Das Ferienkarussell dreht sich wieder

Minigolf / Foto von Volker Thimm von Pexels

Das Ferienkarussell des Frankfurter Jugend- und Sozialamts kommt wieder in Schwung. Rund 70 spannende Angebote warten in den kommenden Oster-, Sommer,- und Herbstferien auf Kinder und Jugendliche, die wenig Geld haben.


Es ist wieder soweit – auch in diesem Jahr können Kinder und Jugendliche aus Frankfurt am Main, die zwischen 6 und 15 Jahren alt sind, über das Portal des Ferienkarussells an einer breiten Palette von Aktionen mit jeder Menge Spiel, Spaß, Spannung und Abenteuer in der Mainmetropole teilnehmen. Die Leistungen des Ferienkarusells unterstützen die Kinder und jungen Erwachsenen aus Familien, die wenig Geld haben, um Angebote in Schule und Freizeit zu nutzen, wenn sie sich die Kosten dafür ansonsten nicht leisten könnten. Die Anmeldung dafür ist schriftlich über das Anmeldeformular auf der Homepage oder direkt bei den Kooperationspartnern möglich und findet ferienweise statt, das heißt jeweils zehn Wochen vor Ferienbeginn. Natürlich gilt das Programm unter Vorbehalt der aktuellen pandemischen Lage.

Einblicke in die Social Media Welt

„Kommt mit auf eine unserer Ferienfreizeiten: Bei der ,Demokratiewoche‘ auf der Wegscheide setzt ihr euch mit den Rechten von Kindern und Jugendlichen auseinander und stellt sie kreativ dar. In Weidenhausen erlebt ihr bei ,Unter freiem Himmel‘ Abenteuer im Wald. Wenn ihr Lust auf eine City-Tour habt, kommt mit auf eine Hafenrundfahrt nach Hamburg“ (Elke Voitel). Mit diesen Worten stellt die Sozialdezernentin Elke Voitl (Grüne) einige Glanznummern aus dem vollem Programm des Ferienkarussels vor. Weitere Highlights aus Sicht der 53-jährige Diplom-Sozialarbeiterin sind die Bildungswochen „,Zwischen Filtern und Fake News‘. Hier erhalten die Jugendlichen einen besonderen Einblick in die Social Media Welt. Dabei kreieren die Jugendlichen zusammen eine Webshow, in der sie ausgewählte Fälschungen aus der digitalen Welt nachahmen – um gemeinsam zu erleben, wie einfach es Dank Filtern und Co. ist, andere Menschen im Internet zu täuschen. Oder sie erleben als Kontrast dazu beispielsweise auf der Sindlinger Glückswiese das Leben auf dem Bauernhof und Umwelt- und Tierschutz ganz hautnah“.

Rollfeld / Foto von Ekky Wicaksono von Pexels

Vom Hallenbad bis zum Minigolf

Das Repertoire an Angeboten im Ferienkarussel ist extrem vielfältig. So findet sich dort, neben einem spannenden Rundgang durch das Senckenberg Museum oder das Experiminta-Museum auch ein Blick auf das Rollfeld des Frankfurter Flughafens. Selbst sportliche Betätigungen in den Frei- und Hallenbädern stehen auf dem Programm. Und sollte es doch auch mal Regentage geben, gerät das Wetter beim Schwarzlicht-Minigolf schnell in Vergessenheit. Dies alles und mehr gehört zum Angebot der sogenannten Ferienkarte. Genauer: Mit der Ferienkarte haben Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren, die in Frankfurt am Main wohnen oder hier ihre Ferien verbringen, während der Sommerferien verschiedene Begünstigungen im Freizeit- und Kulturbereich. Weitere Informationen gibt es ab Mai 2022 auf der Website des Ferienkarussels. Dazu gehört auch die freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im Stadtgebiet Frankfurt am Main, freie Eintritte in Zoo, Palmengarten, Frei- und Hallenbäder, diverse Museen und weitere Vergünstigungen bei interessanten Freizeitangeboten in der Mainmetropole.

Zwischen 5 und 110 Euro

Wer bereits den Überblick verloren hat, dem kann das neu gestaltete Ferienkarussell-Programmheft sicherlich weiterhelfen, das ab sofort kostenlos erhältlich ist und HIER (PDF-Download, 4,6 MB) runtergeladen werden kann. In der Broschüre finden sich insgesamt 70 verschiedene Bildungswochen, Erlebnistage, Familienausflüge und Ferienfreizeiten in den Bereichen Kunst und Theater, Medien und Musik, Natur, Sport und Spiel. Auch finden sich darin Hinweise auf weitere Angebote in ihrem Stadtteil sowie kommunale Hilfsangebote.

Freibad / Foto von Pixabay von Pexels

Die Preise für die Teilnahme am Ferienkarussell sind so unterschiedlich, wie die Angebote und reichen von 5 bis zu 110 Euro. Zum Vergleich: Ein Familienausflug zum Schloss Freudenberg kostet rund fünf Euro. Eine viertätige Raubritter-Tour in Bruchweiler-Bärenbach in der Pfalz dagegen schon rund 65 Euro, inklusive Lagerfeuer auf einer alten Burg. Und für eine siebentätige Kanutour an der Mecklenburgischen Seenplatte inklusive Camping müssen die Eltern noch tiefer in das Portemonnaie greifen, denn die kostet dann doch schon satte 110 Euro.

Das Programmheft liegt in Kinder- und Jugendeinrichtungen, Schulen, Stadtteilbibliotheken, Sozialrathäusern, Tourist Infos, den traffiQ-Geschäftsstellen sowie im Jugend- und Sozialamt, Eschersheimer Landstraße 241-249, aus. Gefördert wird das Ferienkarusell von Organisationen wie zum Beispiel vom Blinden Sehbehinderten Bund, dem Deutschen Roten Kreuz, vom Gallus Zentrum, der Lebenshilfe Frankfurt am Main e. V., dem Schultheater Studio Frankfurt, der Turn- und Spielvereinigung 1872 Schwanheim e.V., der Wegscheide Stiftung Schullandheim und dem Zarakali Kinder & Jugend Zirkus.

Natürlich sind sämtliche Angebote aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie unter Vorbehalt ausgeschrieben. Aufgrund der Verordnungen können die Angebote verändert oder ganz abgesagt werden. Der Anmeldebeginn für die kommenden Sommerferien ist am 16. Mai 2022. Anmeldeschluss ist am 13. Juni 2022. Dann erhalten interessierte Frankfurter*innen eine Information über die Zuteilung. Außerdem ist es im Online-Programm jederzeit möglich, sich über den aktuellen Stand der Anmeldung zu informieren. Oder sich auch nach Anmeldeschluss bei freien Veranstaltungen anzumelden. (FK)

Kontakt:
Servicebereich Verwaltung Ferienkarussell
Eschersheimer Landstraße 241-249
60320 Frankfurt am Main
Tel: 069 / 212 330 10
E-Mail: ferienkarussell@stadt-frankfurt.de