teaser juniorhaus

In den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts wuchs Frankfurt als nunmehr zentralste Großstadt der Bundesrepublik zur Metropole heran.

 

 

 

Die Architektur jener Zeit gilt nicht gerade als Highlight in der Geschichte, dennoch entstanden durchaus respektable Gebäude, von denen noch einige in der ansonsten ständig ihr Gesicht verändernden Stadt erhalten sind.

 

Ein erfreuliches Beispiel für die ansonsten oft geschmähte Architektur des Frankfurter Wiederaufbaus – und im Gegensatz zu vielen anderen Bauten dieser Zeit noch erhalten – ist das Junior-Haus am Kaiserplatz. Wo einst Rosemarie Nitribitt ihre Runden drehte, gab es passend dazu im Gebäude Edelpelze und Mercedes-Sportwagen zu kaufen. Noch heute ziert ein Stern von enormer Dimension das Dach der Rotunde, die das Bauwerk elegant um die Ecke führt.

junior hausJuniorhaus in den 50ern und heute

 

Auf der linken Abbildung aus den 50er Jahren erkennen wir aber auch den speziellen Charme der Frankfurter Innenstadtbauten in dieser Zeit: Viele davon waren großflächig mit Leuchtreklame bestückt und verliehen der Gegend nachts eine Las Vegas-Atmosphäre in hessisch-bescheidenem Format. Auch das verglaste Treppenhaus war neonbeleuchtet und verlieh dem Gebäude eine elegante Transparenz. Glücklicherweise ist wenigstens dieser Teil der nächtlichen "Lichtskulptur" erhalten geblieben.

 

Frankfurt erneuert sich ständig, das gehört zum Selbstverständnis der Stadt. Das Junior-Haus mit seinen neun Geschossen überragte bei seiner Erstellung die Umgebung bei weitem, während der benachbarte Commerzbank Tower bereits 65 Geschosse zählt. Dafür muss immer wieder (durchaus erhaltenswerte) Bausubstanz weichen. Doch das ist kein Grund zu lamentieren, solange uns noch ein paar der denkmalgeschützten Gebäude erhalten bleiben.

 

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