb das Gebäude fast unbeschädigt und die amerikanischen Streitkräfte machten es zu ihrem Hauptquartier. Heute ist das denkmalgerecht sanierte IG-Farben-Haus das Hauptgebäude der Johann Wolfgang Goethe-Universität.


wasserDurch die große Grünanlage mit ihren Rasenflächen und alten Bäumen vor dem IG-Farben-Haus und den dichten Sträuchern die das Gelände abgrenzen, bekommen die Besucher so gut wie nichts vom Lärm des Straßenverkehrs mit. Sehr schön ist auch der Blick vom Haupt- eingang des Gebäudes auf die Stadt und ihre Skyline. Das Gelände hinter dem 250 m langen und 35 m hohen IG-Farben-Haus ist eine schöne alte Parkanlage, die sich bis zum etwas höherem gelegenen „Casino“ erstreckt. Das Casino wurde von der IG-Farbenindustrie als Wirtschafts- gebäude mit Speise- und Ver- anstaltungsräumen genutzt, und die amerikanischen Streitkräfte machten es zu ihrem Offizierskasino. Die alten Gebäude und Parkanlagen sind ein Kulturdenkmal und stehen unter Denkmalschutz. Zentral auf der Mittelachse zwischen IG-Farben-Haus und dem alten Casino-Gebäude befindet sich ein Wasserbassin. Im Sommer drehen Enten und Nilgänse ihre Runden in dem kühlen Nass. Die in der Nähe des Bassins stehenden Trauerweiden besitzen ein reizvolles Flair und bilden eine sehr schöne Kulisse am Wasser. Auf der Wiese neben dem Wasserbassin steht seit 2016 der Bronzeguss ‚Hippocampus’ auf einem Betonfundament. Die fünf Meter hohe und spiralförmige Skulptur ist von den Künstlern Dolores Zinny und Juan Maidagan. Spaziert der Besucher am Wasserbassin entlang, erreicht er die zum Casino heraufführende Treppenanlage. Mittig auf der Brüstung des ersten Treppenabsatzes sitzt seit 1931 der bronzene Frauenakt ‚Am Wasser’ von Fritz Klimsch, einem in Frankfurt geborenen Künstler. Ein paar Stufen höher, am Nina-Rubinstein-Weg, ist dann das historische Casino-Gebäude erreicht, das von den Studenten seit 2001 als Mensa genutzt wird.


03 8646Das Neubaugelände beginnt hinter dem historischen Casino-Gebäude, und der Blick richtet sich auf das großflächige und weitläufige Gelände mit dem zentral liegenden Theodor-W-Adorno-Platz. Im Gegensatz zu den alten Gebäuden und Parkanlagen rund um das IG-Farben-Haus fühlt man sich beim Betreten des neuen Campus Westend Geländes, wie in einer neuen Welt. Das Neubaugelände mit seinen hochmodernen Gebäuden und den weitläufigen Plätzen bietet für das Architekturbegeisterte Publikum jede Menge interessante Blickwinkel für Fotomotive. Den größten Teil des Campus Westend hat der Architekt Ferdinand Heide gebaut. Bei der Architektur hat er sich am IG-Farben-Haus orientiert. Beim Betrachten des Hörsaalzentrums und des neuen Anbau Casino fällt auf, daß die Fassadengestaltung der Gebäude, dem IG-Farben-Haus entspricht. Das IG-Farben-Haus ist mit Steinplatten aus Cannstatter Travertin verkleidet. Der Cannstatter Travertin ist ein Kalkstein von heller, meist gelblicher bis brauner Farbe.


06 8708Ein längliches Wasserbecken schmückt den Theodor-W-Adorno-Platz und ein besonderer Blickfang ist die acht Meter hohe Skulptur ‚Body of Knowledge‘ des spanischen Künstlers Jaume Plensa, die sich in der Mitte des Platzes befindet und ein Symbol für eine transparente und weltoffene Universität ist. Seit 2016 steht das Adorno-Denkmal zwischen dem Hörsaalzentrum und dem PEG-Gebäude auf einer wasserfesten Wegedecke. Das Denkmal besteht aus einem Glaskubus mit Schreibtisch und Stuhl und ist eine Inszenierung von Adornos Arbeitsplatz. Das Buch auf dem Schreibtisch mit dem Titel „Negative Dialektik“ symbolisiert Adornos philosophisches Werk. Im Resteraunt/Café-Bistro ‚Sturm und Drang‘ können die Besucher im Freien an den Tischen ihren Café und den Blick über das neue Unigelände genießen. Das Café kann im Hörsaalzentrum direkt vom Theodor-W-Adorno-Platz besucht werden. In mehreren Bauabschnitten wird das Neubaugelände bis zur Miquel-/ Adickesallee ausgebaut. Bis Ende 2021 soll der Umbau der Goethe-Universität abgeschlossen sein.

                                                                                                          

 

Campus Westend Lageplan

 

Kunst auf dem Campus Westend: 

Frauenakt ‚Am Wasser’ von Fritz Klimsch

Body of Knowledge von Jaume Plensa

Giants von Ewerdt Hilgemann

Hippocampus von Dolores Zinny und Juan Maidagan

Adorno-Denkmal von Vadim Zakharov

 

 

Text & Bilder: huh

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