max weinberg teaser klein

Der in Frankfurt lebende Maler und Bildhauer Max Weinberg verstarb im April 2018. Sein Erscheinungsbild mit langen Haaren, Bart, kajalumrandete Augen und bunt bemalten T-Shirts waren für ihn charakteristisch.

 


Frau mit HutDer 1928 in Kassel geborene Weinberg lebte seit 1959 in Frankfurt und kämpfte zeitlebens um künstlerische Aner­kennung. Seiner Meinung nach hat ihn die Stadt Kassel und Frankfurt von Seiten des öffentlichen Kunstbetriebes nicht ausreichend geschätzt und gewürdigt. Unerfüllt blieb sein Traum – einmal im Städel, im Museum für moderne Kunst oder in der Schirn ausgestellt zu werden.


Seine ersten Bilder verkaufte der erst 13-jährige auf den Straßen von Tel Aviv. 10 Jahre später studierte er in der gleichen Stadt an der staatlichen Akademie für Kultur und Künste. Nach seiner atelierRückkehr im Jahr 1959 nach Deutschland bildete er sich auf der Städel-Abendschule in Frankfurt im Zeichnen weiter. Weinbergs grell bunte Bilder erinnern an Graffiti. Er malte Gestalten mit überzähligen Gliedmaßen. Frauen malte er mit vielen Augen, Beinen und Brüsten nach dem Motto: „Kunst muss verspielt sein“. Viele Schulklassen und ausländische Reisegruppen (vor allem aus Israel) besuchten sein Atelier in der Ostparkstrasse.

 

Max Weinberg war von der Stadt Frankfurt kurz vor seinem 90. Geburtstag im Jahr 2018 für die Goetheplakette vorgesehen. Begraben wurde er auf dem jüdischen Friedhof in Frankfurt am Main.

 

Text: huh

 

Bildquellen:

Portrait: © Max Weinberg

Max Weinberg und Frau mit Hut: Martin Weis

Ein Blick ins Atelier: Peter- Juelich.com 

 

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