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Neuer jüdischer Friedhof

 

1928 wurde der neue jüdische Friedhof eröffnet Er liegt an der Eckenheimer Landstraße und grenzt ebenfalls an den Hauptfriedhof an. Auffallend ist die Schlichtheit und geometrische Strenge von der Architektur und der Friedhofsanlage. Der Stil ist geprägt von der „Neuen Sachlichkeit“ des damals herrschenden „Neuen Bauens“, bei gleichzeitigem Rückgriff auf klassische Stilelemente wie Kolonnaden und dergleichen.

x-besteaußenansicht

Die Hauptgebäude mit rot-braunem Klinker wurden vom Frankfurter Architekten Fritz Nathan gebaut, der auch für das von Ernst May geleitete Stadtplanungsprojekt „Neues Frankfurt“ arbeitete.

 

Sie betreten den Friedhof durch eine der drei nebeneinander liegenden Pforten des Außenportals an der Eckenheimer Landstraße. Über den Durchgängen befindet sich ein Psalm in hebräischer Schrift.

x-Trauerhalle

Zwischen dem Eingangsportal und dem zum Friedhof hin gelegenen inneren Portal durchqueren Sie einen von Säulengängen umrahmten, gepflasterten Innenhof.

 

Zur linken Seite sieht man dabei die Trauerhalle und rechts das Verwaltungsgebäude.

x-inneninschrift1

Schreiten Sie durch das innere Portal und Sie gelangen in den Friedhof. Auf dem Fries über dem inneren Portal können Sie die deutsche Übersetzung des Psalms lesen, der in Hebräisch auch über dem ersten Portal angebracht war:

 

„Die in Geradheit gewandelt, kommen zum Frieden und ruhen auf ihren Lagern.“ (Psalm 116.9)

x-gimp-hauptalllee

Der von den Portalen ausgehende Hauptweg ist von streng gerade beschnittenen Hecken umgeben.

 

Nicht nur die strikt geometrische Anlage des Friedhofs und die betont sachlich-funktionalen Bauten sind von Schlichtheit geprägt, sondern auch die Grabstätten, die sich in ihrer Einfachheit wieder an den jüdischen Ursprüngen zu orientieren scheinen.

x-800grabsteine

Zu beiden Seiten dieser Hauptachse finden sich 800 gleichartig gestaltete Grabsteine, die an jüdische Bürger erinnern, die den Freitod wählten, um der Gefahr der Deportation zu entgehen. Diese Grabsteine sind mit der Inschrift versehen: „Gestorben für die Heiligung des Namens."

x-gedenksteinIm vorderen Teil des Friedhofs befindet sich das Ehrenmal für alle in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Juden.
x-Blick auf MenoraAn ihrem Ende läuft die Hauptallee auf eine Menora Skulptur, eine Darstellung eines siebenarmigen Leuchters, zu.

x-gimp-Rückblick Hauptallee

 

Adresse: Eckenheimer Landstr. 238

Anfahrt: Mit der U5 bis zur Haltestelle „Neuer Jüdischer Friedhof“

Website: Jüdische Friedhöfe Frankfurt

(V.Sch.)

 

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