Frankfurt und der CSD (Alle Jahre wieder!)

Der Frankfurter CSD ist inzwischen einer der beliebtesten Veranstaltungen in der Stadt und auch einer der friedlichsten. Seit den 1990er Jahren sorgte das Orga-Team um Rainer Gütlich dafür, dass alles reibungslos klappte. Nach seinem Frei-Tod im Jahr 2009 traten andere Organisatoren an seine Stelle. Bis heute mit großem Erfolg! Jedes Jahr freuen sich viele Besucher über dieses schöne Fest.

 

Direkt auf dem Klaus-Mann-Platz, an der Kreuzung von Schäfergasse und “Alte Gasse“ steht der “Frankfurter Engel“ von Rosemarie Trockel. Er erinnert seit 1994 an die Homosexuellen-Verfolgung im Dritten Reich und daran, dass „Männer die Männer lieben und Frauen die Frauen lieben immer wieder verfolgt werden können“ (Zitat der Inschrift am Engel).

1994 ins Leben gerufen!
Inschrift des Denkmals
Erinnerung und Mahnmal

Auch die eingeschlagenen, großen und schweren Nägel im Seitenbereich des Mauerwerks der Peterskirche erinnern an die Verstorbenen, die in Frankfurt lebten, an Aids erkrankten und ihr Leben lassen mussten.

Die Peterskirche (Innenstadt)
Inschrift: „Verletzte Liebe“
Jeder Nagel eine Erinnerung an einen lieben (verstorbenen) Menschen

All dieser Verstorbenen gedachte der Frankfurter CSD jedes Jahr am Samstagabend mit einer „Schweigeminute“. In den vergangenen Jahren fand diese gegen 18 Uhr auf der CSD-Bühne an der Konstablerwache statt. Dieses Jahr jedoch vor dem Römer mit anschließendem Marsch durch die Innenstadt.

Wie im letzten Jahr musste auch der diesjährige „Christopher Street Day“ auf einige Dinge verzichten.

So wurde die große Parade durch einen ausgedehnten Fußmarsch ersetzt, und auf die vielen Paradewagen verzichtet. Der offiziellen CSD-Website kann man entnehmen, was die Verantwortlichen geplant hatten.

Das diesjährige Motto lautete „Vielfalt per Gesetz schützen. Nicht morgen, sondern jetzt.“

Neben Gästen wie Kai Klose (Hessischer Minister für Soziales und Integration) war auch die Leiterin des Ministeriums für Bildung und Integration, Sylvia Weber, anwesend. Christian Setzepfandt (Vorstandsmitglied der Frankfurter Aids-Hilfe) war ebenfalls dabei. Malte Anders sorgte für die musikalische Unterhaltung.

Für diejenigen, die lieber zu Hause blieben oder das Geschehen anderweitig verfolgen wollten, bot Radio X mit der Sendung „Radio SUB“ von 12 bis 14 Uhr ein eigenes Radioprogramm auf dem Frankfurter Sender an.

Mehr Informationen unter:
http://www.kultours-frankfurt.de
http://www.csd-frankfurt.de
http://www.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Engel

Text: rsi
Fotos: rsi
Juli 2021

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