„Noch Steinhäger, Herr Ober, und germanenblondes Bier!“

Cover Roman „Nach Mitternacht“ / Quelle: Thalia

Im Blickpunkt der jährlich wiederkehrenden Veranstaltungsreihe „Frankfurt liest ein Buch“ steht im Jahr 2022 der Roman „Nach Mitternacht“ der Autorin Irmgard Keun. Keuns Roman schildert an unterschiedlichen Handlungsorten, den Hauptteil nimmt dabei Frankfurt am Main ein, das nationalsozialistische Deutschland der 1930er Jahre.

An diesem Abend liest die Synchronsprecherin Monika Müller-Heusch im Bibliothekszentrum Sachsenhausen ausgewählte Passagen aus dem Roman „Nach Mitternacht“ vor. Über einen Zeitraum von 48 Stunden begleitet die Geschichte die 19jährige Protagonistin Susanne durch ihren vom Nationalsozialismus geprägten Alltag. Sie wartet auf ein Lebenszeichen ihres Verlobten Franz. An einem Tage im Jahre 1936 beobachtet Susanne vom Balkon eines Cafés in unmittelbarer Nähe des Opernplatzes irritiert, wie Hitlers Autokarawane in Richtung des von Menschenmassen völlig überfüllten Platzes fährt. Kurz darauf steht Franz tatsächlich wie aus dem Nichts vor ihr. Susanne plant gemeinsam mit ihrem Verlobten einen Zigarettenladen zu eröffnen, muss diesen Plan jedoch aufgeben, nachdem er vermeintlich, wie er glaubt, einen Denunzianten umgebracht hat, der ihn zuvor an die Gestapo verraten hatte. Nun muss Susanne sich entscheiden, ob sie gemeinsam mit Franz fliehen soll. Die Veranstaltung resultiert aus der Kooperation zwischen der „Bibliothekszentrum Sachsenhausen“, dem Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ und dem „Förderverein KZ-Katzbach/Adlerwerke“.

Wann:
03.05.2022, 19:30 Uhr (Einlass: 19:00 Uhr)

Wo:
Bibliothekszentrum Sachsenhausen
Hedderichstraße 32
60594 Frankfurt am Main
Tel: 069 212 339 58
E-Mail: sachsenhausen@stadtbuecherei.frankfurt.de

Veranstalter:
Stadtbücherei Frankfurt am Main
Hasengasse 4
60311 Frankfurt am Main
Tel: 069 212 380 80
E-Mail: info@stadtbuecherei.frankfurt.de

Kosten:
Keine
Text: hsc
April 2022