Petra Roth Foto Das Portrait

Petra Roth – die zweite weibliche Trägerin der Ehrenbürgerwürde der Stadt Frankfurt am Main nach Trude Simonsohn. Das Ehrenbürgerrecht auf Lebenszeit ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt zu vergeben hat.

 

 


Petra Roth kam am 9. Mai 1944 in der Hansestadt Bremen zur Welt. Petra Roth hat mal verraten, dass sie nicht besonders gut in der Schule war. Das Gymnasium verließ sie mit der Mittleren Reife, besuchte danach die damalige Höhere Handelsschule in Bremen und absolvierte eine Ausbildung als kaufmännische und praktische Arzthelferin in Freiburg im Breisgau. Heute darf sie sich Doktor (h.c.) nennen, denn die Universität der Partnerstadt Tel Aviv hat ihr die Ehrendoktorwürde verliehen. Insofern tröstet Petra Roths große Karriere viele Eltern, deren Nachwuchs in der Schule nichts Gutes fertigbringt. Sie ist ein Beleg dafür, dass es nicht etwa eines Einser-Abiturs und /oder Jura-Studiums Bedarf, um in dieser Welt politisch Wichtiges zu leisten. 1964 zog sie nach Frankfurt am Main. Von ihrer Mutter erbte sie das Durchhaltevermögen und die Fähigkeit zum Optimismus. „Mut zum Leben“ ließe sich das Programm überschreiben, das Petra Roth jeden Tag zu verbreiten sucht. Am Anfang allen politischen Denkens steht für sie die Freiheit. Das ist für sie etwas, das nötig ist, wie sie selbst sagt: „damit ich das, was ich denke, auch umsetzen kann und will“ (frankfurt.de Frankfurt, 17 Jahre später).


Ihr politischer Werdegang und seine Positionen: 1972 bis 1988 Sozialbezirksvorsteherin, von 1977 bis 1989 sowie 1993 bis 1995 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, von 1989 bis 1992 das Amt der Vorsitzenden der Frankfurter Frauenunion, von 1990 bis 1994 das der Vizepräsidentin des Landessportbundes, 1987 bis 1995 Mitglied des Hessischen Landtags und von 1992 bis 1995 Kreisvorsitzende der Frankfurter CDU (zu der Zeit als erstes weibliches CDU-Mitglied in Deutschland), 1997 bis 1999, 2002 bis 2005 und 2009 bis 2011 Präsidentin des Deutschen Städtetags, 1995-2012 Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt.


Petra Roth hat den Weg der Frankfurter Drogenpolitik verändert. In der Drogenpolitik der Stadt Frankfurt ist sowohl der Schutz der Bürgerinnen und Bürger als auch die Reduzierung des Schadens für die Drogenkonsumierenden wichtig. Die vier Säulen auf der die Frankfurter Drogenpolitik basiert: Prävention - Beratung/ Therapie - Überlebenshilfen – Repression. Sie arbeitet multidisziplinär, integrativ, kooperativ und akzeptierend. Ebenso hat Frau Roth das Verständnis für ein multikulturelles Frankfurt und die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensentwürfe der Menschen aktiv gefördert und unterstützt. „Man darf niemanden, wirklich niemanden, verloren geben. Vielmehr muss man den Menschen das Gefühl des Vertrauens geben.“, so ihre Rede (frankfurt.de Frankfurt, 17 Jahre später).

 

„Schon während ihrer Amtszeit hat Petra Roth tiefe Spuren hinterlassen“, sagt Peter Feldmann. „Ihre Haltung auf einem klaren Wertefundament immer scheinbare Gewissheiten zu hinterfragen, hat mich immer begeistert. Diesen Mut sollen wir uns parteiübergreifend bewahren“, sagte Feldmann. Er würdigte auch das gute Verhältnis zu seiner Vorgängerin. „Ich konnte immer auf ihren Rat zurückgreifen. Das ist mir auch heute noch wichtig. Wir konnten einiges in dieser Stadt gemeinsam bewegen.“, so der Oberbürgermeister abschließend (franfurt.de - 10.01.2017 Peter Feldmann: ‚Außergewöhnliches Engagement auch über ihre Amtszeit hinaus‘).

 

Petra Roth ist die großen Themen unserer Tage angegangen, stand als Frankfurter Oberbürgermeisterin für die Internationalität ihrer Stadt. Sie war 17 Jahre lang das Gesicht Frankfurts (nur Franz Adickes war mit 22 Jahren länger im Amt) und hat diese Stadt verändert. „Blendende Repräsentantin“, sagen viele Frankfurter über Petra Roth. „Tolle Oberbürgermeisterin, die für einen rasanten Wandel der Stadt steht“. Sie „zeichnet sich insbesondere durch ihr nachhaltiges und außergewöhnliches Engagement auch nach ihrer Amtszeit für unsere Stadt Frankfurt aus“ (Zitat Oberbürgermeister Peter Feldmann).

 

Petra Roth 2                                Foto: Bernd Kammerer (Pressedienst Kammerer, 60431 Frankfurt)

 

Ihr Einsatz für die Stadt und ihre Bürger geht über ihre Amtszeit hinaus. Peter Feldmann: „Ihr bürgerschaftliches Engagement gestaltet bis heute die Zukunft Frankfurts.“

 

Sie ist nicht mehr Frankfurts Oberbürgermeisterin, aber sie bleibt Frankfurterin. Sie wird in Frankfurt bleiben. Das stand für Petra Roth nie infrage. In der Stadt, die längst zu ihrer Heimat geworden ist, seit sie 1964 mit einem Koffer in der Hand am Hauptbahnhof angekommen war.


Am 09. Juni 2017 wurden 40 Jahre tatkräftiger Einsatz für die Stadt Frankfurt und ihre Bürger angemessen belohnt!

 

Autor: jgr

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