Henschel Riesa Dampflok Nr. 12 im Frankfurter Feldbahnmuseum 02Mögen Sie den Geruch von zischenden, dampfenden Lokomotiven? Mit historischen Zügen zu fahren bedeutet Vorfreude für die Kleinen, Erinnerung und Nostalgie für die Großen.

 

 

Bongsche KiesgrubeEisenbahnfreunde aus dem Rhein-Main-Gebiet haben in den 70er Jahren eine denkmalgeschützte Feldbahndampfloko­motive erworben, um diese zu restau­rieren und wieder fahrtüchtig zu machen. Bevor das Feldbahnmuseum im Jahre 1987 offiziell auf dem heutigen Reb­stockgelände entstand, war es ein langer mühsamer Weg für die Mitglieder. Insgesamt drei Mal musste der Verein seinen Standort verlagern. Angefangen hatte alles 1975 mit einem Rundlokschuppen der ehemaligen Feldbahn der Bong’schen Mahlwerke in Mainflingen. Im selben Jahr wurde der Verein der "Frankfurter Schmalspurfreunde" gegründet. Bereits vier Jahre später musste das Gelände wegen Kiesabbau wieder geräumt werden. Der nächste Standort war 1980 das ehemalige DB-Ausbesserungswerk in Frankfurt-Nied. Durch die stetig wachsende Sammlung und Mitgliederzahlen, gründete man den gemeinnützigen Verein „Dampfbahn Rhein-Main e.V.“. Doch das Gelände musste 1981 verlassen werden, weil eine weitere Wohnbebauung der Eisenbahnersiedlung in Frankfurt-Nied geplant war. Als neue Bleibe des Vereines wurde das ehemalige Straßenbahndepot im Frankfurter Stadtteil Bockenheim gefunden. In den neuen Anlagen konnten zwar die Fahrzeuge untergebracht werden, ein regelmäßiger Fahrbetrieb war allerdings nicht möglich. Im Jahr 1985 konnte ein Geländestreifen in der Nähe des Rebstockparks ausgemacht werden, dem heutigen Standort des Frankfurter Feldbahnmuseums. Bereits im Frühjahr 1986 feierte man das Richtfest der neuen Museumshalle, der Umzug vom Stadtteil Bockenheim zum Rebstockgelände erfolgte.

 

FeldbahnmuseumDie 600 m² große Museumshalle mit Werkstatt, Schreinerei und Sozialräumen sowie das Gleisvorfeld sind im Frühjahr 1987 fertig gestellt worden. Die Museumsbahn auf dem Rebstock ist mehrfach ausgebaut und eine dauer­hafte Gleisanlage errichtet worden. Im Frühling 1989 wurde der erste Abschnitt der Fahrstrecke im Rebstockpark fertig gestellt und eröffnet, die Feldbahnzüge können nun bis zum Bahnhof "Kaiser­damm" verkehren. Zwei Jahre später, im Jahr 1991, erfolgte die Einweihung des zweiten Abschnitts bis zum Bahnhof "Alter Flugplatz". Auf einer Gesamtlänge von 2,1 Kilometer war es nun möglich, einen regelmäßigen Fahrbetrieb zu betreiben. Um weitere witterungsbedingte Abstellmöglichkeiten den restaurierten Fahrzeugen zu ermöglichen, wurde 1992 ein Diesellokschuppen errichtet, und im September 1998 erfolgte der erste Spatenstich zum Bau einer zweiten Halle mit einer Größe von 380 m². 2001 kam die Genehmigung zur Verlängerung der Fahrstrecke im Rebstockpark. Im Jahr 2008 konnte diese in Betrieb genommen und der Bahnhof "Rebstöcker Wald" eröffnet werden. Mit Unterstützung der Stadt Frankfurt am Main war es möglich, im Jahr 2007 eine Geländevergrößerung auf insgesamt 10.000 m² zu erreichen. Noch im Jahr 2007 erfolgte der Bau einer dritten Abstellhalle mit einer Gesamtfläche von 900 m². Nahezu alle Feldbahnfahrzeuge können nun witterungsgeschützt abgestellt werden.

 

BebauungsplanNach den jüngsten Nachrichten vom Februar 2019, plant die Stadt Frankfurt einen möglichen Umzug des Feldbahn­museums vom Gelände am Römerhof auf das Wohnmobil-Areal am Rebstock­bad. Gemäß einer Nachricht der Frank­furter Rundschau vom Januar 2019, sei in zwei Jahren mit dem Baubeginn für die Wohnbebauung am Römerhof zu rechnen, der den Umzug der Eisenbahnfreunde notwendig machen könnte. Ein Weiterbetrieb des Museums am jetzigen Standort wäre nur mit jahrelangem Umbau und einer drastischen Reduzierung der Sammlung des Werkstatt- und Fahrbetriebs möglich.

 

Text: pet

Bilder: wikipedia, Frankfurter Stadtmagazin, Google Earth

Datum: Februar 2019

 

Eintrittspreise (inklusive Fahrbetrieb):
Erwachsene: 6,00 €
Kinder: 3,00 € (4 bis 14 Jahre)
Familien: 12,00 € (2 Erwachsene und Kinder)

 

Öffnungstage ohne Fahrbetrieb:
Das Museum ist an jedem ersten Samstag im Monat von 14 bis 17 Uhr sowie jeden ersten Freitag im Monat von 17 bis 19 Uhr geöffnet.


Öffnungstage 2019 mit Fahrbetrieb:
An diesen Tagen ist das Museum mit Fahrbetrieb von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Die Züge verkehren bedarfsorientiert, eine Reservierung ist nicht erforderlich.

 

Adresse:
Frankfurter Feldbahnmuseum e.V.
Am Römerhof 15F
60486 Frankfurt am Main
Telefon: 069709292 (mittwochs ab 17:00 Uhr und samstags ab 14:00 Uhr)
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: http://www.feldbahn-ffm.de/

 

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