1280 TeaserIn einer Sonderausstellung zeigt das Städel Museum vom 26.09.2018 bis 13.01.2019 über 100 Kunstwerke des Erfinders der Op-Art. In über 60 Jahren bediente Vasarely sich unterschiedlichster Stile und Einflüsse.

 


Vasarely wurde 1906 im ungarischen Pécs geboren und ist 1997 in Paris gestorben. In Budapest an der Bauhaus-Schule studierte er in den 1920er Jahren und kam dort mit der frühen Moderne in Kontakt.

 

Vasarely 01Die Op-Art (optische Kunst) ist eine Stilrichtung der 1960er Jahre. Präzise abstrakte Formmuster und geometrische Farbfiguren erzeugen beim Betrachter die Vorstellung von Bewegung, optische Effekte, Flimmereffekte und optische Täuschungen. In den 60er und 70er Jahren waren die großen und bunten Op-Art-Formate sehr beliebte Postermotive für die privaten Wände.


Die Ausstellung im Städel ist in Teil 1 und Teil 2 aufgeteilt und erstreckt sich auf zwei Etagen. Das Herzstück in Teil 1 ist der Speisesaal der Deutschen Bundesbank, den er im Jahr 1972 gestaltete. Dieser Saal wurde vor zwei Monaten für die Ausstellung abgebaut Vasarelyobjekteund im Museum neu installiert. Im ganzen Raum liegt ein goldgelber Teppich der sich an einer Wand vom Boden bis hoch zur Decke zieht. In der Mitte des Raums befindet sich ein großes und weiß gestrichenes, rundes Podest mit bunt gestalteten Objekten. Bunte Kunstoffscheiben an einer Wand variieren von gelb über orange bis hin zu dunkelbraun und schwarz. In den weiteren Räumen sind die großen Op-Art-Formate aus der Serie „Vega“ zu sehen, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren entstanden. Es ist ein großes Vergnügen diese effektreichen Bilder anzuschauen und zu erleben. Beim Begehen der Ausstellung hat der Besucher den Eindruck er befindet sich in einem Labyrinth. Durch die verwinkelte und enge Positionierung der großen Stellwände im Raum entsteht diese Vorstellung.

 

Vasarely 02Der zweite Teil der Ausstellung (befindet sich eine Etage höher) ist in folgende Schaffens­epochen unterteilt:
a) Frühe Werke vor 1948 – Irrwege und Maxime
b) Denfert – Von der Realität zum Bild
c) Gordes-Cristal – Von der Fläche zur Form
d) Belle-Isle – Der Weg in die Abstraktion

 

Vasarely 03In Frankfurt wurde das weniger ertragreiche Spätwerk ausgespart. Die nächste Station der Schau, das Centre Pompidou in Paris, will in einer veränderten Auswahl weiter ausholen.

 

 

 Text und Bilder: huh

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