BauStil50erIMG 5214TeaserBildViele namhafte Architekten haben in Frankfurt in den 50er Jahren bedeutende Gebäude geschaffen, die heute als Baudenkmäler unter Denkmalschutz gestellt sind.

 

 

 

 

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Frankfurt von 1940 an durch Luftangriffe der Royal Air Force (RAF) und der United States Army (USAAF) schwer zerstört.

 

Besonders die Alt-und Innenstadt mitsamt ihren Kulturdenkmälern wurde von zwei Bomber-Angriffen am 18. und 22. März 1944 dem Erdboden gleichgemacht.
Da eine Rekonstruktion der zerstörten Frankfurter Innenstadt laut Beschluss des Stadtparlaments vom 29. Mai 1947 nicht in Frage kam, fand eine Modernisierung mit dem Ziel einer autogerechten Innenstadt statt.
Lediglich der Römer, die Paulskirche, das Goethe-Haus, die Staufenmauer, das Steinerne-Haus, der Saalhof, das Karmeliterkloster, das Leinwandhaus, der Dom, die Alte Nikolaikirche, die Liebfrauenkirche sowie das Dominikanerkloster wurden mehr oder weniger vereinfacht wieder aufgebaut.

 


Aus diesem Grund entstand ab dem 16. November 1953 eine Ost-/West-Achse, die die noch heute existierende Berliner Straße mit der durch die östliche Innenstadt führende Nord-/Süd-Achse der Kurt-Schumacher-Straße verbindet.
Dringend benötigte Wohnhäuser oder Zweckbauten, im schlichten und sachlichen Stil der 50er Jahre konzipiert, wurden auf dem Großteil der ehemaligen Altstadt errichtet.
Viele der damaligen Wohn- und Bürobauten stehen heute unter Denkmalschutz und wurden von namhaften Architekten erbaut (Ferdinand Kramer, Johannes Kran, Wilhelm Berentzen).

 

 

Eine Erkundung der Innenstadt:
Unweit des Eschenheimer Turms, an der Eschersheimer Landstraße, befindet sich das „Bayer-Haus“.
Es wurde 1952 vom Architekten Stefan Blattner im Stil der Frühen Moderne erbaut.
Das 30,4 Meter hohe einstige Bürogebäude, in dem sich heute ein Hotel befindet, zeichnet sich durch ein charakteristisches Staffelgeschoss und ein hervorstechendes Pultdach aus.
In nächster Nähe, in der Stiftstraße 36 kommt man zum sogenannten „Nitribitt-Haus“. Baudenkmäler50er.556IMG 5220Dort wohnte Rosemarie Nitribitt, eine stadtbekannte Prostituierte, die Ihre Kundschaft auch in hochrangigen Wirtschaftskreisen hatte. Sie wurde 1957 in Ihrem Appartement in der Stiftstraße ermordet aufgefunden, was zu einem Skandal in der damaligen prüden Bundesrepublik führte.Der Mörder wurde nie gefasst. Durch die Goethestraße über den Horst-Lippmann-Platz, nahe des bekannten Jazzkellers,Baudenkmäler der 50er.556IMG 2389 gelangt man in die Freßgass' (Straßenzug Kalbächer Gasse und Große Bockenheimer Straße) in der sich ein stilgetreu renovierter 50er Jahre Pavillon befindet.Baudenkmäler der 50er.556IMG 5223Weiter durch die Innenstadt gelangt man in die Berliner Straße. Dort in der Berliner Straße/ Ecke Fahrgasse (Fahrgasse 26) steht das vom Architekten Johannes Krahn entworfene NEFF-Hochhaus, benannt nach einem früheren Küchengeräte-Hersteller.BauStil 50er.556IMG 2417Das 1955 entstandene Wohn- und Geschäftshaus gilt als das erste Appartement-Hochhaus Frankfurts. Vorbei an modernen Wohnhäusern von 1952, erbaut nach Entwürfen von Max Meid und Helmut Romeik, in der Berliner Straße 20-36 geht es weiter zur Hausnummer 27, zur 1956 errichteten Göppinger Galerie (Entwurf Eberhard Brandl und Apel). Schräg gegenüber der Berliner Straße 40 (Bürohaus von Ludwig Happ,1953) erreicht man den früheren Bundesrechnungshof an der Ecke Berliner Straße/Kornmarkt.BauStil 50er.556IMG 2405Das nach einem Entwurf der Architekten Werner Dierschke und Friedel Steinmeyer entstandene Gebäude wurde 1953 in Anwesenheit vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss eingeweiht. Hier hatte der Bundesrechnungshof seine Zentrale, bevor er im Jahr 2000 nach Bonn zog. Die im Jahr 1955 entstandene bauliche Erweiterung, die nicht unter Denkmalschutz stand, wurde zugunsten einer zukünftigen Arkaden-Bebauung 2015 abgerissen. Weiter entlang der Straße, in der Berliner Straße 70, befindet sich eine vom Architekten Edgar Schäfer 1956 erbaute Trinkhalle, die später als Jazzkneipe diente und in der heute ein Restaurant beheimatet ist. Von dort aus geht es zur Weißadlergasse 2 zu 1955-58 errichteten Wohn- und Geschäftshäusern des Architekten Karl Weber-Flumm.


In nördlicher Richtung, In der Straße Am Kornmarkt, passiert man das Parkhaus Hauptwache.Baudenkmäler 50er.556.IMG 2396 Das 1956 entstandene Gebäude ist das älteste, öffentliche Parkhaus Deutschlands. Geht man in Richtung Hauptwache und biegt in die Bleidenstraße ein, sieht man in der Bleidenstraße 1 das ehemalige Versorgungshaus, 1959 erbaut nach einem Wettbewerbsentwurf von Ernst und G. Balser. Über die Fortführung der Bleidenstraße, der Töngesgasse, gelangt man zur Hasengasse. Hier, in der Hasengasse 5, lädt die allseitsbeliebte, 1954 erbaute Kleinmarkthalle, zum Besuch ein.BaudenkSil 50er.556IMG 2401Anstatt über diese Worte zu verlieren, möge sich der Besucher eine eigene Meinung bilden.


Nur so viel: VIEL SPAß UND GUTEN APPETIT!

m.s.

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