25ArchitekturMuseum3Eine Perle des Museumsufers stellt das international ange- sehene Deutsche Architekturmuseum (DAM) dar. Es wird allein von der Stadt Frankfurt finanziert. 

 

  

 

 

aussenansicht

Außenansicht, 2011
Bild: Uwe Dettmar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf unterhaltsame Art und Weise kann man in dieser, vom renommierten Architekten Ungers eigenwillig umgebauten alten Villa wechselnde Ausstellungen über zeit- genössische Architektur erleben. Die Dauerausstellung „Von der Urhütte zum Wolken- kratzer“ im zweiten Stock des Gebäudes ermöglicht dem Besucher anhand von 24 Panoramamodellen eine beeindruckende Zeitreise durch die Bau- und Siedlungs- geschichte von der Steinzeit bis ins 21. Jahrhundert zu unternehmen.
Die umfangreiche Sammlung des Museums verfügt über 180 000 Pläne und Zeichnungen. Außerdem über 600 Modelle sowie andere Exponate, die für wechselnde Ausstellungen zur zeitgenössischen Architektur verwendet werden können. Gerade die interessanten Wechselausstellungen über herausragende moderne Bauten und ihre Schöpfer ziehen zunehmend immer mehr Besucher an. Desweiteren verfügt das Museum auch über eine Bibliothek mit rund 25 000 Büchern und Zeitschriften.


AuditoriumAuditorium, 2011
Bild: Norbert Miguletz

 

 

 

 

 

 

 

 

Das DAM gibt das „Deutsche Architektur Jahrbuch“ heraus. Außerdem vergibt es Auszeichnungen wie den „DAM Preis für Architektur in Deutschland", den „Internationaler Hochhaus Preis“ oder den „European Prize for Urban Public Space“.
Unter dem Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann nahmen die Pläne für ein Architek- turmuseum am Museumsufer langsam Gestalt an. Man entschied sich dafür, es in der Gründerzeitvilla Schaumainkai 43 unterzubringen. Dieses neoklassizistische Gebäude fällt besonders durch die vier kolossalen Säulen an der Frontseite zum Main hin auf. 

 

Dauerausstellung2011InnenDauerausstellung, 2011
Bild: Norbert Miguletz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Mit dem Umbau der historischen Villa zu einem modernen Museum und Ausstellungshaus wurde der Kölner Architekt Oswald Mathias Ungers beauftragt. Oswald Mathias Ungers ist einer der bekanntesten deutschen Architekten der Nachkriegszeit. Seine Gebäude zeichnen sich aus durch eine Vorliebe für kühle, streng geometrische Grundmuster und klare, einfache Funktionalität. Ungers entkernte das alte Gebäude vollständig. Um mehr Ausstellungsfläche zu gewinnen, wurde das Gebäude rundum mit einem bis an die Grundstücksgrenzen heranreichenden verglasten Vorbau versehen. Der Clou des Umbaus ist jedoch das Konzept vom „Haus im Haus“.

 

HausimHausHaus im Haus, 2011
Bild: Norbert Miguletz

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf einer quadratischen Grundfläche von fünf mal fünf Metern erhebt sich zwischen den Außenmauern des Altbaus ein mehrstöckiges neues Haus mit eigenen Wänden, Fenstern, Türen und einem Satteldach, wie alle Räumlichkeiten des Museums zurückhaltend ganz in weiß gehalten, wodurch die Exponate gut zur Geltung kommen. Ungers selbst empfand seinen eigenwilligen Frankfurter Museumsbau als sein am besten gelungenes Werk. Schon kurz nach der Eröffnung des Museums 1984 wurde das markante Gebäude unter Denkmalschutz gesetzt.


CafeCafé im DAM, 2011
Bild: Norbert Miguletz

 

 

 

 

 

Adresse:

Deutsches Architektur Museum

Schaumainkai 43
60596 Frankfurt

Anfahrt:
Mit U1, 2, 3 und 8 bis Schweizer Platz.
Mit Tram 15 oder 16 bis Schweizer Straße / Gartenstraße.
Mit Bus 46 bis Untermainbrücke.

Öffnungszeiten:
Di, Do bis So: 11–18 Uhr
Mi: 11–20 Uhr
Mo: geschlossen

Eintritt:
Eintritt DAM: EUR 9,–
Eintritt DAM ermäßigt: EUR 4,50 (u.a. für Schwerbehinderte und Arbeitslose)

Ab dem 1.1.17 Eintritt frei für Kinder, Jugendliche und Studenten!
Mit Kulturpass für Geringverdiener Eintritt nur 1 €!

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