StruwwelpeterT„An den Händen beiden ließ er sich nicht schneiden seine Nägel fast ein Jahr. Kämmen ließ er nicht sein Haar. […] Pfui! ruft da ein jeder: Garst’ger Struwwelpeter. Diese und viele andere Geschichten erleben, lesen und sehen die Besucher*innen im neuen „Struwwelpeter“-Museum.

 

Das Struwwelpeter-Museum ist aus dem Westend in die neue Altstadt umgezogen.
Überlebensgroße beleuchtete Figuren aus Heinrich Hoffmann’s BuchStruwwelpeterütranskl „Der Struwwelpeter“, wie z.B. der Struwwelpeter, Hans Guck-in-die-Luft, der Zappel-Philipp, das Paulinchen oder derSuppenkasper Suppen-Kaspar leiten die Besucher*innen ins Foyer.
Die Kinderebene lädt mit Geschichten-Inseln und Spielepfad zum interaktiven Museumserlebnis ein. Im Theaterzimmer darf man sich verkleiden und auf einer realen Bühne die Struwwelpeter-Geschichten nachspielen.


Kindergärten und Schulklassen wird eine Mitmach-Führung angeboten und sogar Kindergeburtstag kann dort gefeiert werden. Das Museum beschäftigt im Gedenken an die Leistungen von Heinrich HoffmannHoffmanntrans auch Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Im Museums-ShopJäger gibt es eine große Auswahl an Souvenirs, Büchern und selbst hergestellten Produkten aus den Werkstätten von Menschen mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung.
Auf 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche werden Leben und Werk des Frankfurter Nervenarztes, Politikers und Autors Heinrich Hoffmann gewürdigt. Gleichzeitig wird die Welt seines berühmtesten Buches durchleuchtet.
Heinrich Hoffmann wurde am 13. Juni 1809 in Frankfurt am Main geboren. Seine Mutter verstarb noch vor seinem ersten Geburtstag. Der Vater war städtischer Bauinspektor und Baumeister. Im Jahr 1813 heiratet er die Schwester seiner Paulinchenverstorbenen Frau, mit der Heinrich eine liebevolle Stiefmutter bekam. Die Familie lebte bescheiden und musste die neuerbauten Häuser des Vaters „einwohnen“.
Heinrich Hoffmann verbrachte sein ganzes Leben in Frankfurt am Main - ausgenommen seine Studienzeit in Heidelberg, Halle und Paris. Aus Heinrich’s Leidenschaft zur Schriftstellerei konnte jedoch kein „Brotberuf“ werden. Auf Wunsch desVaters studierte er Medizin und ließ sich 1835 als praktischer Arzt im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen nieder. Mit anderen Ärzten betreute er die dortige "Armenklinik", in der auch mittellose Kranke aus den umliegenden Dörfern kostenlos Hanns guckJPGbehandelt wurden. Nebenbei schrieb er viele Gedichte. Zahlreiche Originalbriefe und Manuskripte sowie Dokumente sind im Museum zu sehen. Die „Struwwelpeter“-Geschichte wurde in 45 Sprachen übersetzt. Die Sammlung umfasst „Struwwelpeter“- Ausgaben und Parodien aus dem 19. und 20. Jahrhundert, Kinderbücher, Skizzenbücher und seltene Exemplare von Original-Ausgaben. Man kann alsZappelphilip Besucher selbst reimen, Nonsens-Geschichten erfinden oder mit dem„Suppen-Kaspar“ kochen. Medienstationen im Museum informieren in Bild und Text über die Biedermeierzeit, den Hintergrund und die Entstehung der „Struwwelpeter“-Geschichte, die Psychatriegeschichte und Hoffmann’s politisch-literarisches Netzwerk.

 

Eintrittspreise: Kinder ab 6 Jahren 3,50 €

                       Schüler/Studenten  3,50 €

                       Erwachsene            7,-- €


Öffnungszeiten: Di.- So. 10.00 bis 18.00 Uhr

 

Struwwelpeter-Museum/
Heinrich Hoffmann-Museum
Hinter dem Lämmchen 2-4
60311 Frankfurt (Altstadt) 

 

Text : abs Fotos: cdw, tab
Oktober 2019

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