Beitragsseiten

 

Der Friedhof Battonnstraße

 

Der älteste jüdische Friedhof Frankfurts ist auch gleichzeitig der zweitälteste Deutschlands. Er wurde erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Die frühesten Grabsteine sind aus dem 13. Jahrhundert.

friedhofsmauermainova

In die Friedhofsmauer integriert sind fast 12000 Steine mit den Namen von jüdischen Frankfurter Bürgern, die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung wurden.

Mauer Detail

Ein Stein ohne Namen und Daten wurde zusätzlich in die Mauer eingefügt. Er steht für alle unbekannten, nicht dokumentierten Schicksale Die Friedhofsmauer ist auch ein Teil der Gedenkstätte Neuer Börneplatz.

Grabsteine Klaus

Der Friedhof ist für die Öffentlichkeit  dauerhaft geschlossen. Durch die Eisentore hindurch können Sie jedoch einen Blick in das Innere des Friedhofs werfen. Ansonsten ist es auch möglich, sich im Museum Judengasse den Schlüssel auszuleihen oder sich dort nach Führungen zu erkundigen.

eingang museum

Auf dem Bild oben sehen Sie den Eingang des Museums Judengasse, einer Dependance des jüdischen Museums Frankfurt.

 

Die Juden in Frankfurt wurden über die Jahrhunderte hinweg immer wieder in ihren Rechten eingeschränkt und auch Opfer von Progromen.

 

Auf Betreiben von Kaiser Friedrich III und der christlichen Geistlichkeit hin, zwang der Frankfurter Rat im 15. Jahrhundert die Juden, die bis dahin in der Nähe des Doms wohnten, sich in einem Ghetto, der sogenannten „Judengasse“, außerhalb der Stadtmauer neben dem jüdischen Friedhof anzusiedeln.

 

Beim Bau des Verwaltungsgebäudes der Frankfurter Stadtwerke stieß man auf Überreste der alten Judengasse. Einige Grundmauern und archäologische Überreste wurden gesichert und in eine Zweigstelle des jüdischen Museums, im Untergeschoss des neuen Gebäudes, integriert.

Gedenkplatz

Neben dem Friedhof und dem Museum Judengasse finden Sie die Gedenkstätte für die vom Nationalsozialismus vernichtete jüdische Gemeinde am Neuen Börneplatz.

 

In einem Schotterbett wurden in acht Reihen sechzig gleichförmig beschnittene Platanen angepflanzt. Das Schotterbett erinnert an Gleisanlagen über die Züge in die Vernichtungslager fuhren.

SteinkubusIn der Mitte des Platanenhains wurde ein streng geometrischer Kubus errichtet. Er besteht aus Steinen der alten Judengasse, die bei den Ausgrabungen gefundenen wurden, jedoch nicht in das Museum Judengasse integriert werden konnten.

Straßenschilder

Am Rande des Platzes finden Sie nebeneinander fünf Straßenschilder mit den verschiedenen Straßennamen im wechselhaften Lauf der Geschichte dieser Örtlichkeit.

Gedenktafel

An der Mauer des Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke ist an der Stelle, an der die von den Nazis am 9. November 1938 zerstörte Börneplatzsynagoge stand, eine Gedenktafel angebracht worden.

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.