Hühnermarkt Teaser 3Mit unserer 17-köpfigen Gruppe trafen wir uns am Römer um an einer Stadtteilführung durch die neue Altstadt teilzunehmen. Ausgehend von unserem Treffpunkt war unser erstes Ziel das Historische Museum.

 

 

Im Museum wurden wir von unserem Stadtführer freundlich empfangen. Es ging in den ersten Stock zu Treuners Altstadtmodell, das die Brüder Hermann und Robert Treuner in den Jahren 1926 bis 1961 bauten. Hier konnten wir uns einen Eindruck machen wie die Altstadt vor der Zerstörung in Trümmermodelden Kriegsjahren aussah. Der Zustand der Altstadt nach der Bombardierung im Jahr 1944 wird im Trümmermodel dargestellt. Mit diesen Eindrücken machten wir uns auf den Weg zum Römerberg. Unser Stadtführer erläuterte uns, dass der Wiederaufbau der Altstadt bereits 1980 bis 1984 in Form der Ostzeile – bestehend aus zehn Gebäuden (sieben Fachwerkbauten und drei Massivbauten) – gegenüber dem Römer begann. Sie stehen mittlerweile unter Denkmalschutz.


Goldene WaageNach einem kurzen Laufweg erreichten wir den Krönungsweg. Ab 1562 wurden in Frankfurt Könige und Kaiser gekrönt, die nach der Zeremonie im Dom über den Krönungsweg zum Römer schritten. Auf der rechten Seite des Weges steht das „Rote Haus“. Es war das Zunfthaus der Metzger und es markierte auch den Zugang zum Metzgerviertel. Ein paar Schritte weiter auf der linken Seite des Krönungsweges befindet sich der Hühnermarkt mit dem Friedrich-Stoltze-Brunnen. Er ist benannt nach dem Frankfurter Dichter und Schriftsteller Friedrich-Stoltze, der haupt­sächlich durch seine Gedichte in Frankfurter Mundart bekannt wurde. Das prächtigste Gebäude in der neuen Altstadt ist das „Haus zur Goldenen Waage“. Wir erfuhren, das die Rekonstruktion des Renaissance-Gebäude ca. 8,5 Millionen Euro teuer war. Die letzte Sehenswürdigkeit die uns der Stadtführer vorstellte, war das Gebäude „Hof am Rebstock“. Im Erdgeschoß befindet sich das Seniorencafé und im Obergeschoß die Verwaltung St. Katharinen- und Weißfrauenstift. Hier verabschiedete sich unser Stadtführer von uns.


SchneekugelUnsere Gruppe traf sich nach einer halbstündigen Pause im Historischen Museum. Hier konnten wir die vielen Exponate zur Frankfurter Geschichte bestaunen. In einer überdimensionalen "Schneekugel" mit drei Metern Durchmesser konnten wir Modelle von acht Frankfurtern „Gesichtern“ betrachten. Zum Beispiel als kriminelle Stadt, als ewige Baustelle, als Bankenstadt oder als Ort jüdischen Lebens. Die Besucher können die jeweiligen Themen selbst auf Knopfdruck auswählen und ein Industrieroboter hebt die Installationen in die Kugel. An den umgebenden Wänden laufen Projektionen mit Informationen zum Thema.


StadtmodellIn der dritten Etage des Museums mit dem Thema "Frankfurt heute!" ist ein Stadtmodel des niederländischen Künstlers Hermann Helle aufgebaut. Auf 70 m² ist ein kreatives, buntes und ausgefallenes Model von der Stadt Frankfurt mit unüblichen Materialien zu sehen. Das Universitätsgebäude ist mit Büchern dargestellt, Hochhäuser aus Zollstöcken, das Preungesheimer Gefängnis ist eine Mausefalle und die Farbwerke Höchst bestehen aus Spritzen und Tabletten. Es ist eine bunte und schrille Stadtansicht die zum Entdecken und Schmunzeln einlädt.


Zum Abschluss des informativen Ausflugs erstellten wir noch ein Gruppenfoto zur Erinnerung.

 

 

Text: huh
Bilder: Pet/Fau/bek

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