Ob man MuseumfürKommunikationPostkutschen oder das älteste Telefon der Welt betrachtet, bei einem Besuch des früheren Postmuseums begibt man sich auf eine nostalgische Reise in die Vergangenheit.

 

 

Nachdem das 1872 gegründete Reichspostmuseum in Berlin im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, beschloss man nach dem Krieg in Westdeutschland ein Bundespostmuseum neu aufzubauen. Man entschied sich nach einigem hin und her für Frankfurt als Standort und eröffnete 1958 dort das Museum in der historischen Villa de Neufville am Schaumainkai.

1990 wurde der, vom Architekten Günter Behnisch geplante und mit seinen vielen verglasten Flächen sehr transparent wirkende, Neubau bezogen. Behnisch wurde durch das Münchner Olympia Stadium weltbekannt. Auch der 1992 fertiggestellte neue Plenarsaal des Bundestags in Bonn stammt von ihm.

Die 1891/1893 erbaute Neurenaissance- Villa de Neufville, die sich links neben dem Neubau befindet, beherbergt weiterhin die Museumsverwaltung und dient auch als Sitz der Museumsstiftung Post und Telekommunikation. Die gemeinsam von der Deutschen Post und der Telekom betriebene Gesellschaft verwaltet neben dem Frankfurter Museum auch die Schwestereinrichtungen in Berlin und Nürnberg.
Nach der Postreform und den Privatisierungen und als Folge des Wandels durch die zunehmende Digitalisierung wurde das Bundespostmuseum umbenannt in „Museum für Kommunikation“.


aSchafeaSchwarzes Schaf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwischen dem Empfang und dem Museumscafe begegnet man den witzigen „Telefonschafen“ des französischen Künstlers Jean-Luc Cornac. Die Köpfe der Schafe bestehen aus alten Wählscheibentelefonen, das Fell aus Spiralkabel, welche die Hörer mit den Apparaten verbanden. Etwas abseits hat sich hinter einem Scheinwerfer ein schwarzes Schaf versteckt.
In den oberen Geschossen des Gebäudes befinden sich Räumlichkeiten, die für aktuelle Wechselausstellungen genutzt werden und im ersten Stock gibt es auch eine Kinderwerkstatt, in der sich der Nachwuchs erproben kann.


aKutschenaAnhänger

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Dauerausstellung mit ihren historischen Kostbarkeiten breitet sich im Untergeschoss aus. Dort gibt es auch einen Räderschlitten, das ist eine Postkutsche, die sowohl mit Rädern wie mit Kufen fahren kann. Daneben wecken auch andere ausgefallene Fahrzeuge das Interesse, etwa ein uralter gelber Käfer oder ein historischer Postbus. Andere Highlights sind etwa eine Tontafel aus Mesopotamien, das älteste Telefon der Welt, welches Philipp Reis 1861 in Frankfurt vorführte oder Original-Telegramme von der Titanic.

 

aAudiaSortierstation



 

 

 

 

 

 

  

Um alles zu beschreiben, was es dort zu entdecken gibt, bräuchte man viele Seiten. Am besten besuchen Sie das Museum selbst. Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei!


Adresse:

mfk-frankfurt.de

Schaumainkai 53 (Museumsufer)
60596 Frankfurt am Main

 

Anfahrt:
U-Bahn-Linien U 1, U 2, U 3, U 8, Haltestelle „Schweizer Platz“ U-Bahn-Linien U 4, U 5, Haltestelle „Willy-Brandt-Platz“
Straßenbahnlinie 16, Haltestelle „Otto-Hahn-Platz“
Bus 46, Haltestelle „Untermainbrücke"


Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 9 – 18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage: 11 – 19 Uhr
Geschlossen am 24., 25., 31. Dezember und 1. Januar


Eintrittspreise:
Eintritt ab 6 Jahre: 1,50 Euro
Eintritt ab 16 Jahre: 3 Euro
Eintritt frei ICOM-Mitglieder, Inhaber von Museumsufercard, Museumsufertickets, Begleitpersonen von Gruppen & Schulklassen
Aktion „freitags frei!“ freitags freier Eintritt für Schulklassen & Gruppen


Mit Kulturpass Eintritt nur 1 € für Erwachsene, 0,50 € für Kinder!

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